Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig?
Toxisches Protoanemonin entsteht enzymatisch aus Ranunculin bei Verletzung oder Welken der Pflanze.
Getrocknete Pflanzen oder Silage nach mindestens 2 Monaten Lagerung sind ungiftig.
Meist nur leichte Beschwerden, bei großer Aufnahmemenge schwere Vergiftungen bis zum Tod möglich.
Häufige Fragen
Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Menschen?
Leichte Gastroenteritis bei geringer Menge, bei größerer Aufnahme Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Atemlähmung. (Stark)
Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Katzen?
Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten. (Stark)
Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Hunde?
Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten. (Stark)
Ist Großer Sumpf-Hahnenfuss giftig für Pferde?
Leichte Gastroenteritis bei geringen Mengen, bei >2kg Aufnahme oder langfristiger Einnahme: Bläschen im Maul, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, Atemlähmung, Euterentzündungen bei Stuten. (Stark)
Giftigkeitsdetails
Leichte Gastroenteritis bei geringer Menge, bei größerer Aufnahme Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Atemlähmung.
Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten.
Keine spezifischen Daten bekannt, vergleichbare Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten.
Leichte Gastroenteritis bei geringen Mengen, bei >2kg Aufnahme oder langfristiger Einnahme: Bläschen im Maul, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, Atemlähmung, Euterentzündungen bei Stuten.
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Verzehr sofort stoppen, Mund mit klarem kaltem Wasser ausspülen.
- • Kein Erbrechen herbeiführen, um weitere Schleimhautreizungen zu vermeiden.
- • Schleimhautschützende Mittel wie Milch oder Alginat-Präparate verabreichen.
Sofort Tierarzt rufen
- • Bei Aufnahme von mehr als 0,5kg der frischen Pflanze bei Tieren.
- • Bei Auftreten von Symptomen wie Bläschen im Mund, Krämpfen oder Atembeschwerden.
- • Bei Verdacht auf Vergiftung bei Nutztieren, um Kontamination der Milch zu vermeiden.
Prävention
- • Weiden und Futter auf Vorkommen frischer Hahnenfussarten kontrollieren.
- • Silage mindestens 2 Monate lagern, bevor sie an Nutztiere verfüttert wird.
- • Pflanzen in Gärten und auf Weiden entfernen, um versehentlichen Verzehr zu verhindern.
Behandlung & Prognose
- • Dekontamination bei frischer Aufnahme (z.B. Gabe von medizinischer Kohle).
- • Symptomatische Therapie mit schleimhautschützenden Präparaten.
- • Gegebenenfalls Gabe von Antihistaminika.
- • Unterstützende Maßnahmen bei schweren Symptomen (Krampflösung, Atemunterstützung).
Professionelle Toxikologie
• Ungiftiges Ranunculin wird bei Verletzung oder Welken der Pflanze enzymatisch zu toxischem Protoanemonin umgewandelt.
• Protoanemonin reizt alle Schleimhäute stark und wirkt schädigend auf Nervensystem und innere Organe.
• Bei Trocknung der Pflanze dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, sodass getrocknete Exemplare keine Gefahr darstellen.
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.