Flaum-Eiche giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 2,553 fanden dies hilfreich
Flaum-Eiche
1

Alle Pflanzenteile (insbesondere unreife Früchte, Blätter, Rinde) enthalten toxische Gerbstoffe für Tiere und Menschen.

2

Bei Wiederkäuern treten vor allem Nierenerkrankungen auf, bei Monogastriern wie Pferden primär Magen-Darm-Symptome.

3

Eichenholzstaub zählt zu nachweislich krebserzeugenden Stoffen bei Inhalation.

Häufige Fragen

Ist Flaum-Eiche giftig für Menschen?

Keine spezifischen Symptomdaten vorhanden, Inhalation von Holzstaub kann Atemwegserkrankungen und Krebs verursachen. (Mäßig)

Ist Flaum-Eiche giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Katzen vorhanden, eine Aufnahme von Pflanzenteilen wird aber als gesundheitsgefährdend eingestuft. (Mäßig)

Ist Flaum-Eiche giftig für Hunde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Hunde vorhanden, eine Aufnahme von Pflanzenteilen wird aber als gesundheitsgefährdend eingestuft. (Mäßig)

Ist Flaum-Eiche giftig für Pferde?

Erste Symptome treten bereits 24 Stunden nach Aufnahme auf, primär Magen-Darm-Beschwerden, später ggf. Schwäche und Durchfall. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Symptomdaten vorhanden, Inhalation von Holzstaub kann Atemwegserkrankungen und Krebs verursachen.

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Katzen vorhanden, eine Aufnahme von Pflanzenteilen wird aber als gesundheitsgefährdend eingestuft.

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Hunde vorhanden, eine Aufnahme von Pflanzenteilen wird aber als gesundheitsgefährdend eingestuft.

Pferde
Mäßig

Erste Symptome treten bereits 24 Stunden nach Aufnahme auf, primär Magen-Darm-Beschwerden, später ggf. Schwäche und Durchfall.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte (höher toxisch als reife), Blätter, Rinde, Knospen; Eichenholzstaub ist krebserzeugend.
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Inhalation von Eichenholzstaub, Hautkontakt mit Holzstaub.
Giftige InhaltsstoffeGerbstoffe (Catechine, Catechingallate, Catechinglykosid, dimere Proanthocyanidine, Ellagitannine wie Vescalagin); Präformierte oligomere Gerbstoffe (hauptsächlich in der Rinde enthalten)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Aufnahme: Mund mit klarem Wasser ausspülen, kein Erbrechen ohne ärztliche Anweisung auslösen.
  • • Bei Kontakt mit Holzstaub: Betroffene Hautstellen mit Seife und Wasser waschen, Atemwege an frischer Luft freihalten.
  • • Bei Tieren: Keine weitere Futtergabe bis zur ärztlichen Beratung vornehmen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Verdacht auf Aufnahme von Pflanzenteilen bei Haustieren oder Nutztieren.
  • • Auftreten von Symptomen wie blutigem Durchfall, verfärbtem Urin, Apathie oder Atembeschwerden nach Kontakt.
  • • Aufnahme größerer Mengen an Pflanzenteilen bei Weidetieren.

Prävention

  • • Pflanzenteile für Haustiere und Weidetiere unzugänglich lagern.
  • • Bei Verarbeitung von Eichenholz immer geeignete Atemschutzausrüstung tragen.
  • • Unreife Eicheln und junge Blätter von Weideflächen für Nutztiere regelmäßig entfernen.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts unter tierärztlicher Aufsicht.
  • • Symptomatische Therapie zur Behandlung von Schleimhautschäden und Nierenerkrankungen.
  • • Langzeitkontrolle der Nierenfunktion bei betroffenen Wiederkäuern.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameQuercus pubescens Willd.; Quercus lanuginosa Thuill.
AliasnamenWeichhaarige Eiche
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNiereAtemwegeSchleimhäute
Wirkmechanismus

• Giftige Gerbstoffe und deren Abbauprodukte schädigen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts direkt.

• Bei Wiederkäuern gelangen die Abbauprodukte über die Blutbahn zum Nierengewebe und verursachen dort dauerhafte Schäden.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder und andere Wiederkäuer: Am häufigsten von Vergiftungen betroffen, erste Symptome nach 3-5 Tagen: Obstipation, braun verfärbter Urin, später blutiger stinkender Durchfall, Nierenschäden und Teilnahmslosigkeit.
Pferd: Als Monogastrier treten vor allem schwere Magen-Darm-Symptome bereits 24 Stunden nach Aufnahme auf, Nierenschäden sind seltener als bei Wiederkäuern.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eichen-Arten Weitere Quercus-Arten
Alle Eichen-Arten enthalten ähnliche toxische Gerbstoffe, die optische Unterscheidung ist oft schwierig, alle Arten werden als toxisch eingestuft.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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