Weisse Lupine giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 4,928 fanden dies hilfreich
Weisse Lupine
1

Süsslupinen sind mäßig giftig (+), Bitterlupinen und pilzbefallene Lupinen sind stark bis sehr stark giftig.

2

Alle Pflanzenteile, vor allem Samen und Hülsen, sind giftig, die Wirkung bleibt auch im Dürrfutter erhalten.

3

Verzehr während der frühen Trächtigkeit bei Wiederkäuern führt zu schweren Fehlbildungen bei Neugeborenen.

Häufige Fragen

Ist Weisse Lupine giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten bekannt, bei Verzehr können Magen-Darm-Beschwerden, neurologische Symptome oder teratogene Wirkungen auftreten. (Mäßig)

Ist Weisse Lupine giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Weisse Lupine giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Weisse Lupine giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Daten bekannt, bei Verzehr können Magen-Darm-Beschwerden, neurologische Symptome oder teratogene Wirkungen auftreten.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, vor allem Samen und Hülsen; die Alkaloidwirkung bleibt im Dürrfutter erhalten.
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen, kontaminiertem Futter oder Milch von Tieren, die giftige Lupinen gefressen haben.
Giftige InhaltsstoffeChinolizidinalkaloide; Lupanin; Lupinin; 13α-Hydroxylupanin; Spartein; Anagyrin; Baptifolin; Cytisin; N-Methylcytisin; Thermopsin; Piperidinalkaloide; Ammodendrin; N-Acetylhystrin; N-Methylammodendrin; Gramin; Mykotoxine bei Pilzbefall

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Kein Erbrechen herbeiführen, außer es wird explizit von einem Arzt/Tierarzt empfohlen.
  • • Bei oralem Verzehr sofort medizinische Kohle verabreichen, falls verfügbar.
  • • Alle verbliebenen Pflanzenteile sichern, um später die Identifizierung zu erleichtern.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jedem Verdacht auf Verzehr von Lupinen durch Haustiere oder Nutztiere.
  • • Wenn neurologische Symptome, Lahmheiten oder ungewöhnliche Beschwerden nach Kontakt auftreten.
  • • Bei trächtigen Tieren, die möglicherweise Lupinen gefressen haben.

Prävention

  • • Futter für Tiere regelmäßig auf Verunreinigungen mit Lupinen überprüfen.
  • • Pilzbefallene Lupinenpflanzen sofort entfernen und nicht als Futter verwenden.
  • • Süsslupinen nur in zulässigen Mengen als Futtermittel einsetzen, da auch sie geringe Alkaloidmengen enthalten.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontaminationsmaßnahmen wie Magenspülung oder Verabreichung von medizinischer Kohle je nach Zeitpunkt der Aufnahme.
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von neurologischen Beschwerden oder anderen auftretenden Symptomen.
  • • Engmaschige Überwachung der Patienten, insbesondere bei trächtigen Tieren und Neugeborenen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameLupinus albus L.; Lupinus sativus Gaertn.
AliasnamenWeisse Wolfsbohne、Lupin blanc、Lupino bianco
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Zentrales NervensystemSkelettsystemMuskelapparatMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Chinolizidin- und Piperidinalkaloide wirken neurotoxisch und lösen den sogenannten Lupinismus aus.

• Alkaloide wie Anagyrin wirken teratogen, wenn sie zwischen dem 38. und 70. Trächtigkeitstag aufgenommen werden.

• Die giftigen Inhaltsstoffe werden nicht durch Trocknung oder Lagerung inaktiviert und bleiben auch in der Milch von betroffenen Tieren aktiv.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig (+++)
Schaf, Ziege, Rind: Verzehr in der frühen Trächtigkeit führt zur sogenannten Krüppelkalb-Krankheit mit Fehlbildungen bei Neugeborenen, akute neurologische Erkrankungen (Lupinismus) möglich.
Kälber: Nur leichte Kontrakturen der Vorderläufe sind vollständig heilbar, schwere Fehlbildungen führen zu dauerhaften Schäden oder Tod.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Lupinen-Arten Lupinus spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Lupinen-Arten weisen eine vergleichbare Giftigkeit auf, teilweise mit höherem Alkaloidgehalt.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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