Scharbockskraut giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,565 fanden dies hilfreich
Ranunculus ficaria L.; Ficaria verna Huds.
1

Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Wurzelstock und Brutknöllchen

2

Getrocknete Pflanze im Dürrfutter ist durch Umwandlung zum ungiftigen Anemonin ungefährlich

3

Schwere Vergiftungen treten nur bei Aufnahme großer Mengen oder langfristiger Einnahme auf

Häufige Fragen

Ist Scharbockskraut giftig für Menschen?

Bei geringer Aufnahme meist nur leichte Gastroenteritis. Bei größeren Mengen: Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Tod durch Atemlähmung (Stark)

Ist Scharbockskraut giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten veröffentlicht, erwartet werden Schleimhautreiz im Mund, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall (Stark)

Ist Scharbockskraut giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten veröffentlicht, erwartet werden Schleimhautreiz im Mund, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall (Stark)

Ist Scharbockskraut giftig für Pferde?

Bei Aufnahme von ≥2 kg frischer Pflanze oder Einnahme über 3 Wochen: Gerötete Maulschleimhaut/Lippen, Bläschenbildung, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, selten Tod durch Atemlähmung (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Bei geringer Aufnahme meist nur leichte Gastroenteritis. Bei größeren Mengen: Bläschen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, selten Tod durch Atemlähmung

Katzen
Stark

Keine spezifischen Daten veröffentlicht, erwartet werden Schleimhautreiz im Mund, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall

Hunde
Stark

Keine spezifischen Daten veröffentlicht, erwartet werden Schleimhautreiz im Mund, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall

Pferde
Stark

Bei Aufnahme von ≥2 kg frischer Pflanze oder Einnahme über 3 Wochen: Gerötete Maulschleimhaut/Lippen, Bläschenbildung, Kolik, Hämaturie, Krämpfe, selten Tod durch Atemlähmung

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, besonders Wurzelstock und Brutknöllchen
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Fressen frischer Pflanzenteile
Giftige InhaltsstoffeRanunculin; Protoanemonin; Anemonin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Einnahmebeendigung, Mund gründlich mit warmem Wasser ausspülen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen ohne medizinische Anweisung
  • • Aufgenommene Menge und Einnahmezeitpunkt für Arzt/Tierarzt notieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Bläschen im Mund, starkem Speichelfluss oder Krämpfen
  • • Bei bekannter Aufnahme großer Mengen frischer Scharbockskraut
  • • Bei anhaltendem Erbrechen, Durchfall oder Koliksymptomen bei Tieren

Prävention

  • • Weiden regelmäßig auf Vorkommen von Scharbockskraut kontrollieren und entfernen
  • • Keine frischen Pflanzenteile an Heim- oder Nutztiere verfüttern
  • • Kinder und Haustiere von unbekannten wildwachsenden Pflanzen fernhalten

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magendarmtrakts nach ärztlicher/veterinärmedizinischer Anweisung
  • • Symptomatische Therapie mit Schleimhautschutzmitteln
  • • Ggf. Gabe von Antihistaminika und unterstützende Maßnahmen bei Krämpfen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameRanunculus ficaria L.; Ficaria verna Huds.
AliasnamenFeigwurz、Frühlings-Scharbockskraut
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
MundschleimhautVerdauungstraktNierenNervensystemAtemwege
Wirkmechanismus

• Ungiftiges Ranunculin wird bei Verletzung/Welken der Pflanze enzymatisch zum toxischen Protoanemonin umgewandelt

• Protoanemonin reizt stark alle Schleimhäute und wirkt bei höherer Dosierung neurotoxisch

• Bei Trocknung dimerisiert Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin, sodass getrocknete Pflanze ungefährlich ist

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kuh: Bei Aufnahme kann es zu Euterentzündungen kommen, die Milch färbt sich rötlich und schmeckt bitter
Kleinsäuger: Keine spezifischen Daten verfügbar, giftige Wirkung bei oraler Aufnahme ist zu erwarten
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Hahnenfuss-Arten Ranunculus spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Ranunculus-Arten enthalten ebenfalls Ranunculin und sind giftig, Unterscheidung erfolgt meist über Blatt- und Blütengröße
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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