Karotte (Wilde Möhre) giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 4,523 fanden dies hilfreich
Karotte (Wilde Möhre)
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Die Karotte ist für Katzen, Hunde und Pferde vollständig ungiftig, die Pfahlwurzel kann ohne Bedenken verzehrt werden.

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Das krautige Pflanzenteil enthält Psoralene, die bei Kontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung Hautreizungen verursachen können.

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Es besteht hohe Verwechslungsgefahr mit teils hochgiftigen Arten der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Häufige Fragen

Ist Karotte (Wilde Möhre) giftig für Menschen?

Leichte Rötungen, Juckreiz oder Brennen auf der Haut bei Kontakt mit dem Kraut, keine Vergiftungssymptome bei Verzehr der Wurzel (Ungiftig)

Ist Karotte (Wilde Möhre) giftig für Katzen?

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut (Ungiftig)

Ist Karotte (Wilde Möhre) giftig für Hunde?

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut (Ungiftig)

Ist Karotte (Wilde Möhre) giftig für Pferde?

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut (Ungiftig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Leichte Rötungen, Juckreiz oder Brennen auf der Haut bei Kontakt mit dem Kraut, keine Vergiftungssymptome bei Verzehr der Wurzel

Katzen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut

Hunde
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut

Pferde
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungssymptome bei Verzehr, ggf. leichte Hautreizung bei direktem Kontakt mit dem Kraut

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileKeine giftigen Pflanzenteile. Das Kraut ist diätetisch wertvoll und bekömmlich, die Stängel sind hart aber ungiftig, die Pfahlwurzel ist essbar.
VergiftungswegHautkontakt mit dem krautigen Pflanzenteil (ggf. Reizungen), orale Aufnahme ist vollständig unbedenklich
Giftige InhaltsstoffePsoralene

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei Hautkontakt mit dem Kraut die betroffene Stelle umgehend mit lauwarmem Wasser und Seife abwaschen
  • • Bei Auftreten von Rötungen oder Juckreiz die Hautstelle kühlen und direkter Sonneneinstrahlung aussetzen
  • • Bei Verzehr größerer Mengen des Krauts sind keine speziellen Maßnahmen nötig, bei Unsicherheit Arzt/Tierarzt kontaktieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Hautreizungen bei Tieren länger als 24 Stunden anhalten oder sich verschlimmern
  • • Wenn nach Verzehr von unbekannten Doldenblütlern Symptome wie Erbrechen, Krämpfe oder Atembeschwerden auftreten
  • • Wenn das Tier nach Kontakt mit Wildpflanzen aus der Apiaceae-Familie auffälliges Verhalten zeigt

Prävention

  • • Achten Sie bei der Ernte von Wildpflanzen unbedingt auf sichere Unterscheidung von Karotte und giftigen Doldenblütlern
  • • Vermeiden Sie längeren Hautkontakt mit Wildmöhrenkraut bei sonnigem Wetter, da Psoralene phototoxisch wirken
  • • Füttern Sie Haustiere nur sicher identifizierte Gartenkarotten und keine unbekannten Wilddoldenblütler

Behandlung & Prognose

  • • Bei leichten Hautreizungen können cortisonhaltige Salben nach ärztlicher/tierärztlicher Anweisung angewendet werden
  • • Bei Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern ist umgehend eine symptomatische Therapie durch einen Facharzt erforderlich
  • • Bei Verzehr von normaler Gartenkarotte sind keine therapeutischen Maßnahmen nötig
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Wissenschaftlicher NameDaucus carota var. sativa
AliasnamenGartenmöhre、Wilde Rübe、Gelbe Rübe
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeUngiftig
Zielorgane
Haut
Wirkmechanismus

• Psoralene im krautigen Pflanzenteil wirken phototoxisch und lösen bei Hautkontakt und gleichzeitiger UV-Einstrahlung lokale Entzündungsreaktionen aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nager (Kaninchen, Meerschweinchen): Ungiftig, die Möhrenwurzel ist ein beliebtes gesundes Futter, das Kraut kann ebenfalls in Maßen gefüttert werden.
Wiederkäuer (Kühe, Schafe, Ziegen): Ungiftig, sowohl Wurzel als auch Kraut können als Futtermittel verwendet werden, keine bekannten Vergiftungsfälle.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Hundspetersilie Aethusa cynapium
Optisch sehr ähnlich zur Wildmöhre, aber giftig. Unterscheidungsmerkmal: Beim Zerreiben von Blättern riecht Hundspetersilie unangenehm stechend, während Karotte typischen Möhrengeruch entwickelt.
Wiesen-Kerbel Anthriscus sylvestris
Ähnelt der Wildmöhre stark im Wuchs, ist aber ungiftig. Hat feinere Blättchen und einen milden kräuterigen Geruch beim Zerreiben.
Gefleckter Schierling Conium maculatum
Sehr ähnlich im Aussehen, aber extrem giftig. Unterscheidungsmerkmal: Der Stängel hat charakteristische dunkelrote Flecken, die bei der Karotte fehlen.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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