Adlerfarn giftig?

Alle Pflanzenteile sind sowohl frisch als auch getrocknet giftig, der höchste Toxingehalt liegt in jungen Teilen.
Vergiftungen bei Pferden treten vor allem bei unzureichender Futterversorgung oder Beimengung im Heu auf.
Unbehandelte Vergiftungen bei Pferden führen innerhalb von 1-2 Tagen nach Symptombeginn zum Tod.
Häufige Fragen
Ist Adlerfarn giftig für Menschen?
Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, enthaltene Toxine können auch bei Menschen Zellschäden verursachen. (Mäßig)
Ist Adlerfarn giftig für Katzen?
Toxizität für Katzen ist aktuell unbekannt. (Unbekannt)
Ist Adlerfarn giftig für Hunde?
Toxizität für Hunde ist aktuell unbekannt. (Unbekannt)
Ist Adlerfarn giftig für Pferde?
Gewichtsverlust, Koordinationsstörungen (sogenanntes Bracken-Stolpern), breiter Stand mit gewölbtem Rücken, starkes Muskelzittern, Unfähigkeit aufzustehen, unbehandelt Tod binnen 1-2 Tagen. (Sehr stark)
Giftigkeitsdetails
Keine spezifischen klinischen Daten verfügbar, enthaltene Toxine können auch bei Menschen Zellschäden verursachen.
Toxizität für Katzen ist aktuell unbekannt.
Toxizität für Hunde ist aktuell unbekannt.
Gewichtsverlust, Koordinationsstörungen (sogenanntes Bracken-Stolpern), breiter Stand mit gewölbtem Rücken, starkes Muskelzittern, Unfähigkeit aufzustehen, unbehandelt Tod binnen 1-2 Tagen.
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Sofort weitere Aufnahme der Pflanze unterbinden und kontaminiertes Futter vollständig entfernen.
- • Betroffene Tiere ruhigstellen und vor Verletzungen durch Stürze schützen.
- • Sofort einen Tierarzt über den Vorfall informieren.
Sofort Tierarzt rufen
- • Bei nachweisbarer Aufnahme von Adlerfarn durch Pferde, Wiederkäuer oder Schweine.
- • Bei Auftreten von Koordinationsstörungen, Muskelzittern oder unklarer Schwäche bei Weidetieren.
- • Bei Auftreten von Blutungen oder Blässe der Schleimhäute bei Wiederkäuern oder Kaninchen.
Prävention
- • Weiden regelmäßig auf Vorkommen von Adlerfarn überprüfen und Pflanzen vollständig entfernen.
- • Heu sorgfältig auf Beimengungen von Adlerfarn prüfen vor der Verfütterung.
- • Sichere Futterversorgung von Weidetieren sicherstellen, um Fressnahme von giftigen Pflanzen zu vermeiden.
Behandlung & Prognose
- • Bei Pferden: 100-200 mg Thiamin (Vitamin B1) zweimal täglich am ersten Tag, danach einmal täglich für 7-14 Tage verabreichen.
- • Bei Rindern: Wiederholte Bluttransfusionen (mindestens 4-5 Liter) und Gabe von Eisen-Dextran-Präparaten durchführen.
- • Unterstützende symptomatische Therapie nach ausdrücklicher tierärztlicher Anweisung.
Professionelle Toxikologie
• Thiaminase verursacht einen Thiaminmangel, der Störungen des Zentralnervensystems und des Stoffwechsels auslöst.
• Ptaquilosid wird im alkalischen Milieu zu einem stark alkylierenden Dienon umgewandelt, das nachhaltige Zellschäden verursacht.
• Schädigung des blutbildenden Knochenmarks führt zu erhöhter Kapillarfragilität und Blutgerinnungsstörungen.
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.