Sardischer Hahnenfuss giftig?
Die Giftigkeit entsteht erst bei Verletzung oder Welken der Pflanze durch enzymatische Spaltung des ungiftigen Ranunculin zu toxischem Protoanemonin
Getrocknete Pflanzen im Dürrfutter sind ungiftig, da Protoanemonin zum unschädlichen Anemonin dimerisiert
Schwere Vergiftungen treten nur bei Aufnahme großer Mengen (≥2 kg bei Pferden) oder langfristiger Fütterung über mehrere Wochen auf
Häufige Fragen
Ist Sardischer Hahnenfuss giftig für Menschen?
Keine spezifischen Falldaten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen sind Schleimhautreizungen im Mund, Magen-Darm-Beschwerden und Hautreizungen zu erwarten (Gering)
Ist Sardischer Hahnenfuss giftig für Katzen?
Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme treten typischerweise Maulschleimhautreizungen, Erbrechen und Durchfall auf (Gering)
Ist Sardischer Hahnenfuss giftig für Hunde?
Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme sind Schleimhautreizungen, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall wahrscheinlich (Gering)
Ist Sardischer Hahnenfuss giftig für Pferde?
Leichte Vergiftung: Gastroenteritis. Bei hoher oder langfristiger Aufnahme: Bläschenbildung, Schwellung von Maul und Lippen mit Speichelfluss, Kolik, Durchfall, Hämaturie, Tremor, Krämpfe, Paralyse, selten Tod durch Atemlähmung, ggf. Euterentzündungen bei Stuten (Stark)
Giftigkeitsdetails
Keine spezifischen Falldaten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen sind Schleimhautreizungen im Mund, Magen-Darm-Beschwerden und Hautreizungen zu erwarten
Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme treten typischerweise Maulschleimhautreizungen, Erbrechen und Durchfall auf
Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme sind Schleimhautreizungen, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall wahrscheinlich
Leichte Vergiftung: Gastroenteritis. Bei hoher oder langfristiger Aufnahme: Bläschenbildung, Schwellung von Maul und Lippen mit Speichelfluss, Kolik, Durchfall, Hämaturie, Tremor, Krämpfe, Paralyse, selten Tod durch Atemlähmung, ggf. Euterentzündungen bei Stuten
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Sofort weitere Aufnahme der Pflanze verhindern
- • Mundhöhle vorsichtig mit klarem Wasser ausspülen, falls Pflanzenteile vorhanden sind
- • Kein selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne tierärztliche Anweisung
Sofort Tierarzt rufen
- • Bei nachgewiesener Aufnahme großer Mengen der Pflanze
- • Wenn Symptome wie anhaltender Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall oder Krämpfe auftreten
- • Bei Verdacht auf langfristige Aufnahme durch Weidetiere
Prävention
- • Weiden regelmäßig auf Vorkommen von Hahnenfuss-Arten kontrollieren und Befall umgehend beseitigen
- • Frische Hahnenfuss-Reste dürfen nicht in das Futter von Tieren gelangen
- • Silage erst nach mindestens 2 Monaten Lagerung verfüttern, da der Giftgehalt bis dahin auf untoxische Werte sinkt
Behandlung & Prognose
- • Dekontaminationsmaßnahmen durch den Tierarzt durchführen lassen
- • Gabe von Schleimhautschutzmitteln zur Linderung von Reizungen im Verdauungstrakt
- • Symptomatische Therapie, ggf. mit Antihistaminika, Krampflösern oder Schmerzmitteln je nach Beschwerdebild
Professionelle Toxikologie
• Ungiftiges Ranunculin wird bei Verletzung oder Welken der Pflanze enzymatisch zu giftigem Protoanemonin gespalten
• Protoanemonin reizt stark alle Schleimhäute und schädigt bei hoher Dosis das Nervensystem und die Nieren
• Bei Trocknung dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, sodass getrocknete Pflanzen keine Gefahr darstellen
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

