Gewöhnliche Rosskastanie giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,008 fanden dies hilfreich
Gewöhnliche Rosskastanie
1

Alle Pflanzenteile sind giftig, die höchste Giftkonzentration liegt in unreifen Früchten, grünen Fruchthüllen und frischen Trieben

2

Die Giftwirkung beruht auf hämolytisch wirksamen Triterpensaponinen (Aescingemisch mit 30 verschiedenen Glykosiden)

3

Bei Aufnahme großer Mengen kann es zu lebensgefährlichen neurologischen Symptomen und bleibendem Nierenversagen kommen

Häufige Fragen

Ist Gewöhnliche Rosskastanie giftig für Menschen?

Latenz von 1-3 Stunden, danach auftretende Maulhöhlenreizung, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Ödeme, Blutdruckabfall. Bei hoher Dosis folgen ZNS-Depression, Nierenversagen oder langanhaltende neurologische Defizite. (Stark)

Ist Gewöhnliche Rosskastanie giftig für Katzen?

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge. (Stark)

Ist Gewöhnliche Rosskastanie giftig für Hunde?

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge. (Stark)

Ist Gewöhnliche Rosskastanie giftig für Pferde?

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Latenz von 1-3 Stunden, danach auftretende Maulhöhlenreizung, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Ödeme, Blutdruckabfall. Bei hoher Dosis folgen ZNS-Depression, Nierenversagen oder langanhaltende neurologische Defizite.

Katzen
Stark

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge.

Hunde
Stark

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge.

Pferde
Stark

Keine spezifischen Datensätze vorhanden, Symptome vergleichbar mit denen bei Menschen: Magen-Darm-Reizungen, Kolik, neurologische Ausfälle bei hoher Aufnahmemenge.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, vor allem unreife Früchte, frische Triebe, grüne Fruchthüllen sowie Blütenhonig der Pflanze
VergiftungswegOral durch Aufnahme von Pflanzenteilen, insbesondere unreifen Früchten, oder Verzehr von belastetem Blütenhonig
Giftige InhaltsstoffeTriterpensaponin-Gemisch Aescin; β-Aescin; α-Aescin; Kryptoaescin; Aescin Ia, Ib, IIa, IIIa, IIIb, IV, V, VI; Isoaescin Ia, Ib, V

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Gabe von medizinischer Kohle nach oraler Aufnahme von Pflanzenteilen
  • • Spülen der Maulhöhle mit klarem Wasser bei Kontakt mit giftigen Pflanzenteilen
  • • Kein absichtliches Erbrechen herbeiführen ohne ärztliche Anweisung

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Aufnahme größerer Mengen an Rosskastanienteilen durch Menschen oder Tiere
  • • Auftreten von Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinstrübung oder Ödemen
  • • Verdacht auf Nierenfunktionsstörungen (z. B. stark verringerte Harnausscheidung)

Prävention

  • • Halten Sie Kinder und Haustiere von heruntergefallenen Rosskastanienfrüchten fern
  • • Verzehr von wildem Blütenhonig aus Rosskastanienbeständen vermeiden
  • • Keine Rosskastanien in unmittelbarer Nähe zu Tiergehegen oder Kinderspielplätzen pflanzen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts (z. B. medizinische Kohle, Laxativa)
  • • Symptomatische Therapie gemäß geltendem Notfallprotokoll
  • • Dauerhafte Überwachung der Nierenfunktion über mehrere Tage
Notfall? PlantFun öffnen für KI-SofortberatungApp laden

Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAesculus hippocastanum L. (Synonyme: Hippocastanum aesculus Cav., Hippocastanum vulgare Gaertn.)
AliasnamenRosskastanie、Balkan-Rosskastanie、Drusenkesten、Gichtbaum、Weisse Rosskastanie
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNierenZentralnervensystemBlutgefäße
Wirkmechanismus

• Aescin reizt die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und wirkt hämolytisch auf rote Blutkörperchen

• Bei hoher Aufnahmemenge kommt es zu Schädigungen des Zentralnervensystems und der Nieren

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Wiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege): Längere Latenz von 12-18 Stunden, Symptommaximum nach 24-28 Stunden, Erholung meist innerhalb von 72-96 Stunden
Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Keine spezifischen Daten vorhanden, von einer Aufnahme von Pflanzenteilen wird dringend abgeraten
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Pavie Aesculus pavia
Ebenfalls stark giftig, kann visuell mit der Gewöhnlichen Rosskastanie verwechselt werden
Rotblütige Rosskastanie Aesculus carnea
Ebenfalls stark giftig, unterscheidet sich durch rote Blüten und dornenlose Blätter von der Gewöhnlichen Rosskastanie
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Verwandte giftige Pflanzen

Rotblütige Rosskastanie
Aesculus carnea
Stark giftig ++
Pavie
Pavie
Aesculus pavia
Stark giftig ++
Gemeiner Seifenbaum
Gemeiner Seifenbaum
Sapindus saponaria
Mäßig giftig +

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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