Spanischer Pfeffer, Paprika giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 1,682 fanden dies hilfreich
Spanischer Pfeffer, Paprika
1

Ganze Pflanze ist giftig, ausgenommen die Früchte der ungiftigen Gemüsepaprika

2

Hauptgiftstoffe wie Capsaicine werden beim Kochen nicht zerstört

3

Kontakt oder Einnahme führen zu Reizungen bis hin zu Nierenschäden

Häufige Fragen

Ist Spanischer Pfeffer, Paprika giftig für Menschen?

Brennen, Rötung und Blasenbildung auf Haut und Schleimhäuten, Konjunktivitis bei Augenkontakt. Nach Einnahme Magen-Darm-Reizerscheinungen, Gastritis, Diarrhoe, Gallenspasmen, Harnwegsreizungen mit Brennen bei Miktion und Nierenschäden (Mäßig)

Ist Spanischer Pfeffer, Paprika giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren (Gering)

Ist Spanischer Pfeffer, Paprika giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren (Gering)

Ist Spanischer Pfeffer, Paprika giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Brennen, Rötung und Blasenbildung auf Haut und Schleimhäuten, Konjunktivitis bei Augenkontakt. Nach Einnahme Magen-Darm-Reizerscheinungen, Gastritis, Diarrhoe, Gallenspasmen, Harnwegsreizungen mit Brennen bei Miktion und Nierenschäden

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar. Bei Verdacht auf Einnahme sofort einen Tierarzt konsultieren

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, ausgenommen die Frucht der Gemüsepaprika. Hohe Giftkonzentrationen finden sich in den Früchten scharfer Sorten, vor allem in Samen und Stielen
VergiftungswegHautkontakt, Augenkontakt, orale Einnahme
Giftige InhaltsstoffeGlykoalkaloide (u.a. Solasonin, Solamargin); Fettsäureamide (u.a. Capsaicin, Dihydrocapsaicin); Steroidsaponine (Capsicoside A-D); Azyklische Diterpenglycoside (Capsianoside); Carotinoide, ätherisches Öl, Vitamin C

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei Hautkontakt: Betroffene Stellen unverzüglich mit Milch abwaschen
  • • Bei Augenkontakt: Augen mindestens 10 Minuten mit lauwarmen Wasser gründlich ausspülen
  • • Bei Einnahme kleiner Mengen: Milch verabreichen, Erbrechen nur nach ärztlicher Anleitung auslösen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn das Tier größere Mengen scharfen Paprika oder Pflanzenteile aufgenommen hat
  • • Wenn Symptome wie übermäßiges Speicheln, Erbrechen, Durchfall oder Schmerzen auftreten
  • • Bei Augenkontakt mit Saft von scharfen Paprikasorten

Prävention

  • • Scharfe Paprika und Chiliprodukte für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren
  • • Bei Verarbeitung von scharfen Sorten Handschuhe tragen, Augenkontakt vermeiden
  • • Gemüsepaprika eindeutig von giftigen ähnlichen Arten wie dem Korallenstrauch unterscheiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (Entfernung von Pflanzenresten, Haut- und Augenspülung)
  • • Symptomatische Therapie je nach Beschwerdebild (z.B. Behandlung von Gastritis)
  • • Kontrolle der Nierenfunktion bei schwereren Vergiftungsfällen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameCapsicum annuum L.; Capsicum cordiforme Mill.; Capsicum annuum L. var. minimum (Mill.) Heiser; Capsicum annuum L. var. longum (Sendtn.)
AliasnamenChilipfeffer、Scharfer Paprika
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
HautSchleimhäuteAugenMagen-Darm-TraktGallenwegeHarnwegeNieren
Wirkmechanismus

• Capsaicine und Glykoalkaloide reizen direkt Haut- und Schleimhautzellen

• Giftstoffe lösen Entzündungsreaktionen im Magen-Darm-Trakt und den Harnwegen aus

• In hohen Dosen führen die Inhaltsstoffe zu Organschäden an den Nieren

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Ratte, Maus: Aufnahme der Giftstoffe führt zu Hyperthermie, in hohen Dosen zum Tod
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Capsicum-Arten Capsicum spp.
Ähnliche Fruchtform, unterscheiden sich im Gehalt an Capsaicinen, teilweise sind die Giftstoffe deutlich höher konzentriert
Korallenstrauch Solanum pseudocapsicum
Sehr ähnliche kleine rote Früchte, ist jedoch deutlich giftiger als essbare Gemüsepaprika und führt zu schwereren Vergiftungen
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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