Fächer-Ahorn giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 4,542 fanden dies hilfreich
Fächer-Ahorn
1

Giftig vor allem für Pferde, Verzehr kann zur tödlichen atypischen Weidemyopathie führen

2

Giftige Pflanzenteile sind Samen, dunkel verfärbte Samen und Blätter mit schwarzen Flecken

3

Vergiftungsrisiko ist besonders hoch in Frühling und Herbst (Oktober bis Dezember)

Häufige Fragen

Ist Fächer-Ahorn giftig für Menschen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen dokumentiert (Ungiftig)

Ist Fächer-Ahorn giftig für Katzen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Katzen dokumentiert (Ungiftig)

Ist Fächer-Ahorn giftig für Hunde?

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Hunden dokumentiert (Ungiftig)

Ist Fächer-Ahorn giftig für Pferde?

Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen; tödlicher Verlauf bei 75% der betroffenen Tiere innerhalb von 72 Stunden (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen dokumentiert

Katzen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Katzen dokumentiert

Hunde
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Hunden dokumentiert

Pferde
Sehr stark

Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen; tödlicher Verlauf bei 75% der betroffenen Tiere innerhalb von 72 Stunden

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileSamen, dunkel verfärbte Samen, mit schwarzen Flecken befallene Blätter
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Verzehr von giftigen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeHypoglycin A (nicht-proteinogene Aminosäure in Samen und Keimlingen); Mykotoxine des Pilzes Rhytisma acerinum; Ggf. Toxine von Clostridium sordellii

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen unterbinden und das Tier aus dem betroffenen Bereich bringen
  • • Reste des verzehrten Pflanzenteils sammeln, um die Identifizierung für den Tierarzt zu erleichtern
  • • Keine eigenen Medikamente oder Hausmittel ohne tierärztliche Anweisung verabreichen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jedem Verdacht auf Verzehr von Fächer-Ahorn-Teilen, auch noch ohne auftretende Symptome
  • • Bei Auftreten von Muskelschwäche, dunklem Urin oder Kolikanzeichen bei Pferden nach Weidegang
  • • Bei bekanntem Kontakt zu Ahornsamen oder befallenen Ahornblättern bei Weidetieren

Prävention

  • • In Risikozeiten (Frühling, Oktober bis Dezember) Weidedauer von Pferden auf maximal 6 Stunden beschränken
  • • Pferde nicht auf Weiden mit Ahornbestand, Altholz oder Ahornlaub lassen
  • • Auf stark verbissenen Weiden ausreichend Heu zur Zusatzfütterung bereitstellen
  • • Weiden regelmäßig auf herabgefallene Ahornsamen und befallene Blätter kontrollieren

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts durch den Tierarzt (z. B. Aktivkohlegabe)
  • • Symptomatische Therapie entsprechend den gültigen Notfallprotokollen für Vergiftungen
  • • Unterstützende Maßnahmen zur Linderung von Muskelschmerzen und Stabilisierung des Kreislaufs
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAcer palmatum Thunb.
AliasnamenJapanischer Fächer-Ahorn、Glatter Japanischer Ahorn
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeSehr stark
Zielorgane
SkelettmuskulaturHerzmuskulaturNiere
Wirkmechanismus

• Hypoglycin A hemmt den Fettsäurestoffwechsel in Muskelzellen und führt zu Muskelnekrose

• Mykotoxine von Rhytisma acerinum wirken als erschwerender Faktor für Vergiftungserscheinungen

• Ggf. zusätzliche Gewebeschädigung durch Toxine von Clostridium sordellii

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Sehr hohes Vergiftungsrisiko, tödlicher Verlauf bei 75% der erkrankten Tiere
Rind: Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert
Schaf: Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Berg-Ahorn Acer pseudoplatanus
Gehört zur gleichen Gattung, hat ähnliche Blattform; enthält ebenfalls Hypoglycin A und ist giftig für Pferde
Eschen-Ahorn Acer negundo
Ähnliche Wuchsform und Samen wie der Fächer-Ahorn, enthält ebenfalls giftiges Hypoglycin A
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Verwandte giftige Pflanzen

Rosskastanie
Rosskastanie
Aesculus hippocastanum
Mäßig giftig für Menschen und Haustiere
Gewöhnlicher Seifenbaum
Gewöhnlicher Seifenbaum
Sapindus saponaria
Stark giftig bei Verzehr von Früchten
Lampionblume
Lampionblume
Koelreuteria paniculata
Schwach giftig für Menschen und Haustiere

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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