Riesen-Bärenklau giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,239 fanden dies hilfreich
Heracleum maximum
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Riesen-Bärenklau ist nachweislich giftig für Katzen, Hunde und Pferde.

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Die Giftstoffe Furanocumarine führen zu Photosensibilisierung und Augentoxizität.

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Jeder Kontakt mit der Pflanze erfordert sofortige Maßnahmen und ggf. tierärztliche Hilfe.

Häufige Fragen

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Menschen?

Lichtempfindlichkeit mit ulzerativer, nässender Dermatitis sowie schwerwiegende Augenschäden bis zum dauerhaften Sehverlust. (Stark)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Katzen?

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität. (Stark)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Hunde?

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität. (Stark)

Ist Riesen-Bärenklau giftig für Pferde?

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Lichtempfindlichkeit mit ulzerativer, nässender Dermatitis sowie schwerwiegende Augenschäden bis zum dauerhaften Sehverlust.

Katzen
Stark

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität.

Hunde
Stark

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität.

Pferde
Stark

Photosensibilisierung mit ulzerativer und nässender Dermatitis sowie Augentoxizität.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile (insbesondere Saft, Blätter, Stängel und Früchte) sind giftig.
VergiftungswegDirekter Hautkontakt mit Pflanzensaft, orale Aufnahme oder Augenkontakt mit Pflanzenteilen.
Giftige InhaltsstoffeFuranocumarine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort Kontakt zur Pflanze unterbrechen und betroffene Hautstellen mit kaltem Wasser und Seife gründlich abwaschen.
  • • Betroffene Stellen für mindestens 48 Stunden vollständig vor Sonneneinstrahlung schützen und abdecken.
  • • Bei Augenkontakt die Augen sofort 10 bis 15 Minuten mit reichlich kaltem Wasser ausspülen.
  • • Bei oraler Aufnahme kleine Mengen Wasser geben, kein Erbrechen ohne tierärztliche Anweisung herbeiführen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Anzeichen von Dermatitis (Rötung, Bläschen, nässende Wunden) auftreten.
  • • Bei Augenkontakt oder Anzeichen von Augenschäden (Rötung, Schmerzen, Tränenfluss, Sehstörungen).
  • • Bei oraler Aufnahme der Pflanze oder Auftreten von allgemeinen Krankheitszeichen wie Apathie oder Fieber.

Prävention

  • • Bereiche mit Vorkommen von Riesen-Bärenklau für Haustiere und Weidetiere vollständig sperren.
  • • Bei Spaziergängen Tiere von unbekannten Doldenblütlern fernhalten und keine unbekannten Pflanzen füttern.
  • • Nach Kontakt mit unbekannten Pflanzen Haut von Mensch und Tier gründlich mit Seife abwaschen.

Behandlung & Prognose

  • • Tierärztliche Behandlung von Hautläsionen mit entzündungshemmenden und ggf. antibiotischen Präparaten.
  • • Therapie von Augenschäden durch einen Tierarzt, ggf. mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Augensalben.
  • • Strenger Schutz vor Sonneneinstrahlung bis zur vollständigen Abheilung aller Symptome.
  • • Ggf. Gabe von Antihistaminika bei schweren allergischen Reaktionen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHeracleum maximum
AliasnamenKuh-Bärenklau
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
HautAugenSchleimhäute
Wirkmechanismus

• Furanocumarine dringen bei Kontakt in Hautzellen ein und reagieren bei UV-Strahlung, was massive Zellschäden verursacht.

• Dies führt zu einer starken Überempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilisierung).

• Bei Augenkontakt schädigen die Giftstoffe die Hornhaut und weitere Augengewebe, was dauerhafte Schäden verursachen kann.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nager (Kaninchen, Meerschweinchen): Auch für Nager ist die Pflanze giftig, Kontakt führt zu Photosensibilisierung und Augenschäden.
Wiederkäuer (Kühe, Schafe, Ziegen): Bei Aufnahme oder Kontakt tritt ebenfalls starke Lichtempfindlichkeit und ulzerative Dermatitis auf.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gewöhnlicher Bärenklau Heracleum sphondylium
Hat ähnliche weiße Blütenstände, wird aber nur maximal 1,5 Meter hoch (Riesen-Bärenklau bis 4 Meter) und hat keine rot gefleckten Stängel.
Wilde Möhre Daucus carota
Gehört ebenfalls zu den Doldenblütlern mit weißen Blüten, hat aber feinere Blätter und keine giftigen Inhaltsstoffe im essbaren Wurzelbereich.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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