Berg-Ahorn giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 3,881 fanden dies hilfreich
Berg-Ahorn
1

Giftig vor allem für Pferde, nach aktuellem Datenstand keine bekannten toxischen Wirkungen bei Katzen und Hunden

2

Enthält Hypoglycin A in Samen und Keimlingen, Mykotoxine befallener Blätter verstärken die Giftwirkung zusätzlich

3

Unbehandelte Vergiftungen bei Pferden enden in 75% der Fälle innerhalb von 72 Stunden tödlich

Häufige Fragen

Ist Berg-Ahorn giftig für Menschen?

Keine bekannten Vergiftungssymptome beim Menschen nach aktuellem Datenstand (Ungiftig)

Ist Berg-Ahorn giftig für Katzen?

Keine bekannten toxischen Wirkungen bei Katzen nach aktuellem Datenstand (Ungiftig)

Ist Berg-Ahorn giftig für Hunde?

Keine bekannten toxischen Wirkungen bei Hunden nach aktuellem Datenstand (Ungiftig)

Ist Berg-Ahorn giftig für Pferde?

Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunkler Urin, häufiges Liegen, Kolikanzeichen, Muskelzittern, starke Muskelschmerzen (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungssymptome beim Menschen nach aktuellem Datenstand

Katzen
Ungiftig

Keine bekannten toxischen Wirkungen bei Katzen nach aktuellem Datenstand

Hunde
Ungiftig

Keine bekannten toxischen Wirkungen bei Hunden nach aktuellem Datenstand

Pferde
Sehr stark

Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunkler Urin, häufiges Liegen, Kolikanzeichen, Muskelzittern, starke Muskelschmerzen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileSamen, dunkel verfärbte Samen, befallene Blätter mit schwarzen Flecken
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Fressen von giftigen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeHypoglycin A; Mykotoxine von Rhytisma acerinum; Ggf. beteiligtes Bakterium Clostridium sordellii

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Betroffenes Tier sofort von der Weide entfernen und Zugang zu weiteren Ahorn-Pflanzenteilen verwehren
  • • Keine zusätzliche Futtergabe bis zur tierärztlichen Abklärung
  • • Bei ersten Symptomen unverzüglich einen tierärztlichen Notdienst kontaktieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener Aufnahme von Berg-Ahorn-Teilen durch Pferde
  • • Bei Auftreten von Muskelschwäche, dunklem Urin oder Kolik nach Weidegang in Risikoperioden
  • • Bei Verdacht auf atypische Weidemyopathie

Prävention

  • • In Risikoperioden Frühling und Herbst (Oktober bis Dezember) Weidedauer von Pferden auf maximal 6 Stunden beschränken
  • • Pferde nicht auf Weiden mit Ahornbäumen, Altholz oder herabgefallenem Laub halten
  • • Auf stark verbissenen Weiden ausreichend Heu zufüttern, um Fressen von giftigen Pflanzenteilen zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Tierärztliche Dekontaminationsmaßnahmen durchführen lassen
  • • Symptomatische Therapie gemäß geltender Notfallprotokolle für Vergiftungen
  • • Unterstützende Versorgung zur Linderung von Muskelschmerzen und Stabilisierung des Kreislaufs
Notfall? PlantFun öffnen für KI-SofortberatungApp laden

Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAcer pseudoplatanus L.
Aliasnamen
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeSehr stark
Zielorgane
SkelettmuskulaturHerzmuskulaturNieren
Wirkmechanismus

• Hypoglycin A stört den Energiestoffwechsel in Muskelzellen von Pferden

• Mykotoxine von Rhytisma acerinum wirken als erschwerender Faktor für den Krankheitsverlauf

• Ggf. trägt Clostridium sordellii zur Verschlechterung des Gesundheitszustands bei

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Hohes Vergiftungsrisiko durch Aufnahme von Samen, Keimlingen oder befallenen Blättern, das unbehandelt in 75% der Fälle tödlich verläuft
Katze: Keine bekannten Vergiftungsfälle nach aktuellem Datenstand
Hund: Keine bekannten Vergiftungsfälle nach aktuellem Datenstand
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Ahorn-Arten Acer spp.
Optisch sehr ähnlich zu anderen Ahornarten, die Giftigkeit variiert stark zwischen Arten, sodass eine eindeutige Bestimmung erforderlich ist
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

Eschenahorn
Eschenahorn
Acer negundo
Giftig für Pferde
Fächerahorn
Fächerahorn
Acer palmatum
Mäßig giftig für Pferde
Gemeiner Seifenbaum
Gemeiner Seifenbaum
Sapindus saponaria
Mäßig giftig für Menschen und Tiere durch Saponine

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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