Weisser Knollenblätterpilz giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 3,208 fanden dies hilfreich
Amanita virosa (Fr.) Bertillon
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Der Pilz ist extrem giftig, seine Wirkstoffe sind hitzebeständig und bleiben auch nach Trocknung über 10 Jahre wirksam.

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Vergiftung hat eine Latenzzeit von 8-12 Stunden, nach scheinbarer Besserung folgt die lebensgefährliche hepatorenale Phase.

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Schon die Aufnahme eines kleinen Stückes kann tödlich verlaufen, bei Verdacht umgehend medizinische Hilfe suchen.

Häufige Fragen

Ist Weisser Knollenblätterpilz giftig für Menschen?

Latenzzeit 8-12 (max 48) Stunden, danach massive gastrointestinale Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, kolikartige Bauchschmerzen, wässriger Durchfall, starke Austrocknung. Nach 12-24 stündigem symptomfreiem Intervall folgt 2-4 Tage später die hepatorenale Phase mit Anstieg der Leberenzyme, Ikterus, Gerinnungsstörungen, Blutungen, hepatischem Koma, Urämie und Nierenversagen. (Sehr stark)

Ist Weisser Knollenblätterpilz giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen. (Sehr stark)

Ist Weisser Knollenblätterpilz giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen. (Sehr stark)

Ist Weisser Knollenblätterpilz giftig für Pferde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Latenzzeit 8-12 (max 48) Stunden, danach massive gastrointestinale Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, kolikartige Bauchschmerzen, wässriger Durchfall, starke Austrocknung. Nach 12-24 stündigem symptomfreiem Intervall folgt 2-4 Tage später die hepatorenale Phase mit Anstieg der Leberenzyme, Ikterus, Gerinnungsstörungen, Blutungen, hepatischem Koma, Urämie und Nierenversagen.

Katzen
Sehr stark

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen.

Hunde
Sehr stark

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen.

Pferde
Sehr stark

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, die Aufnahme verursacht schwere, potenziell tödliche Vergiftungen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pilzteile (Hut, Stiel, Lamellen, Myzel) sind giftig, auch nach Kochen, Braten oder Trocknung bleibt die Toxizität erhalten.
VergiftungswegOrale Aufnahme durch versehentlichen Verzehr, reiner Hautkontakt ist ungefährlich.
Giftige InhaltsstoffeAmatoxine (vorwiegend α- und β-Amanitine); Virotoxine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort Erbrechen auslösen, falls die Aufnahme weniger als 2 Stunden zurückliegt
  • • Umgehend medizinische Kohle (z. B. Carbovit®) verabreichen
  • • Keine Hausmittel anwenden, sofort Notarzt oder Giftnotruf kontaktieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn ein Haustier (Katze, Hund, Pferd) den Pilz aufgenommen hat
  • • Bei Auftreten von Erbrechen, Durchfall oder Apathie bei Tieren nach möglichem Pilzkontakt
  • • Wenn der aufgenommene Pilz nicht eindeutig als essbar identifiziert werden kann

Prävention

  • • Wildpilze nur sammeln und verzehren, wenn Sie sie zweifelsfrei erkennen können
  • • Junge Pilze ohne ausgeprägten Hut besonders sorgfältig prüfen, um Verwechslungen zu vermeiden
  • • Keine selbst gesammelten Wildpilze an Kinder oder Haustiere verfüttern

Behandlung & Prognose

  • • Wiederholte Gabe von medizinischer Kohle zur Bindung der Gifte im Magen-Darm-Trakt
  • • Verabreichung von Cyclosporin A, Rifampicin oder Silibinin zum Schutz der Leberzellen
  • • Bei erhöhten Leberenzymen zusätzliche Gabe von N-Acetylcystein
  • • Bei schwerem Organversagen ggf. Dialyse oder Lebertransplantation durchführen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAmanita virosa (Fr.) Bertillon
AliasnamenKegelhütiger Knollenblätterpilz、Spitzhütiger Knollenblätterpilz、Spitzhütiger Giftwulstling
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
LeberNierenMagen-Darm-TraktZentralnervensystemBlutbildungssystem
Wirkmechanismus

• Amatoxine hemmen die RNA-Polymerase II in Körperzellen, blockieren die Proteinbiosynthese und führen zum Absterben von Zellen

• Die Gifte werden über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und schädigen vor allem Leber und Nieren irreversibel

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Huhn: Vergiftung führt zu Anämie sowie Verminderung von Lymphozyten und Monozyten im Blut.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Bleigrauer Bovist Bovista plumbea
Junge Stadien des Weißen Knollenblätterpilzes können mit dem essbaren Bleigrauen Bovist verwechselt werden. Der Knollenblätterpilz besitzt eine Wulst am Stielansatz und Lamellen, die der Bovist nicht hat.
Birnenstäubling Lycoperdon pyriforme
Verwechslungsgefahr mit dem essbaren Birnenstäubling. Der Stäubling hat eine stachelige Oberfläche und keine Lamellen, im Gegensatz zum jungen Knollenblätterpilz.
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Verwandte giftige Pflanzen

Frühlings-Knollenblätterpilz
Amanita verna
Sehr stark giftig
Gelber Knollenblätterpilz
Amanita citrina
Sehr stark giftig
Grüner Knollenblätterpilz
Amanita phalloides
Sehr stark giftig

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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