Lachenals Rebendolde giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 2,257 fanden dies hilfreich
Oenanthe lachanalii C.C.Gmel.
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Alle Pflanzenteile einschließlich getrockneter Exemplare enthalten das Nervengift Oenanthotoxin, das auch nach Kochen aktiv bleibt.

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Ein Verzehr führt bei Weidetieren oft zu schweren Symptomen bis hin zum tödlichen Verlauf.

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Bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr ist unverzüglich eine tierärztliche Behandlung erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Lachenals Rebendolde giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten zu Vergiftungen bei Menschen verfügbar, ein Verzehr wird aufgrund der hohen Tiergiftigkeit dringend abgeraten. (Stark)

Ist Lachenals Rebendolde giftig für Katzen?

Keine spezifischen Studien verfügbar, aufgrund der generellen Giftigkeit der Pflanze wird eine hohe Gefahr für Katzen vermutet. (Stark)

Ist Lachenals Rebendolde giftig für Hunde?

Keine spezifischen Studien verfügbar, aufgrund der generellen Giftigkeit der Pflanze wird eine hohe Gefahr für Hunde vermutet. (Stark)

Ist Lachenals Rebendolde giftig für Pferde?

Speichelfluss, Kolik, Verstopfung, erweiterte Pupillen, Krämpfe, unsicherer Gang, beschleunigter Herzschlag, beschleunigte Atmung, Lähmung bis hin zum Tod, oder Durchfall mit langsamer Erholung. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Keine spezifischen Daten zu Vergiftungen bei Menschen verfügbar, ein Verzehr wird aufgrund der hohen Tiergiftigkeit dringend abgeraten.

Katzen
Stark

Keine spezifischen Studien verfügbar, aufgrund der generellen Giftigkeit der Pflanze wird eine hohe Gefahr für Katzen vermutet.

Hunde
Stark

Keine spezifischen Studien verfügbar, aufgrund der generellen Giftigkeit der Pflanze wird eine hohe Gefahr für Hunde vermutet.

Pferde
Stark

Speichelfluss, Kolik, Verstopfung, erweiterte Pupillen, Krämpfe, unsicherer Gang, beschleunigter Herzschlag, beschleunigte Atmung, Lähmung bis hin zum Tod, oder Durchfall mit langsamer Erholung.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, auch in getrocknetem Zustand
VergiftungswegAufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeOenanthotoxin (Polyacetylen)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortiges Entfernen aller verbliebenen Pflanzenteile aus dem Maul des betroffenen Tieres
  • • Kein selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung
  • • Unverzügliche Kontaktaufnahme mit einem Tierarzt oder einer tierischen Giftnotrufzentrale

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr der Pflanze, auch ohne sofort auftretende Symptome
  • • Bei Auftreten von Krämpfen, Gangunsicherheit, übermäßigem Speichelfluss oder Atemproblemen nach Kontakt zur Pflanze
  • • Bei ungeklärten Krankheitssymptomen bei Weidetieren mit Zugang zu Beständen dieser Pflanze

Prävention

  • • Weiden regelmäßig auf Bestände dieser giftigen Pflanze untersuchen und diese umgehend fachgerecht entfernen
  • • Tiere nicht an unkontrollierten Gewässerrändern fressen lassen, wo diese Pflanze häufig vorkommt
  • • Futtervorräte regelmäßig auf Verunreinigungen mit Teilen dieser Pflanze prüfen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Gabe von Aktivkohle) nach tierärztlicher Anweisung
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Krämpfen, Kolik und Herz-/Atemproblemen
  • • Dauerhafte Überwachung der Vitalfunktionen bis zur vollständigen Erholung des Tieres
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameOenanthe lachanalii C.C.Gmel.
AliasnamenLachenals Wasserfenchel、Wiesen-Wasserfenchel、Wiesen-Pferdesaat
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
NervensystemHerz-Kreislauf-SystemMagen-Darm-TraktAtmungsorgane
Wirkmechanismus

• Oenanthotoxin wirkt als starkes Nervengift, das Veränderungen der Erregbarkeit von Nervenzellen auslöst

• Die Giftwirkung bleibt auch nach Kochen oder Trocknen der Pflanze vollständig erhalten

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Symptome identisch zu Pferden: Speichelfluss, Kolik, Verstopfung, Krämpfe, Gangunsicherheit, beschleunigter Herz- und Atemschlag, Lähmung, Tod oder Durchfall mit langsamer Erholung.
Schwein: Verzehr führt entweder zu Erbrechen oder sehr schnellem Tod ohne vorherige deutliche Symptome.
Schaf: Hauptsymptom bei Vergiftung ist Durchfall, schwere tödliche Verläufe sind bei dieser Tierart selten.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Wasserfenchel-Arten Oenanthe spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Arten dieser Gattung sind mehr oder weniger stark giftig, keine sichere Unterscheidung ohne Fachwissen möglich.
Wiesen-Kerbel Anthriscus sylvestris
Optisch ähnlich, diese Art ist ungiftig; Unterscheidungsmerkmal: fehlender unangenehmer Geruch bei Verletzung von Pflanzenteilen.
Gefleckter Schierling Conium maculatum
Optisch ähnlich, diese Art ist sehr stark giftig; Unterscheidungsmerkmal: charakteristische rote Flecken am Stängel.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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