Trauben-Eiche giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 1,471 fanden dies hilfreich
Quercus petraea (Matt.) Liebl., Quercus sessiliflora Salisb., Quercus sessilis Ehrh. ex Schur
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Alle Pflanzenteile (insbesondere unreife Früchte, Blätter und Rinde) enthalten giftige Gerbstoffe und deren Abbauprodukte

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Wiederkäuer entwickeln vor allem Nierenschäden, Pferde und andere Monogastrier primär schwere Magen-Darm-Beschwerden

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Eichenholzstaub ist offiziell als krebserzeugend für Menschen eingestuft

Häufige Fragen

Ist Trauben-Eiche giftig für Menschen?

Keine spezifischen oralen Toxizitätsdaten dokumentiert, bei hoher Aufnahme sind Magen-Darm-Reizungen zu erwarten; Staubinhalation erhöht Krebsrisiko (Mäßig)

Ist Trauben-Eiche giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auftreten (Gering)

Ist Trauben-Eiche giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auftreten (Gering)

Ist Trauben-Eiche giftig für Pferde?

Symptome treten bereits 24 Stunden nach Aufnahme auf: Bauchschmerzen, Magen-Darm-Reizungen, später Schwäche, Tachykardie, Ödeme und Nierenfunktionsstörungen (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen oralen Toxizitätsdaten dokumentiert, bei hoher Aufnahme sind Magen-Darm-Reizungen zu erwarten; Staubinhalation erhöht Krebsrisiko

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auftreten

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme großer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auftreten

Pferde
Mäßig

Symptome treten bereits 24 Stunden nach Aufnahme auf: Bauchschmerzen, Magen-Darm-Reizungen, später Schwäche, Tachykardie, Ödeme und Nierenfunktionsstörungen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte (höher giftig als reife), Blätter, Rinde, Knospen; Eichenholzstaub ist krebserzeugend
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Inhalation von Eichenholzstaub, Hautkontakt mit frischen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeGerbstoffe; Catechine; präformierte oligomere Gerbstoffe; Catechingallate; Catechinglykosid; dimere Proanthocyanidine; Ellagitannine; Vescalagin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Beendigung der Aufnahme von Pflanzenteilen oder Staubexposition
  • • Spüle Mund und Haut bei Kontakt mit Pflanzenresten gründlich mit sauberem Wasser
  • • Bei Tieren: Gabe von Aktivkohle nach Rücksprache mit einem Tierarzt, wenn die Aufnahme weniger als 2 Stunden zurückliegt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachweisbarer Aufnahme von Pflanzenteilen bei Haustieren oder Nutztieren
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Bauchschmerzen, verfärbtem Urin, blutigem Durchfall oder Apathie
  • • Bei Atembeschwerden nach Inhalation von Eichenholzstaub

Prävention

  • • Halten Sie Haustiere und Nutztiere von Trauben-Eichen-Beständen fern, insbesondere während der Fruchtreife
  • • Tragen Sie bei Verarbeitung von Eichenholz eine geeignete Atemschutzmaske, um Staubinhalation zu vermeiden
  • • Entfernen Sie herabgefallene Blätter und Früchte regelmäßig aus Tiergehegen und Weiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination: Magenausleitung bei frischer Aufnahme, Gabe von Aktivkohle und Abführmitteln nach tierärztlicher Anweisung
  • • Symptomatische Therapie: Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, Behandlung von Magen-Darm- und Nierenschäden
  • • Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion bei betroffenen Wiederkäufern und Pferden
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameQuercus petraea (Matt.) Liebl., Quercus sessiliflora Salisb., Quercus sessilis Ehrh. ex Schur
AliasnamenWintereiche
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNierenAtemwegeSchleimhäute
Wirkmechanismus

• Giftige Wirkung wird durch Gerbstoffe und deren metabolische Abbauprodukte hervorgerufen

• Die Substanzen schädigen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und bei Wiederkäufern zusätzlich das Nierengewebe

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Am häufigsten betroffen: Symptome treten nach 3-5 Tagen auf, beginnen mit Obstipation und braunem Urin, später Nephropathie, blutiger stinkender Durchfall, Milchproduktionsrückgang
Schafe und Ziegen (Wiederkäuer): Ähnliches Risiko wie bei Rindern, primäre Schädigung von Nieren und Magen-Darm-Trakt nach Aufnahme großer Mengen an Pflanzenteilen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eichenarten Quercus spp.
Alle Eichenarten weisen einen ähnlichen Gerbstoffgehalt und vergleichbare Giftigkeit auf, sie sind morphologisch oft nur schwer voneinander zu unterscheiden
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Verwandte giftige Pflanzen

Stieleiche
Stieleiche
Quercus robur
Giftig + (Moderate Toxizität)
Rotbuche
Rotbuche
Fagus sylvatica
Schwach giftig (Niedrige Toxizität)
Edelkastanie
Edelkastanie
Castanea sativa
Schwach giftig (Niedrige Toxizität bei rohen Früchten)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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