Stephanskraut giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,684 fanden dies hilfreich
Delphinium staphisagria L.
1

Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen, enthalten giftige polycyclische Diterpenoidalkaloide.

2

Die Toxizität reicht von giftig bis sehr stark giftig, Rinder und Pferde sind besonders empfindlich.

3

Eine Vergiftung kann im schlimmsten Fall durch Atemlähmung tödlich verlaufen.

Häufige Fragen

Ist Stephanskraut giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten in der Quelle verfügbar, bei nachgewiesener oder vermuteter Einnahme umgehend ärztlichen Rat einholen. (Sehr stark)

Ist Stephanskraut giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Einnahme ist potenziell toxisch, umgehend Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Stephanskraut giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Einnahme ist potenziell toxisch, umgehend Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Stephanskraut giftig für Pferde?

Pferde sind besonders empfindlich, mögliche Symptome ähneln denen von Rindern: Unruhe, Gangstörungen, Muskelschwäche, Atemlähmung bis Tod. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Keine spezifischen Daten in der Quelle verfügbar, bei nachgewiesener oder vermuteter Einnahme umgehend ärztlichen Rat einholen.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Einnahme ist potenziell toxisch, umgehend Tierarzt konsultieren.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Einnahme ist potenziell toxisch, umgehend Tierarzt konsultieren.

Pferde
Sehr stark

Pferde sind besonders empfindlich, mögliche Symptome ähneln denen von Rindern: Unruhe, Gangstörungen, Muskelschwäche, Atemlähmung bis Tod.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, besonders die Samen
VergiftungswegOraler Kontakt durch Einnahme von Pflanzenteilen, insbesondere der Samen
Giftige InhaltsstoffeDelphinin; Methyllycaconitin; Delphisin; Delphinoidin; Delcosin; Delsonin; Lycoctonin; Elatine; Weitere polycyclische Diterpenoidalkaloide

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Beendigung der Nahrungsaufnahme, restliche Pflanzenteile vorsichtig aus dem Maul entfernen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen ohne ärztliche/tierärztliche Anweisung (hohe Aspirationsgefahr)
  • • Umgehend Kontakt zu Arzt oder Notfalltierarzt aufnehmen, Pflanze zur Identifizierung mitnehmen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener oder vermuteter Einnahme beliebiger Pflanzenteile
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Speichelfluss, Muskelzuckungen, Gangunsicherheit oder Atembeschwerden
  • • Bei nachgewiesener Einnahme großer Mengen oder von Samen der Pflanze

Prävention

  • • Pflanze von Bereichen fernhalten, zu denen Haustiere, Nutztiere oder kleine Kinder Zugang haben
  • • Pflanze vor dem Kontakt eindeutig identifizieren, um Verwechslungen zu vermeiden
  • • Nutztiere nicht auf Weiden grasen lassen, auf denen Stephanskraut vorkommt

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination unter ärztlicher/tierärztlicher Aufsicht durchführen
  • • Symptomatische Therapie entsprechend den auftretenden Beschwerden umsetzen
  • • Gabe von Neostigmin als Antidot gegen den Inhaltsstoff Methyllycaconitin
  • • Absolute Ruhe für die betroffene Person oder das betroffene Tier sicherstellen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameDelphinium staphisagria L.
AliasnamenMittelmeer-Rittersporn、Stephanskorn、Giftiger Rittersporn、Läusepfeffer、Läusezahn、Läusesamen、Kräusesamen
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenGering
HundeGering
PferdeSehr stark
Zielorgane
NervensystemAtemwegeMagen-Darm-TraktMuskulatur
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen polycyclischen Diterpenoidalkaloide stören die neuromuskuläre Übertragung im Nervensystem

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Symptome: Unruhe, Übererregbarkeit, steifer Gang, Muskelschwäche bis Festliegen, Speichelfluss, Erbrechen mit Aspirationsgefahr, Kolik, Muskelzuckungen, Tod durch Atemlähmung möglich
Schaf: Symptome: Muskelzuckungen, Paralyse, schaumiger Nasenausfluss, Todesfälle möglich; geringere Empfindlichkeit als Rinder und Pferde
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Rittersporn-Arten Verschiedene Delphinium-Arten
Optische Ähnlichkeit durch die typische, spornartige Blütenform des Rittersporns; alle Delphinium-Arten sind grundsätzlich giftig, die genaue Toxizität kann je nach Art abweichen.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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