Stiel-Eiche giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,472 fanden dies hilfreich
Stiel-Eiche
1

Alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere unreife Früchte, Blätter, Rinde und Knospen aufgrund ihres hohen Gerbstoffgehalts

2

Bei Wiederkäuern treten vor allem Nierenschäden und Magen-Darm-Läsionen auf, bei Einmägern primär Verdauungsbeschwerden

3

Eichenholzstaub ist als krebserzeugend eingestuft und birgt bei Inhalation Gesundheitsrisiken

Häufige Fragen

Ist Stiel-Eiche giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Schmerzen, Übelkeit und Nierenreizungen auftreten, Holzstaub löst Atemwegsreizungen aus (Mäßig)

Ist Stiel-Eiche giftig für Katzen?

Keine spezifischen toxikologischen Daten verfügbar, Aufnahme von Pflanzenteilen kann Verdauungsstörungen auslösen (Gering)

Ist Stiel-Eiche giftig für Hunde?

Keine spezifischen toxikologischen Daten verfügbar, Aufnahme größerer Mengen kann Bauchschmerzen und Durchfall verursachen (Gering)

Ist Stiel-Eiche giftig für Pferde?

Symptome treten ca. 24 Stunden nach Aufnahme auf: dazu gehören Magen-Darm-Beschwerden, Apathie, ggf. Nierenschäden und Körperschwäche (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Schmerzen, Übelkeit und Nierenreizungen auftreten, Holzstaub löst Atemwegsreizungen aus

Katzen
Gering

Keine spezifischen toxikologischen Daten verfügbar, Aufnahme von Pflanzenteilen kann Verdauungsstörungen auslösen

Hunde
Gering

Keine spezifischen toxikologischen Daten verfügbar, Aufnahme größerer Mengen kann Bauchschmerzen und Durchfall verursachen

Pferde
Mäßig

Symptome treten ca. 24 Stunden nach Aufnahme auf: dazu gehören Magen-Darm-Beschwerden, Apathie, ggf. Nierenschäden und Körperschwäche

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte (höheres Risiko als reife), Blätter, Rinde, Knospen; Eichenholzstaub ist krebserzeugend
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Inhalation von Eichenholzstaub
Giftige InhaltsstoffeGerbstoffe; Catechine; Catechingallate; Catechinglykoside; dimere Proanthocyanidine; Ellagitannine (z.B. Vescalagin)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Unterbrechung der Aufnahme von Eichen-Pflanzenteilen
  • • Bei oraler Aufnahme: Mund mit Wasser spülen, keine Erbrechensauslösung ohne medizinische Anweisung
  • • Bei Inhalation von Holzstaub: Sofortiger Aufenthalt an frischer Luft

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn eine größere Menge an Pflanzenteilen von Tieren aufgenommen wurde
  • • Wenn Symptome wie blutiger Durchfall, verfärbter Urin, Apathie oder Atembeschwerden auftreten
  • • Bei Nutztieren wie Rindern oder Pferden sofort nach nachgewiesener Aufnahme von Eichenteilen

Prävention

  • • Halten Sie Tiere von Eichenbeständen fern, besonders wenn Futter knapp ist
  • • Vermeiden Sie ungeschützte Exposition gegenüber Eichenholzstaub bei der Verarbeitung von Eichenholz
  • • Verfüttern Sie kein Futter oder Heu, das große Mengen an Eichenblättern oder -früchten enthält

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z.B. Gabe von Aktivkohle bei frischer oraler Aufnahme)
  • • Symptomatische Therapie nach veterinärmedizinischer Anweisung
  • • Langzeitüberwachung der Nierenfunktion bei betroffenen Tieren
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameQuercus robur L., Quercus pedunculata Ehrh.
AliasnamenSommereiche、Deutsche Eiche
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNierenAtemwege
Wirkmechanismus

• Giftige Wirkung wird durch Gerbstoffe und deren Abbauprodukte ausgelöst

• Die Substanzen schädigen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und das Nierengewebe

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Am häufigsten betroffen: Symptome treten nach 3-5 Tagen auf, dazu gehören Obstipation, brauner Urin, Apathie, später blutiger Durchfall und Nierenschäden, Todesfälle möglich
Wiederkäuer allgemein: Entwickeln hauptsächlich Nephropathien und gastrointestinale Läsionen nach Aufnahme von Eichenteilen
Monogastrier (Einmäger): Primär treten Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen nach Aufnahme auf
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eichenarten Quercus spp.
Alle Eichenarten weisen eine ähnliche Giftigkeit auf, eine Unterscheidung für toxikologische Zwecke ist kaum notwendig
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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