Wiesen-Bärenklau giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 2,094 fanden dies hilfreich
Wiesen-Bärenklau
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Die Pflanze enthält phototoxische Furocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht Hautreizungen oder Blasenbildung verursachen.

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Am giftigsten ist vor allem der Stängelsaft, Blätter mancher Unterarten sind in der Regel nicht phototoxisch.

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Bei Tieren ist die Toxizität bei einfacher Berührung sehr gering, Fressaufnahme kann aber Symptome auslösen.

Häufige Fragen

Ist Wiesen-Bärenklau giftig für Menschen?

Phototoxische Hautreaktionen wie Rötung, Blasenbildung oder schmerzhafte Dermatitis nach Kontakt mit Pflanzensaft und anschließender Sonneneinstrahlung. (Mäßig)

Ist Wiesen-Bärenklau giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, Kontakt mit Pflanzensaft sollte zur Vermeidung von Reizungen aber vermieden werden. (Gering)

Ist Wiesen-Bärenklau giftig für Hunde?

Phototoxische Hautreaktionen nach Kontakt oder Fressaufnahme möglich, schwere Vergiftungen sind aber selten. (Gering)

Ist Wiesen-Bärenklau giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, Fressaufnahme größerer Mengen sollte unbedingt vermieden werden. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Phototoxische Hautreaktionen wie Rötung, Blasenbildung oder schmerzhafte Dermatitis nach Kontakt mit Pflanzensaft und anschließender Sonneneinstrahlung.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, Kontakt mit Pflanzensaft sollte zur Vermeidung von Reizungen aber vermieden werden.

Hunde
Gering

Phototoxische Hautreaktionen nach Kontakt oder Fressaufnahme möglich, schwere Vergiftungen sind aber selten.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, Fressaufnahme größerer Mengen sollte unbedingt vermieden werden.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileVor allem der Stängelsaft; Blätter der Unterarten sphondylium und sibircum sind in der Regel nicht phototoxisch, bei den Unterarten granatense und ternatum gibt es Schwankungen im Toxingehalt.
VergiftungswegHautkontakt mit dem Pflanzensaft, orale Aufnahme durch Fressen von Pflanzenteilen; die giftige Wirkung wird durch Sonneneinstrahlung stark verstärkt.
Giftige InhaltsstoffeBergapten; Xanthotoxin; Psoralen; Imperatorin; Angelicin; Isopimpinellin; Peucedanin; Oxypeucedanin; Ostruthol; Isoimperatorin; Pimpinellin; Isobergapten; Marmesin; Phellopterin; Sphondin; Apterin; Archangelin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Betroffene Hautstellen sofort mit kaltem Wasser und Seife gründlich abwaschen, um Pflanzensaft zu entfernen.
  • • Alle betroffenen Körperstellen mindestens 48 Stunden lang vollständig vor Sonneneinstrahlung schützen.
  • • Bei oraler Aufnahme kleine Mengen Wasser zu sich nehmen, Erbrechen nicht eigenmächtig herbeiführen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn bei Ihrem Tier nach Kontakt starke Hautrötungen, Blasenbildung oder starke Schmerzen auftreten.
  • • Wenn Ihr Tier nachweislich große Mengen der Pflanze gefressen hat.
  • • Wenn Symptome wie Entzündungen im Maul, Appetitlosigkeit oder Verhaltensänderungen beobachtet werden.

Prävention

  • • Tragen Sie bei Kontakt mit der Pflanze lange Kleidung, wasserdichte Handschuhe und Augenschutz.
  • • Lassen Sie Ihre Tiere nicht in Gebieten mit nachgewiesenem Bärenklau-Vorkommen unbeaufsichtigt grasen.
  • • Entfernen Sie die Pflanze nicht ohne ausreichenden Schutz aus Ihrem Garten, lassen Sie dies ggf. von Fachkräften durchführen.

Behandlung & Prognose

  • • Lokale Therapie mit antibiotika- und glukokortikoidhaltigen Salben bei Hautreaktionen.
  • • Gabe von Analgetika zur Linderung von Schmerzen bei starken Beschwerden.
  • • Strenge Vermeidung von Sonneneinstrahlung der betroffenen Stellen bis zur vollständigen Abheilung.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHeracleum sphondylium L.s.l.
AliasnamenGemeine Bärenklau
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
HautSchleimhäute (bei oraler Aufnahme)
Wirkmechanismus

• Phototoxische Furocumarine lösen bei Kontakt mit Haut und anschließender UV-Strahlung oxidative Schädigungen von Hautzellen aus, die zu Reizungen und Entzündungen führen.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Phototoxische Hautreaktionen nach Kontakt mit Pflanzensaft nachgewiesen.
Schafe: Phototoxische Hautreaktionen nach Kontakt mit Pflanzensaft nachgewiesen.
Ziegen: Ulzeröse Stomatitis (Maulschleimhautentzündung mit Geschwüren) nach Fressaufnahme von Bärenklau nachgewiesen.
Geflügel: Phototoxische Effekte nachgewiesen, bei Entenküken tritt Kontaktdermatitis der unpigmentierten Schnäbel auf.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Bärenklau-Arten andere Heracleum-Arten
Sehr ähnliches Aussehen, viele andere Arten wie der Riesen-Bärenklau sind deutlich giftiger und lösen schwerere Reaktionen aus.
Hecken-Kälberkropf Chaerophyllum temulum
Gehört ebenfalls zur Familie der Doldengewächse, hat ähnliche Blätter und Blütenstände, ist für Menschen und Tiere giftig.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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