Gemeiner Wurmfarn giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 4,979 fanden dies hilfreich
Gemeiner Wurmfarn
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Hauptsächlich Wurzelstock und Blattstiele sind giftig, der höchste Toxingehalt findet sich im Sommer in jungen Pflanzen.

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Die Inhaltsstoffe führen bei Verzehr zu Magenentzündungen, Gangunsicherheit, Lähmungen bis hin zum Tod, bei hoher Dosis beträgt die Latenz nur 30 Minuten.

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Bei Vergiftung ist umgehende Dekontamination, symptomatische Therapie und Gabe von hohen Vitamin B1-Dosen erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Gemeiner Wurmfarn giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten für Menschen aufgeführt, bei Verzehr sind vergleichbare Symptome wie Magenentzündung, Erregung und Lähmung zu erwarten. (Mäßig)

Ist Gemeiner Wurmfarn giftig für Katzen?

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Katzen in den vorliegenden Daten verfügbar. (Unbekannt)

Ist Gemeiner Wurmfarn giftig für Hunde?

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Hunden in den vorliegenden Daten verfügbar. (Unbekannt)

Ist Gemeiner Wurmfarn giftig für Pferde?

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Pferden in den vorliegenden Daten verfügbar. (Unbekannt)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Daten für Menschen aufgeführt, bei Verzehr sind vergleichbare Symptome wie Magenentzündung, Erregung und Lähmung zu erwarten.

Katzen
Unbekannt

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Katzen in den vorliegenden Daten verfügbar.

Hunde
Unbekannt

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Hunden in den vorliegenden Daten verfügbar.

Pferde
Unbekannt

Keine spezifischen Angaben zu Vergiftungssymptomen bei Pferden in den vorliegenden Daten verfügbar.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileWurzelstock und Blattstiele, höchster Toxingehalt im Sommer in jungen Pflanzen
VergiftungswegHauptsächlich Verzehr von giftigen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeThiaminase; Aspidinol; Albaspidin; Flavaspidsäure; Filixsäure; Desaspindin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort Einnahme von Pflanzenteilen abbrechen, verbliebene Reste aus dem Mund entfernen.
  • • Kein selbstständiges Erbrechen herbeiführen, um Schleimhautschäden zu vermeiden.
  • • Umgehend einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren und Angaben zur aufgenommenen Menge machen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Nach nachweisbarem Verzehr von Wurmfarn durch Menschen oder Tiere.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Bauchschmerzen, Gangunsicherheit, Erregung oder Lähmungserscheinungen.
  • • Bei Verdacht auf Vergiftung auch ohne sofort auftretende Symptome, da die Latenzzeit nur 30 Minuten betragen kann.

Prävention

  • • Wurmfarn von für Kinder und Haustiere zugänglichen Bereichen fernhalten.
  • • Beim Sammeln von Wildpflanzen genau auf Artmerkmale achten, um Verwechslungen auszuschließen.
  • • Junge Pflanzen im Sommer besonders beachten, da diese den höchsten Toxingehalt aufweisen.

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen wie Gabe von medizinischer Kohle unter ärztlicher Anleitung.
  • • Supplementierung von hohen Dosen Vitamin B1 sowie Gabe von Magnesiumsulfat.
  • • Symptomatische Therapie entsprechend der auftretenden Beschwerden.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameDryopteris filix-mas (L.) Schott; Aspidium filix-mas (L.) Sw.; Polypodium filix-mas L.
AliasnamenEchter Wurmfarn、Männlicher Wurmfarn、Natternfarn、Schildfarn、Schnackenkraut、Teufelsleiter、Wanzenkraut、Waldfarn
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenUnbekannt
HundeUnbekannt
PferdeUnbekannt
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNervensystemLeberNiereAugen
Wirkmechanismus

• Thiaminase baut Vitamin B1 im Körper ab und führt zu entsprechenden Mangelerscheinungen.

• Acylphloroglucinole schädigen den Magen-Darm-Trakt, das Nervensystem und innere Organe.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind und Schaf: Salivation, Erbrechen, Appetitlosigkeit, unterdrücktes Wiederkauen, teils blutige Diarrhoe, unsicherer Gang, Körperschwäche bis Paralyse, permanente Blindheit.
Kaninchen: Progressive Anämie, Leuko- und Lymphopenie, signifikanter Anstieg der Leberenzyme, Harnstoff und Kreatinin im Serum.
Alle Tierarten bei hoher Dosis: Latenzzeit von 30 Minuten, anschließend Magenentzündung, Erregung, Lähmung bis hin zum Tod.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gewöhnlicher Frauenfarn Athyrium filix-femina
Beide Farnarten sind optisch sehr ähnlich. Der Unterschied liegt in den Sori: Beim Frauenfarn sind diese länglich oder hufeisenförmig, beim Gemeinen Wurmfarn rund und von einem Schild bedeckt.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gewöhnlicher Dornfarn
Polystichum aculeatum
Mäßig giftig
Sumpf-Wurmfarn
Dryopteris cristata
Giftig +
Eichen-Wurmfarn
Dryopteris affinis
Schwach giftig

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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