Felsenmispel giftig?

Alle Pflanzenteile außer reifen Beeren enthalten cyanogene Glykoside, die zu Blausäureintoxikation führen können.
Wiederkäuer reagieren deutlich empfindlicher auf die Giftstoffe als Monogastrier wie Menschen, Hunde oder Katzen.
Akute schwere Vergiftungen führen oft innerhalb weniger Sekunden zum Tod, sodass Hilfe meist zu spät kommt.
Häufige Fragen
Ist Felsenmispel giftig für Menschen?
Leichte bis mäßige Magen-Darm-Beschwerden wie Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme giftiger Pflanzenteile (Gering)
Ist Felsenmispel giftig für Katzen?
Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartbar sind leichte Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen (Gering)
Ist Felsenmispel giftig für Hunde?
Wie bei anderen Monogastriern: Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme giftiger Pflanzenteile (Gering)
Ist Felsenmispel giftig für Pferde?
Als Monogastrier erwartbar: Magen-Darm-Beschwerden, bei sehr hoher Aufnahme ggf. weitere neurologische Symptome (Gering)
Giftigkeitsdetails
Leichte bis mäßige Magen-Darm-Beschwerden wie Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme giftiger Pflanzenteile
Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartbar sind leichte Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen
Wie bei anderen Monogastriern: Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme giftiger Pflanzenteile
Als Monogastrier erwartbar: Magen-Darm-Beschwerden, bei sehr hoher Aufnahme ggf. weitere neurologische Symptome
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Sofortige Beendigung der Aufnahme von Pflanzenteilen
- • Mundhöhle von vorhandenen Pflanzenresten befreien
- • Frische Luftzufuhr sicherstellen bei Anzeichen von Atembeschwerden
- • Kein Erbrechen herbeiführen ohne medizinische Anweisung
Sofort Tierarzt rufen
- • Auftreten von Atemnot, Krämpfen oder Bewusstlosigkeit
- • Aufnahme großer Mengen von giftigen Pflanzenteilen
- • Anhaltende Magen-Darm-Beschwerden länger als 2 Stunden nach Kontakt
Prävention
- • Pflanzen außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren platzieren
- • Vor dem Verzehr von Wildbeeren eine eindeutige Identifizierung durchführen
- • Weidetieren keinen Zugang zu Felsenmispel-Beständen gewähren
Behandlung & Prognose
- • Bei akuter Blausäureintoxikation sofortige medizinische Versorgung einleiten
- • Beatmung mit 95 % Sauerstoff und 5 % Kohlendioxid durchführen
- • Gabe von 1%iger Natriumnitritlösung (20-25 mg/kg Körpergewicht i.v.) gefolgt von 25%iger Natriumthiosulfatlösung (0.5-1.25 g/kg Körpergewicht i.v.)
- • Bei Bedarf Wiederholung der Gabe mit halber Dosis
Professionelle Toxikologie
• Cyanogene Glykoside werden im Körper zu Blausäure hydrolysiert, die die zelluläre Atmung hemmt
• Bei Wiederkäuern wird die Hydrolyse durch das alkalische Pansenmilieu begünstigt, bei Monogastriern hemmt das saure Magenmilieu die verantwortlichen Enzyme
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.