Buschwindröschen giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,923 fanden dies hilfreich
Buschwindröschen
1

Die gesamte frische Pflanze ist giftig, der höchste Toxingehalt liegt während der Blütezeit vor.

2

Protoanemonin entsteht durch enzymatische Spaltung des ungiftigen Ranunculin bei Verletzung/Welken der Pflanze.

3

Bei Aufnahme können Schleimhautreizungen, Krämpfe und im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung auftreten.

Häufige Fragen

Ist Buschwindröschen giftig für Menschen?

Bläschenbildung, Rötung und Schwellung von Mund und Lippen mit Speichelfluss, Schleimhautreizungen im Verdauungstrakt mit Erbrechen, Kolik und Durchfall, Schwäche, Blut im Urin, Zittern, Krämpfe, Lähmungen, selten Tod durch Atemlähmung. (Mäßig)

Ist Buschwindröschen giftig für Katzen?

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen ausgegangen. (Mäßig)

Ist Buschwindröschen giftig für Hunde?

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen ausgegangen. (Mäßig)

Ist Buschwindröschen giftig für Pferde?

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei anderen Weidetieren ausgegangen. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Bläschenbildung, Rötung und Schwellung von Mund und Lippen mit Speichelfluss, Schleimhautreizungen im Verdauungstrakt mit Erbrechen, Kolik und Durchfall, Schwäche, Blut im Urin, Zittern, Krämpfe, Lähmungen, selten Tod durch Atemlähmung.

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen ausgegangen.

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen ausgegangen.

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Studien verfügbar, es wird von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei anderen Weidetieren ausgegangen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze frische Pflanze, höchster Toxingehalt zur Blütezeit. Getrocknete Pflanzen enthalten kein Protoanemonin und sind ungiftig.
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Hautkontakt mit verletzten/welkenden Pflanzen.
Giftige InhaltsstoffeProtoanemonin; Ranunculin; Anemonin (ungiftig, Trocknungsprodukt)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortigen Kontakt zur Pflanze beenden, Mund und Rachen bei Aufnahme mit klarem Wasser ausspülen.
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, da dies die Schleimhaut zusätzlich reizt.
  • • Restliche Pflanzenteile aus Mund und Umgebung entfernen, für spätere Identifizierung aufbewahren.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Aufnahme grösserer Mengen der Pflanze.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie starkem Speichelfluss, Erbrechen, Krämpfen oder Atembeschwerden.
  • • Bei Verdacht auf Vergiftung bei Kindern oder Haustieren.

Prävention

  • • Pflanze von Kindern und Haustieren fernhalten, keine Pflanzenteile essen.
  • • Frische Exemplare von Weideflächen fernhalten, getrocknete Pflanzen im Heu sind ungefährlich.
  • • Keinen Kontakt mit verletzten Pflanzen und offenen Wunden herstellen.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination durch Fachpersonal, z. B. Gabe von Aktivkohle bei oraler Aufnahme.
  • • Symptomatische Therapie: Behandlung von Schleimhautreizungen, Krämpfen und Atembeschwerden.
  • • Kontrolle der Vitalfunktionen bis zum vollständigen Abklingen der Beschwerden.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAnemone nemorosa L.
AliasnamenBusch-Windröschen、Waldanemone、Waldhähnchen、Wasserhähnchen、Weisse Osterblume、Weisses Windröschen
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
MundschleimhautVerdauungstraktNiereNervensystemAtemwege
Wirkmechanismus

• Das ungiftige Ranunculin wird bei Verletzung oder Welken der Pflanze durch enzymatische Spaltung zum toxischen Protoanemonin umgewandelt.

• Protoanemonin reizt alle Schleimhäute und wirkt nervenschädigend.

• Beim Trocknen dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, daher sind trockene Pflanzen ungefährlich.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kühe: Bei Aufnahme frischer Pflanzen entsteht rötlich verfärbte, bittere Milch, die nicht für den Verzehr geeignet ist.
Weidetiere allgemein: Vergiftungserscheinungen bei Aufnahme grösserer Mengen frischer Pflanzen, getrocknete Exemplare im Heu sind ungiftig.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Narzissen-Windröschen Anemone narcissiflora
Ähnelt dem Buschwindröschen im Wuchs, ist ebenfalls giftig. Unterscheidet sich durch Blüten in Dolden.
Grosses Windröschen Anemone sylvestris
Optisch sehr ähnlich, ebenfalls giftig. Hat deutlich grössere Blüten als das Buschwindröschen.
Dreiblatt-Windröschen Anemone trifolia
Ähnliches Aussehen, ebenfalls giftig. Hat drei geteilte Blätter als Unterscheidungsmerkmal.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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