Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 2,532 fanden dies hilfreich
Ranunculus lingua L.
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Toxisches Protoanemonin entsteht enzymatisch aus Ranunculin bei Verletzung oder Welken der Pflanze.

2

Getrocknete Pflanzen oder Silage nach mindestens 2 Monaten Lagerung sind ungiftig.

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Meist nur leichte Beschwerden, bei großer Aufnahmemenge schwere Vergiftungen bis zum Tod möglich.

Häufige Fragen

Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Menschen?

Leichte Gastroenteritis bei geringer Menge, bei größerer Aufnahme Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Atemlähmung. (Stark)

Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten. (Stark)

Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten. (Stark)

Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Pferde?

Leichte Gastroenteritis bei geringen Mengen, bei >2kg Aufnahme oder langfristiger Einnahme: Bläschen im Maul, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, Atemlähmung, Euterentzündungen bei Stuten. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Leichte Gastroenteritis bei geringer Menge, bei größerer Aufnahme Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Atemlähmung.

Katzen
Stark

Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten.

Hunde
Stark

Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten.

Pferde
Stark

Leichte Gastroenteritis bei geringen Mengen, bei >2kg Aufnahme oder langfristiger Einnahme: Bläschen im Maul, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, Atemlähmung, Euterentzündungen bei Stuten.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze frische Pflanze, durch den scharfen Geschmack werden meist nur kleine Mengen verzehrt.
VergiftungswegOrale Aufnahme frischer Pflanzenteile
Giftige InhaltsstoffeRanunculin (untoxischer Vorläuferstoff); Protoanemonin (toxischer Wirkstoff); Anemonin (untoxisches Dimerisationsprodukt)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Verzehr sofort stoppen, Mund mit klarem kaltem Wasser ausspülen.
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, um weitere Schleimhautreizungen zu vermeiden.
  • • Schleimhautschützende Mittel wie Milch oder Alginat-Präparate verabreichen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Aufnahme von mehr als 0,5kg der frischen Pflanze bei Tieren.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Bläschen im Mund, Krämpfen oder Atembeschwerden.
  • • Bei Verdacht auf Vergiftung bei Nutztieren, um Kontamination der Milch zu vermeiden.

Prävention

  • • Weiden und Futter auf Vorkommen frischer Hahnenfussarten kontrollieren.
  • • Silage mindestens 2 Monate lagern, bevor sie an Nutztiere verfüttert wird.
  • • Pflanzen in Gärten und auf Weiden entfernen, um versehentlichen Verzehr zu verhindern.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination bei frischer Aufnahme (z.B. Gabe von medizinischer Kohle).
  • • Symptomatische Therapie mit schleimhautschützenden Präparaten.
  • • Gegebenenfalls Gabe von Antihistaminika.
  • • Unterstützende Maßnahmen bei schweren Symptomen (Krampflösung, Atemunterstützung).
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameRanunculus lingua L.
AliasnamenZungenblättriger Hahnenfuss、Zungen-Hahnenfuss、Großer Hahnenfuss
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
MundschleimhautVerdauungstraktNierenNervensystemAtemwegeMilchdrüsen
Wirkmechanismus

• Ungiftiges Ranunculin wird bei Verletzung oder Welken der Pflanze enzymatisch zu toxischem Protoanemonin umgewandelt.

• Protoanemonin reizt alle Schleimhäute stark und wirkt schädigend auf Nervensystem und innere Organe.

• Bei Trocknung der Pflanze dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, sodass getrocknete Exemplare keine Gefahr darstellen.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kuh: Bei langfristiger Aufnahme kommt es zu Euterentzündungen sowie rötlich verfärbter, bitter schmeckender Milch.
Schaf und Ziege: Vergleichbare Symptome wie bei Pferden, der scharfe Geschmack verhindert meist den Verzehr größerer Mengen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Scharfer Hahnenfuss Ranunculus acris L.
Sehr ähnliche Blütenform, unterscheidet sich durch kleiner, stark gelappte Blätter und Vorkommen auf trockeneren Böden.
Kriechender Hahnenfuss Ranunculus repens L.
Ähnliches Erscheinungsbild, bildet lange Ausläufer und wächst nicht ausschließlich in sumpfigen Gebieten.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gewöhnlicher Eisenhut
Gewöhnlicher Eisenhut
Aconitum napellus L.
Sehr stark giftig (Severe)
Gewöhnliche Akelei
Gewöhnliche Akelei
Aquilegia vulgaris L.
Mäßig giftig (Moderate)
Europäische Trollblume
Europäische Trollblume
Trollius europaeus L.
Schwach giftig (Low)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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