Fächer-Ahorn giftig?

Giftig vor allem für Pferde, Verzehr kann zur tödlichen atypischen Weidemyopathie führen
Giftige Pflanzenteile sind Samen, dunkel verfärbte Samen und Blätter mit schwarzen Flecken
Vergiftungsrisiko ist besonders hoch in Frühling und Herbst (Oktober bis Dezember)
Häufige Fragen
Ist Fächer-Ahorn giftig für Menschen?
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen dokumentiert (Ungiftig)
Ist Fächer-Ahorn giftig für Katzen?
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Katzen dokumentiert (Ungiftig)
Ist Fächer-Ahorn giftig für Hunde?
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Hunden dokumentiert (Ungiftig)
Ist Fächer-Ahorn giftig für Pferde?
Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen; tödlicher Verlauf bei 75% der betroffenen Tiere innerhalb von 72 Stunden (Sehr stark)
Giftigkeitsdetails
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen dokumentiert
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Katzen dokumentiert
Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Hunden dokumentiert
Atypische Weidemyopathie mit Muskelschwäche, Muskelsteifheit, dunklem Urin, Kolikanzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen; tödlicher Verlauf bei 75% der betroffenen Tiere innerhalb von 72 Stunden
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen unterbinden und das Tier aus dem betroffenen Bereich bringen
- • Reste des verzehrten Pflanzenteils sammeln, um die Identifizierung für den Tierarzt zu erleichtern
- • Keine eigenen Medikamente oder Hausmittel ohne tierärztliche Anweisung verabreichen
Sofort Tierarzt rufen
- • Bei jedem Verdacht auf Verzehr von Fächer-Ahorn-Teilen, auch noch ohne auftretende Symptome
- • Bei Auftreten von Muskelschwäche, dunklem Urin oder Kolikanzeichen bei Pferden nach Weidegang
- • Bei bekanntem Kontakt zu Ahornsamen oder befallenen Ahornblättern bei Weidetieren
Prävention
- • In Risikozeiten (Frühling, Oktober bis Dezember) Weidedauer von Pferden auf maximal 6 Stunden beschränken
- • Pferde nicht auf Weiden mit Ahornbestand, Altholz oder Ahornlaub lassen
- • Auf stark verbissenen Weiden ausreichend Heu zur Zusatzfütterung bereitstellen
- • Weiden regelmäßig auf herabgefallene Ahornsamen und befallene Blätter kontrollieren
Behandlung & Prognose
- • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts durch den Tierarzt (z. B. Aktivkohlegabe)
- • Symptomatische Therapie entsprechend den gültigen Notfallprotokollen für Vergiftungen
- • Unterstützende Maßnahmen zur Linderung von Muskelschmerzen und Stabilisierung des Kreislaufs
Professionelle Toxikologie
• Hypoglycin A hemmt den Fettsäurestoffwechsel in Muskelzellen und führt zu Muskelnekrose
• Mykotoxine von Rhytisma acerinum wirken als erschwerender Faktor für Vergiftungserscheinungen
• Ggf. zusätzliche Gewebeschädigung durch Toxine von Clostridium sordellii
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.