Gemeiner Stechapfel giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,816 fanden dies hilfreich
Gemeiner Stechapfel
1

Alle Pflanzenteile sind giftig, die höchste Toxizität liegt im Frühjahr bei Jungpflanzen vor.

2

Giftige Hauptinhaltsstoffe sind L-Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin.

3

Vergiftung führt zu schweren Nerven- und Kreislaufsymptomen, unbehandelt kann sie tödlich enden.

Häufige Fragen

Ist Gemeiner Stechapfel giftig für Menschen?

Tachykardie, erweiterte Pupillen, trockener Mund, Bewegungsstörungen, Krämpfe, Kolik, erhöhte Harnausscheidung, Überempfindlichkeit, im schlimmsten Fall Koma (Sehr stark)

Ist Gemeiner Stechapfel giftig für Katzen?

Symptome entsprechen den allgemeinen Vergiftungszeichen: Tachykardie, trockene Maulschleimhäute, erweiterte Pupillen, Inkoordination, Krämpfe bis hin zum Koma (Sehr stark)

Ist Gemeiner Stechapfel giftig für Hunde?

Symptome entsprechen den allgemeinen Vergiftungszeichen: Tachykardie, trockene Maulschleimhäute, erweiterte Pupillen, Inkoordination, Krämpfe bis hin zum Koma (Sehr stark)

Ist Gemeiner Stechapfel giftig für Pferde?

Akut: Kolik, Magenruptur durch paralytischen Ileus; chronisch: Appetitlosigkeit, Tachykardie, beschleunigte Atmung, Depression, Fieber, erhöhte Harnausscheidung, erhöhter Durst, Durchfall, erweiterte Pupillen (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Tachykardie, erweiterte Pupillen, trockener Mund, Bewegungsstörungen, Krämpfe, Kolik, erhöhte Harnausscheidung, Überempfindlichkeit, im schlimmsten Fall Koma

Katzen
Sehr stark

Symptome entsprechen den allgemeinen Vergiftungszeichen: Tachykardie, trockene Maulschleimhäute, erweiterte Pupillen, Inkoordination, Krämpfe bis hin zum Koma

Hunde
Sehr stark

Symptome entsprechen den allgemeinen Vergiftungszeichen: Tachykardie, trockene Maulschleimhäute, erweiterte Pupillen, Inkoordination, Krämpfe bis hin zum Koma

Pferde
Sehr stark

Akut: Kolik, Magenruptur durch paralytischen Ileus; chronisch: Appetitlosigkeit, Tachykardie, beschleunigte Atmung, Depression, Fieber, erhöhte Harnausscheidung, erhöhter Durst, Durchfall, erweiterte Pupillen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, höchste Giftigkeit im Frühjahr; der Alkaloidgehalt nimmt beim Trocknen nur langsam ab
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen (besonders Samen oder Blätter), seltener Hautkontakt mit Pflanzensäften
Giftige InhaltsstoffeTropanalkaloide; L-Hyoscyamin; Atropin; Scopolamin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen unterbinden und betroffenes Individuum von der Pflanze entfernen
  • • Reste der aufgenommenen Pflanze zur späteren Identifizierung sammeln und aufbewahren
  • • Kein Erbrechen herbeiführen ohne ausdrückliche Anweisung von Arzt oder Tierarzt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jedem Verdacht auf Aufnahme von Stechapfel, auch vor Auftreten von ersten Symptomen
  • • Bei Auftreten von ersten Anzeichen wie erweiterte Pupillen, trockene Schleimhäute oder Bewegungsstörungen
  • • Bei schweren Symptomen wie Krämpfen, Kolik oder Bewusstlosigkeit

Prävention

  • • Wildwachsende Stechapfelpflanzen auf Weiden, Grundstücken und Futteranbauflächen umgehend entfernen
  • • Futter für Haustiere und Nutztiere regelmäßig auf Verunreinigungen mit Stechapfel überprüfen
  • • Kinder und Haustiere von Stechapfelpflanzen fernhalten, um versehentliche Aufnahme zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen (z.B. Aktivkohlegabe) unter ärztlicher/tierärztlicher Aufsicht
  • • Symptomatische Therapie gemäß geltender Notfalltherapieprotokolle
  • • Gabe von Physostigmin nach ärztlicher Anordnung
  • • Verzicht auf morphin- oder opiathaltige Präparate, da diese einen Synergieeffekt mit den giftigen Inhaltsstoffen haben
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameDatura stramonium L.
AliasnamenWeisser Stechapfel、Asthmakraut
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
Zentrales NervensystemHerz-Kreislauf-SystemVerdauungstraktAugenHarnwege
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Tropanalkaloide wirken als kompetitive Antagonisten von Acetylcholin im Nervensystem und stören so die körpereigene Signalübertragung

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Schwein: Vergiftungserscheinungen umfassen Appetitlosigkeit, Verstopfung, Fieber, Milchmangel, Aborte und Störungen des Zentralnervensystems
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Datura-Arten Datura spp.
Sehr ähnliches Erscheinungsbild, alle Arten sind sehr stark giftig, Unterschiede liegen vor allem in Blütenfarbe und Wuchshöhe
Engelstrompete Brugmansia spp.
Gehört zur selben Familie, ähnliche Inhaltsstoffe und Toxizität, unterscheidet sich durch überwiegend hängende, größere Blüten
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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