Gelbe Lupine giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 1,926 fanden dies hilfreich
Gelbe Lupine
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Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders Samen und Hülsen, die Giftwirkung bleibt auch nach Trocknung, Lagerung und im Dürrfutter erhalten.

2

Süßlupinen sind mäßig giftig, Bitterlupinen und pilzbefallene Lupinen sind stark bis sehr stark giftig für Tiere.

3

Einnahme während der Trächtigkeit bei Huftieren führt zu Fehlbildungen bei Neugeborenen, Alkaloide gehen über die Milch über.

Häufige Fragen

Ist Gelbe Lupine giftig für Menschen?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Arzt konsultieren. (Gering)

Ist Gelbe Lupine giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Gelbe Lupine giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Gelbe Lupine giftig für Pferde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Arzt konsultieren.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, bei vermuteter Einnahme unverzüglich einen Tierarzt konsultieren.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, vor allem Samen und Hülsen; die Alkaloidwirkung bleibt im Dürrfutter erhalten.
VergiftungswegOral durch Einnahme von Pflanzenteilen, kontaminiertem Futter oder Milch von Tieren, die Lupine aufgenommen haben.
Giftige InhaltsstoffeChinolizidinalkaloide (Lupanin, Lupinin, 13α-Hydroxylupanin, Spartein, Anagyrin, Baptifolin, Cytisin, N-Methylcytisin, Thermopsin); Piperidinalkaloide (Ammodendrin, N-Acetylhystrin, N-Methylammodendrin); Indolalkaloid Gramin; Mykotoxine bei Pilzbefall

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei nachweisbarer Einnahme bei wachen, bewusstseinsklaren Personen/Tieren unverzüglich Erbrechen auslösen.
  • • Aktivkohle verabreichen, um die Giftaufnahme im Magen-Darm-Trakt zu reduzieren.
  • • Keine selbstständige Gabe von Medikamenten ohne ärztlichen/tierärztlichen Rat.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener oder vermuteter Einnahme von Lupinenteilen durch Tiere.
  • • Bei Auftreten von neurologischen Symptomen nach möglicher Lupinenexposition.
  • • Bei Fehlbildungen bei Neugeborenen von trächtigen Tieren, die Kontakt zu Lupinen hatten.

Prävention

  • • Futter für Tiere regelmäßig auf Verunreinigungen mit Lupinen überprüfen, besonders für trächtige Huftiere und Vögel.
  • • Pilzbefallene Lupinen grundsätzlich von Futter und Weiden fernhalten.
  • • Süßlupinen nur in kontrollierten, zugelassenen Mengen an Tiere verfüttern.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts (Erbrechen, Magenspülung, Aktivkohle, Abführmittel).
  • • Symptomatische Therapie je nach auftretenden Beschwerden, z. B. Behandlung von Krämpfen, Unterstützung der Atemfunktion.
  • • Kontrolle von trächtigen Tieren und Neugeborenen nach nachgewiesener Lupinenexposition.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameLupinus luteus L.
AliasnamenWolfsbohne、Bitterlupine
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
NervensystemBewegungsapparat (Wirbel, Gliedmaßen)GaumenReproduktionssystem
Wirkmechanismus

• Chinolizidinalkaloide verursachen akute neurologische Störungen (Lupinismus) bei empfindlichen Tierarten.

• Anagyrin und Piperidinalkaloide wirken teratogen bei Huftieren bei Einnahme zwischen dem 38. und 70. Trächtigkeitstag.

• Giftige Alkaloide werden nicht durch Trocknung oder Lagerung zerstört und bleiben auch im verarbeiteten Futter aktiv.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig +++
Schafe, Ziegen, Rinder: Süßlupinen: giftig +, Bitterlupinen/pilzbefallene Lupinen: stark giftig ++; Einnahme während der Trächtigkeit führt zu Teratogenese (Crooked Calve Disease) mit Fehlbildungen bei Neugeborenen.
Neugeborene Huftiere: Erhalten Giftstoffe über die Milch von Müttern, die Lupine aufgenommen haben; leichte Kontraktionen an Vorderläufen können sich vollständig zurückbilden.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Lupinen-Arten Lupinus spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Lupinen-Arten weisen ein vergleichbares Toxizitätspotenzial auf, besonders bei Pilzbefall.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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