Riesen-Bärenklau giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,997 fanden dies hilfreich
Riesen-Bärenklau
1

Alle Pflanzenteile insbesondere der Saft sind giftig, Kombination mit Sonnenlicht löst starke Reaktionen aus.

2

Bei Wiederkäufern, Geflügel und Hunden sind nach Kontakt oder Fressen Vergiftungserscheinungen nachgewiesen.

3

Nach Kontakt ist sofortige Reinigung der betroffenen Stellen und strikte Sonnenschutzmaßnahmen erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Menschen?

Hautrötung, schmerzhafte Blasenbildung, phototoxische Dermatitis, bei Augenkontakt Hornhautschäden (Mäßig)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, theoretisch Risiko von Hautreizungen bei Kontakt mit Saft und Sonneneinstrahlung (Gering)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Hunde?

Phototoxische Hautreaktionen an exponierten Körperstellen nach Kontakt mit dem Pflanzensaft (Gering)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, mögliche Hautreizungen bei Kontakt sowie Magen-Darm-Beschwerden bei Fressen größerer Mengen (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Hautrötung, schmerzhafte Blasenbildung, phototoxische Dermatitis, bei Augenkontakt Hornhautschäden

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, theoretisch Risiko von Hautreizungen bei Kontakt mit Saft und Sonneneinstrahlung

Hunde
Gering

Phototoxische Hautreaktionen an exponierten Körperstellen nach Kontakt mit dem Pflanzensaft

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, mögliche Hautreizungen bei Kontakt sowie Magen-Darm-Beschwerden bei Fressen größerer Mengen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGesamte Pflanze, insbesondere der Pflanzensaft
VergiftungswegDirekter Hautkontakt mit dem Saft, orale Aufnahme von Pflanzenteilen, Augenkontakt mit Saft
Giftige InhaltsstoffeBergapten; Xanthotoxin; Psoralen; Imperatorin; Angelicin; Isopimpinellin; Peucedanin; Oxypeucedanin; Ostruthol; Isoimperatorin; Pimpinellin; Isobergapten; Marmesin; Phellopterin; Sphondin; Apterin; Archangelin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Betroffene Hautstellen sofort mit reichlich kaltem Wasser und Seife gründlich reinigen
  • • Betroffene Bereiche vollständig vor Sonnenlicht schützen (abdecken, Aufenthalt im Dunkeln)
  • • Bei Augenkontakt sofort mit reichlich lauwarmem Wasser spülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Ihr Tier nach Kontakt Hautrötungen, Blasen oder auffällige Schmerzreaktionen zeigt
  • • Wenn das Tier Teile der Pflanze gefressen hat und Anzeichen von Mundschleimhautentzündung oder Magen-Darm-Beschwerden aufweist
  • • Bei Auftreten von Allgemeinsymptomen wie Fieber, Apathie oder Fressunlust nach Kontakt mit der Pflanze

Prävention

  • • Halten Sie Mensch und Tier von bekannten Beständen des Riesen-Bärenklaus fern
  • • Tragen Sie bei der Entfernung der Pflanze vollständige Schutzkleidung, Handschuhe und Augenschutz
  • • Entsorgen Sie abgeschnittene Pflanzenteile unzugänglich für Kinder und Tiere

Behandlung & Prognose

  • • Lokale Therapie mit antibiotika- und glukokortikoidhaltigen Salben bei Hautreaktionen
  • • Gabe von Analgetika zur Schmerzlinderung nach Absprache mit Arzt oder Tierarzt
  • • Konsequente Vermeidung von Sonnenlichtexposition der betroffenen Stellen bis zur vollständigen Abheilung
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHeracleum mantegazzianum Sommier & Levier
AliasnamenHerkulesstaude、Herkuleskraut
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
HautMundschleimhautAugenRachenschleimhaut
Wirkmechanismus

• Furocumarine führen bei Kontakt und nachfolgender UV-Strahlung (Sonnenlicht) zu phototoxischen Schädigungen von Hautzellen

• Orale Aufnahme führt bei empfindlichen Tierarten zu Reizungen und ulzerativen Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut

• Die Substanzen binden an zelluläre DNA und führen bei Lichteinwirkung zum Absterben von betroffenen Zellen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Phototoxische Hautreaktionen nach Kontakt mit Pflanzensaft und Sonneneinstrahlung nachgewiesen
Schafe: Phototoxische Effekte nach Kontakt mit der Pflanze bekannt
Ziegen: Ulzeröse Stomatitis nach Fressen von Pflanzenteilen, zusätzlich phototoxische Reaktionen möglich
Entenküken: Kontaktdermatitis an unpigmentierten Schnäbeln nach Kontakt mit der Pflanze nachgewiesen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Wiesen-Bärenklau Heracleum sphondylium
Optisch sehr ähnlich, aber deutlich kleiner als Riesen-Bärenklau, enthält ebenfalls Furocumarine jedoch in geringerer Konzentration.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gefleckter Schierling
Conium maculatum
Stark giftig
Wasserschierling
Wasserschierling
Cicuta virosa
Sehr stark giftig
Wilde Pastinak
Wilde Pastinak
Pastinaca sativa subsp. sylvestris
Schwach giftig bis giftig, ebenfalls phototoxisch

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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