Vielblättrige Lupine giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,143 fanden dies hilfreich
Vielblättrige Lupine
1

Alle Pflanzenteile (insbesondere Samen und Hülsen) sind giftig, die Giftwirkung bleibt auch bei Trocknung und Lagerung erhalten.

2

Trächtige Wiederkäuer erleiden bei Futteraufnahme zwischen dem 38. und 70. Trächtigkeitstag schwere Fehlbildungen bei ihren Nachkommen.

3

Vögel sind besonders stark gefährdet, Süßlupinen haben deutlich niedrigere Alkaloidgehalte als Bitterlupinen.

Häufige Fragen

Ist Vielblättrige Lupine giftig für Menschen?

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Einnahme möglicherweise Magen-Darm-Beschwerden und neurologische Symptome wie Zittern oder Lähmungen. (Mäßig)

Ist Vielblättrige Lupine giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei nachgewiesener Einnahme sofort tierärztlichen Rat einholen. (Gering)

Ist Vielblättrige Lupine giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei nachgewiesener Einnahme sofort tierärztlichen Rat einholen. (Gering)

Ist Vielblättrige Lupine giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Futteraufnahme möglicherweise neurologische Störungen und Lahmheiten. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Einnahme möglicherweise Magen-Darm-Beschwerden und neurologische Symptome wie Zittern oder Lähmungen.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei nachgewiesener Einnahme sofort tierärztlichen Rat einholen.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei nachgewiesener Einnahme sofort tierärztlichen Rat einholen.

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Futteraufnahme möglicherweise neurologische Störungen und Lahmheiten.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, vor allem Samen und Hülsen; Giftwirkung bleibt auch in Dürrfutter erhalten.
VergiftungswegOrale Aufnahme (versehentliche Einnahme bei Menschen, Futteraufnahme bei Tieren, Übertragung über Milch bei säugenden Jungtieren)
Giftige InhaltsstoffeChinolizidinalkaloide (Lupanin, Lupinin, 13α-Hydroxylupanin, Spartein, Anagyrin, Baptifolin, Cytisin, N-Methylcytisin, Thermopsin); Piperidinalkaloide (Ammodendrin, N-Acetylhystrin, N-Methylammodendrin); Indolalkaloid Gramin; Mykotoxine bei Pilzbefall

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei wachen Patienten/Tieren nach nachgewiesener Einnahme sofort Erbrechen herbeiführen
  • • Aktivkohle verabreichen, um die weitere Giftaufnahme im Magen-Darm-Trakt zu reduzieren
  • • Keine eigenständige Medikation durchführen, Betroffene ruhig halten

Sofort Tierarzt rufen

  • • Nach nachgewiesener Einnahme von beliebigen Pflanzenteilen
  • • Auftreten von neurologischen Symptomen wie Zittern, Lähmungen oder Bewusstseinstrübung
  • • Bei trächtigen Tieren auch bei vermuteter geringer Einnahme

Prävention

  • • Verhindern Sie, dass Nutztiere und Haustiere auf Lupinen-bestandenen Weiden grasen
  • • Trennen Sie Futtervorräte konsequent von Lupinen-Samen und Pflanzenresten
  • • Pflanzen Sie keine Lupinen in direkter Reichweite von Tieren und Kleinkindern

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts nach tierärztlicher/ärztlicher Anweisung
  • • Symptomatische Therapie zur Unterstützung der Vitalfunktionen
  • • Bei trächtigen Tieren langfristige Überwachung des Fötus durchführen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameLupinus polyphyllus Lindl.
AliasnamenVielblättrige Wolfsbohne、Stauden-Lupine
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeMäßig
Zielorgane
NervensystemMuskelapparatWirbelsäuleGaumenFötusMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Alkaloide wirken neurotoxisch und stören die Signalübertragung im Nervensystem

• Anagyrin und Piperidinalkaloide führen in der frühen Trächtigkeit zu Fehlbildungen bei Föten

• Giftstoffe werden über Milch übertragen und bleiben auch in getrockneten Pflanzen aktiv

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig (+++), bereits geringe Aufnahmemengen können tödlich verlaufen.
Schaf, Ziege, Rind: Giftig bis stark giftig, bei trächtigen Tieren im 38.-70. Trächtigkeitstag treten schwere Fehlbildungen bei Nachkommen auf ("Crooked Calve Disease").
Säugende Jungtiere: Giftstoffe werden über die Milch von vergifteten Muttertieren übertragen und führen auch bei geringer Aufnahme zu Vergiftungen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Lupinen-Arten Lupinus spp.
Optisch nahezu identisch, unterscheiden sich hauptsächlich im Alkaloidgehalt; alle Arten können bei Pilzbefall hochgiftig sein.
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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