Kleiner Sumpf-Hahnenfuss giftig?
Frische oder verletzte Pflanzen enthalten das giftige Protoanemonin, getrocknete Pflanzen im Dürrfutter sind ungefährlich.
Vergiftungen treten fast ausschließlich bei Aufnahme größerer Mengen (ab 2 kg bei Pferden) oder langfristiger Fütterung über mehrere Wochen auf.
Silage ist erst nach 2-monatiger Lagerung untoxisch, da bis dahin der Ranunculingehalt auf unbedenkliche Werte sinkt.
Häufige Fragen
Ist Kleiner Sumpf-Hahnenfuss giftig für Menschen?
Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Kontakt oder Aufnahme treten meist Schleimhautreizungen, Brennen und leichte Magen-Darm-Beschwerden auf. (Gering)
Ist Kleiner Sumpf-Hahnenfuss giftig für Katzen?
Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Aufnahme größerer Mengen werden Schleimhautreizungen am Maul, Erbrechen und Durchfall erwartet. (Gering)
Ist Kleiner Sumpf-Hahnenfuss giftig für Hunde?
Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Aufnahme größerer Mengen werden Schleimhautreizungen am Maul, Erbrechen und Durchfall erwartet. (Gering)
Ist Kleiner Sumpf-Hahnenfuss giftig für Pferde?
Bei geringer Aufnahme meist nur leichte Gastroenteritis. Bei hohen Mengen oder langfristiger Aufnahme: Bläschen und Schwellungen am Maul, Speichelfluss, Kolik, Durchfall, Hämaturie, Krämpfe, Lähmungen, im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung. (Stark)
Giftigkeitsdetails
Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Kontakt oder Aufnahme treten meist Schleimhautreizungen, Brennen und leichte Magen-Darm-Beschwerden auf.
Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Aufnahme größerer Mengen werden Schleimhautreizungen am Maul, Erbrechen und Durchfall erwartet.
Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Aufnahme größerer Mengen werden Schleimhautreizungen am Maul, Erbrechen und Durchfall erwartet.
Bei geringer Aufnahme meist nur leichte Gastroenteritis. Bei hohen Mengen oder langfristiger Aufnahme: Bläschen und Schwellungen am Maul, Speichelfluss, Kolik, Durchfall, Hämaturie, Krämpfe, Lähmungen, im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung.
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Weitere Aufnahme der Pflanze sofort unterbinden, betroffene Haut-/Schleimhautstellen mit viel kaltem Wasser abspülen.
- • Bei oraler Aufnahme kleiner Mengen reichlich stilles Wasser zu sich geben, kein Erbrechen herbeiführen.
- • Auf erste Symptome wie Speichelfluss oder Mundschmerzen achten und bei Tieren den Futterverlauf dokumentieren.
Sofort Tierarzt rufen
- • Wenn bei Tieren Bläschen am Maul, anhaltender Speichelfluss, Durchfall oder Kolik auftreten.
- • Wenn Pferde mehr als 1 kg der frischen Pflanze aufgenommen haben.
- • Wenn Symptome länger als 2 Stunden anhalten oder sich verschlimmern.
Prävention
- • Weiden regelmäßig auf Vorkommen des Kleinen Sumpf-Hahnenfusses prüfen und Pflanzen bei Bedarf entfernen.
- • Frische Pflanzen von Futter komplett ausschließen, getrocknete Exemplare sind unbedenklich.
- • Silage mindestens 2 Monate lagern, bevor sie an Tiere verfüttert wird, um den Ranunculingehalt auf untoxische Werte zu senken.
Behandlung & Prognose
- • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts bei kürzlich erfolgter Aufnahme großer Mengen.
- • Symptomatische Therapie mit Schleimhautschutzmitteln zur Linderung von Reizungen.
- • Gegebenenfalls Gabe von Antihistaminika bei starken lokalen Reaktionen.
- • Unterstützende Therapie bei Krämpfen, Kolik oder Nierenbelastung.
Professionelle Toxikologie
• Aus dem ungiftigen Ranunculin entsteht bei Verletzung oder Welken der Pflanze durch enzymatische Spaltung das toxische Protoanemonin.
• Protoanemonin reizt stark alle Schleimhäute und schädigt bei hoher Dosis das Nervensystem und die Nieren.
• Bei Trocknung der Pflanze dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, sodass getrocknete Pflanzen keine Gefahr darstellen.
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

