Wolliger Schneeball giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 2,905 fanden dies hilfreich
Wolliger Schneeball
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Giftige Teile sind unreife Früchte, Rinde und Blätter, reife Beeren werden teils als ungiftig, teils als schwach giftig klassifiziert.

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Vergiftungen äußern sich hauptsächlich durch Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall und erhöhten Speichelfluss.

3

Bei verwandten Viburnum-Arten können Blatthaare Nesselsucht-ähnliche Hautreaktionen auslösen.

Häufige Fragen

Ist Wolliger Schneeball giftig für Menschen?

Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall; bei Kontakt mit Blatthaaren verwandter Arten möglicherweise Nesselsucht-ähnliche Hautausschläge (Mäßig)

Ist Wolliger Schneeball giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet (Mäßig)

Ist Wolliger Schneeball giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet (Mäßig)

Ist Wolliger Schneeball giftig für Pferde?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall; bei Kontakt mit Blatthaaren verwandter Arten möglicherweise Nesselsucht-ähnliche Hautausschläge

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verzehr werden vergleichbare Magen-Darm-Beschwerden wie bei Menschen erwartet

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte, Rinde und Blätter. Angaben zur Giftigkeit reifer Beeren sind in der Literatur widersprüchlich (Einstufungen von ungiftig bis schwach giftig)
VergiftungswegOrale Aufnahme von giftigen Pflanzenteilen, Hautkontakt mit reizenden Blatthaaren bei verwandten Viburnum-Arten
Giftige InhaltsstoffeArbutin (Hydrochinon-Glykosid); Viburtinal (Iridoid); α-Amyrin; β-Amyrin (Triterpene in der Rinde); Apigenin; Luteolin (Flavone); Quercetin; Rutin; Amentoflavon (Flavonoide); Saponine; Tannine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entferne verbliebene Pflanzenteile aus dem Mund von Betroffenen
  • • Spüle bei Hautkontakt die betroffenen Stellen gründlich mit klarem Wasser ab
  • • Verzichte auf selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne ärztliche Anweisung
  • • Dokumentiere die verzehrte Menge und den betroffenen Pflanzenteil für weitere Behandlungen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachweisbarem Verzehr von giftigen Pflanzenteilen durch Haustiere
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Erbrechen, Durchfall oder erhöhtem Speichelfluss
  • • Bei Entstehung von ausgedehnten Hautausschlägen nach Kontakt mit der Pflanze

Prävention

  • • Halte die Pflanze außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren
  • • Verzichte auf den Verzehr von unbekannten Beeren oder Pflanzenteilen
  • • Trage bei Gartenarbeiten mit Viburnum-Arten ggf. Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Gabe von Aktivkohle nach ärztlicher/tiermedizinischer Anweisung)
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden
  • • Gabe von Antihistaminika bei allergischen Hautreaktionen nach ärztlicher Anweisung
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameViburnum lantana L.
AliasnamenKleiner Mehlbaum
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktSchleimhäuteHaut
Wirkmechanismus

• Reizung der Magen-Darm-Schleimhäute durch enthaltene Saponine und Tannine

• Metabolisierung von Arbutin zu Hydrochinon im Körper, das zusätzliche Reizungen und toxische Effekte verursacht

• Mechanische und allergische Reizung der Haut durch feine Blatthaare bei verwandten Viburnum-Arten

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen): Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verzehr größerer Mengen werden Magen-Darm-Beschwerden erwartet
Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verzehr werden vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren erwartet
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Viburnum-Arten (z. B. Runzelblättriger Schneeball) Viburnum rhytidophyllum
Hohe optische Ähnlichkeit durch vergleichbare Blattform und Beerenaussehen. Der Runzelblättrige Schneeball kann zusätzlich Nesselsucht-ähnliche Hautreaktionen durch Blatthaare auslösen.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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