Chilistrauch giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 3,292 fanden dies hilfreich
Chilistrauch
1

Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders Fruchtsamen und Fruchtstiel enthalten hohe Konzentrationen an reizenden Capsaicinoiden.

2

Kontakt führt zu Haut- und Schleimhautreizungen, Einnahme verursacht Magen-Darm-Beschwerden bis Nierenschäden.

3

Erhitzen zerstört die scharfen Capsaicinoiden nicht, die Giftwirkung bleibt auch nach dem Kochen erhalten.

Häufige Fragen

Ist Chilistrauch giftig für Menschen?

Brennen, Rötung und Blasenbildung auf Haut und Schleimhäuten, Konjunktivitis bei Augenkontakt. Nach Einnahme Magen-Darm-Reizungen mit Gastritis, Diarrhoe, Gallenspasmen, Harnwegsreizungen mit Brennen beim Wasserlassen und Nierenschäden. (Mäßig)

Ist Chilistrauch giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen. (Gering)

Ist Chilistrauch giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen. (Gering)

Ist Chilistrauch giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Brennen, Rötung und Blasenbildung auf Haut und Schleimhäuten, Konjunktivitis bei Augenkontakt. Nach Einnahme Magen-Darm-Reizungen mit Gastritis, Diarrhoe, Gallenspasmen, Harnwegsreizungen mit Brennen beim Wasserlassen und Nierenschäden.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten in der vorliegenden Quelle verfügbar, es wird von vergleichbaren Reizwirkungen wie bei Menschen ausgegangen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, besonders hohe Giftkonzentrationen in Fruchtsamen und dem Stielende der Früchte.
VergiftungswegHautkontakt, Augenkontakt, orale Einnahme
Giftige InhaltsstoffeGlykoalkaloide (u.a. Solasonin, Solamargin, β2-Solamargin); Fettsäureamide (u.a. Capsaicin, Dihydrocapsaicin); Steroidsaponine (Capsicoside A-D); Azyklische Diterpenglycoside (Capsianosid); Carotinoide; Ätherisches Öl; Vitamin C

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei Hautkontakt: Betroffene Stellen sofort mit Milch gründlich abwaschen
  • • Bei Augenkontakt: Augen mindestens 10 Minuten mit lauwarmem Wasser ausspülen
  • • Bei oraler Einnahme kleiner Mengen: Sofort Milch verabreichen, kein Erbrechen herbeiführen
  • • Schleimhautreaktionen durch Spülen mit kaltem Wasser lindern

Sofort Tierarzt rufen

  • • Anhaltende Konjunktivitis oder Sehstörungen nach Augenkontakt
  • • Starke Magen-Darm-Beschwerden, Blut im Stuhl oder Brennen beim Wasserlassen nach Einnahme
  • • Blasenbildung auf Haut oder Schleimhäuten
  • • Bei Tieren mit anhaltenden Reizerscheinungen nach Aufnahme größerer Mengen

Prävention

  • • Pflanzen und getrocknete Früchte außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren lagern
  • • Bei der Verarbeitung von Chilifrüchten Schutzhandschuhe tragen und Kontakt mit Augen vermeiden
  • • Keine unbekannten Nachtschattengewächse mit kleinen roten Früchten verzehren, um Verwechslungen zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination je nach Expositionsweg durchführen
  • • Symptomatische Therapie entsprechend den auftretenden Beschwerden
  • • Gabe von Milch zur Linderung von Schleimhautreizungen
  • • Bei schweren Symptomen unverzüglich ärztliche oder tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameCapsicum frutescens L.
AliasnamenCayennepfeffer
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
HautSchleimhäuteAugenMagen-Darm-TraktGallenwegeHarnwegeNieren
Wirkmechanismus

• Capsaicin und weitere Inhaltsstoffe reizen direkt sensible Nervenenden in Haut und Schleimhäuten

• Glykoalkaloide üben eine zusätzliche toxische Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt und die Nieren aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Ratte: Auftreten von Hyperthermie bis Tod nach Aufnahme größerer Mengen
Maus: Auftreten von Hyperthermie bis Tod nach Aufnahme größerer Mengen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Capsicum-Arten Capsicum spp.
Optisch teilweise sehr ähnlich, unterscheiden sich aber im Gehalt an reizenden Capsaicinoiden deutlich.
Korallenstrauch Solanum pseudocapsicum
Gehört ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen, ist stark giftig und wird aufgrund seiner kleinen roten Früchte leicht mit essbaren Chilifrüchten verwechselt.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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