Eschen-Ahorn giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,219 fanden dies hilfreich
Eschen-Ahorn
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Giftig insbesondere für Pferde, löst bei ihnen die tödliche atypische Weidemyopathie aus.

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Giftige Inhaltsstoffe sind Hypoglycin A in Samen/Keimlingen sowie Mykotoxine auf befallenen Blättern.

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Bis zu 75 % der erkrankten Pferde sterben innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn.

Häufige Fragen

Ist Eschen-Ahorn giftig für Menschen?

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand. (Ungiftig)

Ist Eschen-Ahorn giftig für Katzen?

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand. (Ungiftig)

Ist Eschen-Ahorn giftig für Hunde?

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand. (Ungiftig)

Ist Eschen-Ahorn giftig für Pferde?

Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, häufigem Liegen, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand.

Katzen
Ungiftig

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand.

Hunde
Ungiftig

Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen nach aktuellem Forschungsstand.

Pferde
Sehr stark

Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, häufigem Liegen, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileSamen, dunkel verfärbte Samen, mit schwarzen Flecken befallene Blätter
VergiftungswegOrale Aufnahme von giftigen Pflanzenteilen, insbesondere bei Pferden auf Weiden mit Ahornbestand.
Giftige InhaltsstoffeHypoglycin A (nicht-proteinogene Aminosäure); Mykotoxine des Pilzes Rhytisma acerinum; Ggf. Beteiligung von Clostridium sordellii am Krankheitsverlauf

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entfernen Sie das betroffene Tier sofort von der Pflanze und sorgen Sie für absolute Ruhe.
  • • Sammeln Sie übrig gebliebene Pflanzenteile für die Identifizierung durch den Tierarzt.
  • • Vermeiden Sie jede zusätzliche Belastung des Tieres bis zur Eintreffen des Tierarztes.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Sie bemerken, dass ein Pferd Teile des Eschen-Ahorns aufgenommen hat.
  • • Wenn bei Pferden auf Ahornhaltigen Weiden Symptome wie Muskelschwäche oder dunkler Urin auftreten.
  • • Bei jedem Verdacht einer Vergiftung mit dieser Pflanze.

Prävention

  • • Im Frühling und Herbst (Oktober-Dezember) Weidedauer von Pferden auf Risikoweiden auf max. 6 Stunden beschränken.
  • • Pferde nicht auf Weiden mit Ahornbestand, Altholz oder Ahornlaub halten.
  • • Auf stark verbissenen Weiden ausreichend Heu zufüttern, um Aufnahme von giftigen Teilen zu vermeiden.

Behandlung & Prognose

  • • Sofortige medizinische Dekontamination (z. B. Aktivkohlegabe) durch den Tierarzt bei kürzlicher Aufnahme.
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Muskelschmerzen und Stabilisierung des Flüssigkeitshaushalts.
  • • Strikte Ruhe und dauerhafte Überwachung der Organfunktionen bis zur vollständigen Genesung.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAcer negundo L.
AliasnamenEschenahorn、Amerikanischer Ahorn
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeSehr stark
Zielorgane
SkelettmuskulaturNierenHerzmuskulaturMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Hypoglycin A hemmt den Fettsäurestoffwechsel und führt zu massiven Muskelschäden.

• Mykotoxine auf befallenen Blättern wirken als erschwerender Faktor für den Krankheitsverlauf.

• Ggf. tragen Toxine von Clostridium sordellii zu schweren Verläufen bei.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder, Schafe, Ziegen: Keine bekannten Vergiftungsfälle nach aktuellem Forschungsstand
Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Keine nachgewiesenen toxischen Wirkungen bei üblicher Fütterung
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Bergahorn Acer pseudoplatanus
Sehr ähnliche Blatt- und Fruchtform, gehört ebenfalls zur Gattung Ahorn, enthält ebenfalls Hypoglycin A und ist für Pferde giftig.
Spitzahorn Acer platanoides
Ähnliche Blattform, unterscheidet sich durch hellere Rinde und spitzere Blattränder, ebenfalls weit verbreitet in Mitteleuropa.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gemeine Rosskastanie
Gemeine Rosskastanie
Aesculus hippocastanum
Mäßig bis stark giftig, insbesondere Früchte für Pferde und Kleintiere
Gemeiner Seifenbaum
Gemeiner Seifenbaum
Sapindus saponaria
Mäßig giftig, Früchte lösen Magen-Darm-Beschwerden bei Menschen und Tieren aus
Litschi
Litschi
Litchi chinensis
Schwach giftig, unreife Früchte enthalten Hypoglycin A und können Vergiftungen auslösen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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