Stein-Eiche giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,422 fanden dies hilfreich
Stein-Eiche
1

Alle Pflanzenteile (unreife Früchte, Blätter, Rinde, Knospen) enthalten giftige Gerbstoffe

2

Wiederkäuer entwickeln vor allem Nierenschäden, Monogastrier primär Magen-Darm-Symptome

3

Eichenholzstaub ist als krebserzeugend für den Menschen eingestuft

Häufige Fragen

Ist Stein-Eiche giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme größerer Mengen Risiko für Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Nierenschäden; Holzstaub löst Atemwegsreizungen aus und ist krebserzeugend (Mäßig)

Ist Stein-Eiche giftig für Katzen?

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Aufnahme werden Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall erwartet (Mäßig)

Ist Stein-Eiche giftig für Hunde?

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Aufnahme werden Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall erwartet (Mäßig)

Ist Stein-Eiche giftig für Pferde?

Symptome treten etwa 24 Stunden nach Aufnahme auf, dazu gehören Magen-Darm-Beschwerden, Apathie, in schweren Fällen Nierenschäden (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme größerer Mengen Risiko für Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Nierenschäden; Holzstaub löst Atemwegsreizungen aus und ist krebserzeugend

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Aufnahme werden Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall erwartet

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, bei Aufnahme werden Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall erwartet

Pferde
Mäßig

Symptome treten etwa 24 Stunden nach Aufnahme auf, dazu gehören Magen-Darm-Beschwerden, Apathie, in schweren Fällen Nierenschäden

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte (höheres Toxizitätsrisiko als reife Früchte), Blätter, Rinde, Knospen; Eichenholzstaub ist krebserzeugend
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Inhalation von Eichenholzstaub
Giftige InhaltsstoffeGerbstoffe (insbesondere Catechine); präformierte oligomere Gerbstoffe; Catechingallate; Catechinglykosid; dimere Proanthocyanidine; Ellagitannine (z. B. Vescalagin)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Aufnahme unverzüglich den Mund mit sauberem Wasser ausspülen
  • • Kein selbstständiges Erbrechen herbeiführen ohne ärztliche/veterinärmedizinische Anweisung
  • • Restliche Pflanzenteile sicher entfernen, um weitere Aufnahme zu verhindern

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn eine Aufnahme von Pflanzenteilen nachgewiesen oder vermutet wird
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Bauchschmerzen, verändertem Urin, blutigem Durchfall oder Apathie
  • • Bei Atembeschwerden nach Inhalation von Eichenholzstaub

Prävention

  • • Pflanze von Weiden für Nutztiere und Zugangsbereichen für Haustiere fernhalten
  • • Keine Eichenblätter, -früchte oder -rinde an Tiere verfüttern
  • • Bei Verarbeitung von Steineichenholz eine FFP2-Atemschutzmaske tragen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination z. B. Aktivkohlegabe unter medizinischer Kontrolle
  • • Symptomatische Therapie gemäß gängiger veterinärmedizinischer Notfallrichtlinien
  • • Kontrolle der Nierenfunktion und des Magen-Darm-Trakts bei betroffenen Tieren
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameQuercus ilex L.; Quercus sempervirens Mill.
Aliasnamenimmergrüne Eiche、Steineiche
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNierenSchleimhäuteAtemwege
Wirkmechanismus

• Giftige Gerbstoffe und deren Abbauprodukte schädigen Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und Nierengewebe

• Eichenholzstaub führt langfristig zu einem erhöhten Krebsrisiko der Atemwege

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Am häufigsten betroffen, Symptome treten nach 3-5 Tagen auf: Zuerst Obstipation und brauner Urin, später Apathie, blutiger Durchfall, Nierenschäden bis zum Tod
Andere Wiederkäuer (Schaf, Ziege): Entwickeln nach Aufnahme größerer Mengen typischerweise Nephropathien und schwere Magen-Darm-Läsionen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eichenarten Andere Quercus-Arten
Optisch sehr ähnlich, alle Eichenarten enthalten giftige Gerbstoffe, Unterschiede liegen nur im jeweiligen Gerbstoffgehalt
Stechpalme Ilex aquifolium
Ähnliche Blattform, Stechpalme ist deutlich stärker giftig, unterscheidbar durch scharf gezähnte, stechende Blattränder
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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