Rot-Eiche giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 3,823 fanden dies hilfreich
Rot-Eiche
1

Alle Pflanzenteile insbesondere unreife Früchte, Blätter und Rinde enthalten giftige Gerbstoffe mit bis zu 20% Anteil im Rindentrockengewicht

2

Bei Wiederkäufern treten vor allem Nierenschäden und Magen-Darm-Läsionen auf, bei Monogastriern überwiegend gastrointestinale Symptome

3

Eichenholzstaub ist als krebserzeugend eingestuft und stellt bei Einatmen ein gesundheitliches Risiko dar

Häufige Fragen

Ist Rot-Eiche giftig für Menschen?

Keine spezifischen Ingestionsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen sind Magen-Darm-Beschwerden zu erwarten, Eichenholzstaub ist krebserzeugend (Mäßig)

Ist Rot-Eiche giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten (Gering)

Ist Rot-Eiche giftig für Hunde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten (Gering)

Ist Rot-Eiche giftig für Pferde?

Symptome treten etwa 24 Stunden nach Aufnahme auf, primär Magen-Darm-Beschwerden, in späteren Verläufen auch Schwäche und Nierenschäden möglich (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Ingestionsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen sind Magen-Darm-Beschwerden zu erwarten, Eichenholzstaub ist krebserzeugend

Katzen
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten

Hunde
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei Einnahme größerer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten

Pferde
Mäßig

Symptome treten etwa 24 Stunden nach Aufnahme auf, primär Magen-Darm-Beschwerden, in späteren Verläufen auch Schwäche und Nierenschäden möglich

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileUnreife Früchte (höher toxisch als reife), Blätter, Rinde, Knospen; Eichenholzstaub ist krebserzeugend
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Einatmen von Eichenholzstaub
Giftige InhaltsstoffeGerbstoffe; Catechine; präformierte oligomere Gerbstoffe; Catechingallate; Catechinglykosid; dimere Proanthocyanidine; Ellagitannine (z. B. Vescalagin)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortiger Abbruch der Einnahme bei Kontakt mit giftigen Pflanzenteilen
  • • Entfernung von restlichen Pflanzenteilen aus Maul oder der unmittelbaren Umgebung
  • • Bei Einatmen von Eichenholzstaub sofort an die frische Luft begeben

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall oder verfärbtem Urin bei Tieren
  • • Nach Einnahme größerer Mengen von Eichenpflanzenteilen durch Haustiere oder Nutztiere
  • • Bei anhaltenden Atembeschwerden nach Einatmen von Eichenholzstaub

Prävention

  • • Halten Sie Haustiere und Nutztiere von Gebieten mit Rot-Eichen fern, besonders während der Fruchtreife
  • • Tragen Sie bei der Verarbeitung von Eichenholz eine Atemschutzmaske, um Staubeinatem zu vermeiden
  • • Entfernen Sie herabgefallene Eichenfrüchte und Blätter regelmäßig aus Bereichen, in denen sich Tiere aufhalten

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Aktivkohlegabe bei oraler Aufnahme innerhalb der ersten Stunden)
  • • Symptomatische Therapie nach ausdrücklicher Anweisung des behandelnden Tierarztes
  • • Regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion bei betroffenen Wiederkäufern und Pferden
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameQuercus rubra L.; Quercus borealis Michx.
AliasnamenAmerikanische Spitzeiche
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeMäßig
Zielorgane
NierenMagen-Darm-TraktAtemwege
Wirkmechanismus

• Giftige Gerbstoffe und deren Abbauprodukte schädigen die Magen-Darm-Schleimhaut und bei Wiederkäufern zusätzlich das Nierengewebe

• Eichenholzstaub löst bei langfristiger Einatmung krebserzeugende Prozesse im Atemtrakt aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Am häufigsten betroffen, Symptome treten nach 3-5 Tagen auf: zuerst Obstipation und brauner Urin, später Apathie, blutiger Durchfall, Nierenschäden bis zum Tod möglich
Sonstige Wiederkäuer: Entwickeln nach Aufnahme größerer Mengen typischerweise Nephropathien und gastrointestinale Läsionen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eichen-Arten Quercus spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Eichen-Arten enthalten vergleichbare giftige Gerbstoffe, Unterscheidung ist meist nur anhand von Blatt- und Fruchtmerkmalen möglich
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Verwandte giftige Pflanzen

Rotbuche
Rotbuche
Fagus sylvatica
Mäßig giftig
Steineiche
Steineiche
Quercus ilex
Mäßig giftig
Edelkastanie
Edelkastanie
Castanea sativa
Schwach giftig (unreife Früchte)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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