Alpen-Ampfer giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,120 fanden dies hilfreich
Alpen-Ampfer
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Die gesamte Pflanze ist giftig, auch als getrocknetes Dürrfutter bleibt die Giftigkeit erhalten.

2

Schafe und Pferde sind besonders empfindlich, Rinder entwickeln bei langfristiger geringer Aufnahme eine Toleranz.

3

Junge Blätter sind in kleinen Mengen als Wildgemüse verwendbar, größere Mengen verursachen Vergiftungen.

Häufige Fragen

Ist Alpen-Ampfer giftig für Menschen?

Erbrechen, ggf. blutiger Durchfall, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Zittern, Lähmungen, Blut im Urin, Nierenversagen, bei langem Verlauf Anämie; Todesfälle möglich. (Gering)

Ist Alpen-Ampfer giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar; zu erwarten sind allgemeine Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Nierenbeschwerden. (Gering)

Ist Alpen-Ampfer giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar; zu erwarten sind allgemeine Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Nierenbeschwerden. (Gering)

Ist Alpen-Ampfer giftig für Pferde?

Besonders empfindlich, Symptome umfassen Depression, Speichelfluss, Zittern, Ataxie, Atemnot, Nierenschäden; Todesfälle möglich. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Erbrechen, ggf. blutiger Durchfall, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Zittern, Lähmungen, Blut im Urin, Nierenversagen, bei langem Verlauf Anämie; Todesfälle möglich.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar; zu erwarten sind allgemeine Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Nierenbeschwerden.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar; zu erwarten sind allgemeine Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Nierenbeschwerden.

Pferde
Gering

Besonders empfindlich, Symptome umfassen Depression, Speichelfluss, Zittern, Ataxie, Atemnot, Nierenschäden; Todesfälle möglich.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze ist giftig; junge, zarte Blätter können in kleinen Mengen als Wildgemüse verzehrt werden.
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Verzehr von frischen oder getrockneten Pflanzenteilen.
Giftige InhaltsstoffeKaliumoxalat; freie Oxalsäure; Physcion; Chrysophanol; Emodin; Nepodin; Neposid; Prientalon; Gerbstoffe; ggf. Nitrate

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Kein künstliches Erbrechen herbeiführen, um Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen.
  • • Kalziumhaltige Produkte (z. B. Milch) verabreichen, um Oxalate im Magen auszufällen.
  • • Aufgenommene Pflanzenreste für die Identifizierung aufbewahren.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Verdacht auf Verzehr größerer Mengen der Pflanze.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie blutigem Durchfall, Krämpfen oder Atemnot.
  • • Bei betroffenen Tieren der Risikogruppe (Pferde, Schafe).

Prävention

  • • Alpen-Ampfer auf Weiden für empfindliche Tiere systematisch entfernen.
  • • Bei Wildgemüsesammlung die Pflanze zweifelsfrei identifizieren, um Verwechslungen auszuschließen.
  • • Keine größeren Mengen der jungen Blätter als Lebensmittel verwenden.

Behandlung & Prognose

  • • Zufuhr von Kalzium via Magensonde zur Ausfällung von ungebundenen Oxalaten.
  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts und symptomatische Therapie.
  • • Gabe von Analgetika sowie ggf. Antihistaminika, Überwachung von Herz- und Nierenfunktion.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameRumex alpinus L.
AliasnamenAlpen-Mönchsrhabarber
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerzNierenNervensystemBlut
Wirkmechanismus

• Oxalsäure und Kaliumoxalat binden freies Kalzium im Körper, was zu Hypokalzämie und Nierenschäden durch Kalziumoxalat-Kristalle führt.

• Anthracen- und Naphthalenderivate reizen die Magen-Darm-Schleimhäute und lösen so Beschwerden wie Durchfall und Kolik aus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Schaf: Besonders empfindlich, Symptome umfassen Depression, Speichelfluss, Zittern, Ataxie, Atemnot und Erbrechen mit hoher Aspirationspneumonie-Gefahr; Todesfälle möglich.
Rind: Langfristige geringe Aufnahme von Oxalaten führt zur Vermehrung oxalatabbauender Mikroflora im Pansen, sodass eine gewisse Toleranz entsteht.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Ampfer-Arten Rumex spp.
Visuell sehr ähnlich zum Alpen-Ampfer, unterscheiden sich hauptsächlich durch Wuchshöhe, Blütenfarbe und Standort; alle Ampfer-Arten enthalten Oxalsäure.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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