Christrose (Schneerose) giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 2,603 fanden dies hilfreich
Christrose (Schneerose)
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Die gesamte Pflanze enthält toxische Substanzen wie Bufadienolide, Glykoside und Alkaloide.

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Sie ist hochgradig giftig für Katzen, Hunde und Pferde, schon kleine Mengen können tödlich wirken.

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Typische Symptome nach Aufnahme sind Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen.

Häufige Fragen

Ist Christrose (Schneerose) giftig für Menschen?

Mögliche Beschwerden bei Verzehr: Speichelfluss, brennende Mundschmerzen, blutiger Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, im Extremfall Tod. (Stark)

Ist Christrose (Schneerose) giftig für Katzen?

Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Apathie, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atemnot. (Sehr stark)

Ist Christrose (Schneerose) giftig für Hunde?

Starkes Erbrechen, blutiger Durchfall, Kolik, Krämpfe, Lähmungen, Herzstillstand bei schwerer Vergiftung. (Sehr stark)

Ist Christrose (Schneerose) giftig für Pferde?

12-stündige Latenzzeit, starker Speichelfluss, Zähneknirschen, Blähungen, blutiger Durchfall, Taumeln, epileptische Anfälle, Herzstillstand, Tod nach 3-4 Tagen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Mögliche Beschwerden bei Verzehr: Speichelfluss, brennende Mundschmerzen, blutiger Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, im Extremfall Tod.

Katzen
Sehr stark

Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Apathie, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atemnot.

Hunde
Sehr stark

Starkes Erbrechen, blutiger Durchfall, Kolik, Krämpfe, Lähmungen, Herzstillstand bei schwerer Vergiftung.

Pferde
Sehr stark

12-stündige Latenzzeit, starker Speichelfluss, Zähneknirschen, Blähungen, blutiger Durchfall, Taumeln, epileptische Anfälle, Herzstillstand, Tod nach 3-4 Tagen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze (insbesondere Wurzeln und Samen enthalten die höchste Konzentration an Giftstoffen)
VergiftungswegAufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen, Hautkontakt mit Saft kann Reizungen verursachen
Giftige InhaltsstoffeBufadienolide; Glykoside; Veratrin; Protoanemonin; Hellebrigenin; Hellebrin; Desglucohellebrin; Glucohellebrin; Celliamin; Sprintillamin; Sprintillin; Steroidsaponine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortigen Kontakt mit der Pflanze unterbrechen, verzehrte Reste wenn möglich sichern.
  • • Kein selbstständiges Erbrechen herbeiführen ohne tierärztliche/ärztliche Anweisung.
  • • Bei Hautkontakt die betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abwaschen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr von Pflanzenteilen.
  • • Beim Auftreten von Speichelfluss, Bauchschmerzen oder blutigem Durchfall nach Kontakt.
  • • Bei Krämpfen, Atembeschwerden oder Bewusstlosigkeit.

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Katzen, Hunden, Pferden und kleinen Kindern aufstellen.
  • • Beim Umgang mit der Pflanze Schutzhandschuhe tragen, Saft nicht auf Haut oder Schleimhäute kommen lassen.
  • • Über die Giftigkeit der Pflanze im Haushalt/Garten aufklären.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Aktivkohlegabe unter fachlicher Aufsicht).
  • • Symptomatische Therapie gegen Schmerzen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen.
  • • Dauerhafte Überwachung der Herzfunktion bei schweren Vergiftungen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHelleborus niger
AliasnamenHellebore、Weihnachtsrose、Osterrose
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerzZentralnervensystemSchleimhäute
Wirkmechanismus

• Kardiotoxische Bufadienolide stören die Herzfunktion und führen zu Rhythmusstörungen bis zum Herzstillstand.

• Glykoside und Protoanemonin reizen den Magen-Darm-Trakt stark und verursachen Entzündungen und Blutungen.

• Neurotoxische Alkaloide wirken auf das Zentralnervensystem und lösen Krämpfe sowie Lähmungen aus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Wiederkäuer: 12-stündige Latenzzeit, starke Speichelfluss, Zähneknirschen, Erbrechen, Wiederkäuestörungen, Blähungen, blutiger Durchfall, Krämpfe, Herzstillstand, Tod nach 3-4 Tagen.
Schwein: Starkes Erbrechen, blutiger Durchfall, Tod nach 3-4 Tagen unter Krämpfen und Lähmungen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Nieswurz-Arten Helleborus spp.
Verschiedene Arten der Gattung Helleborus sind sich optisch sehr ähnlich, alle sind hochgradig giftig. Unterschiede liegen hauptsächlich in Blütenfarbe und Blattstruktur.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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