Stinkende Nieswurz giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 4,952 fanden dies hilfreich
Stinkende Nieswurz
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Die gesamte Pflanze weist eine Toxizität der Stufe Stark giftig ++ bis Sehr stark giftig +++ auf.

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Bei Einnahme treten schwere Symptome wie blutige Diarrhoe, Herzrhythmusstörungen und Krämpfe auf, der Tod innerhalb weniger Tage ist möglich.

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Nach vermuteter oder nachgewiesener Einnahme ist sofort eine fachärztliche oder tierärztliche Behandlung erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Stinkende Nieswurz giftig für Menschen?

Keine spezifischen klinischen Daten für Menschen verfügbar, es ist aber mit ähnlich schweren Symptomen wie bei Haustieren zu rechnen. (Sehr stark)

Ist Stinkende Nieswurz giftig für Katzen?

Keine expliziten Daten in der vorliegenden Datenbank aufgeführt, aufgrund der Gattungszugehörigkeit wird aber von einer hohen Toxizität ausgegangen. (Stark)

Ist Stinkende Nieswurz giftig für Hunde?

Starkes Erbrechen, blutige Diarrhoe, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Tremor, zentrale Krämpfe, Lähmungen, Tod innerhalb von 3 bis 4 Tagen möglich. (Sehr stark)

Ist Stinkende Nieswurz giftig für Pferde?

Latenzzeit von ca. 12 Stunden, starker Speichelfluss, Zähneknirschen, blutige Diarrhoe, Atemnot, epileptiforme Anfälle, Tachykardie, Herzstillstand, Tod nach etwa 3 bis 4 Tagen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Keine spezifischen klinischen Daten für Menschen verfügbar, es ist aber mit ähnlich schweren Symptomen wie bei Haustieren zu rechnen.

Katzen
Stark

Keine expliziten Daten in der vorliegenden Datenbank aufgeführt, aufgrund der Gattungszugehörigkeit wird aber von einer hohen Toxizität ausgegangen.

Hunde
Sehr stark

Starkes Erbrechen, blutige Diarrhoe, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Tremor, zentrale Krämpfe, Lähmungen, Tod innerhalb von 3 bis 4 Tagen möglich.

Pferde
Sehr stark

Latenzzeit von ca. 12 Stunden, starker Speichelfluss, Zähneknirschen, blutige Diarrhoe, Atemnot, epileptiforme Anfälle, Tachykardie, Herzstillstand, Tod nach etwa 3 bis 4 Tagen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze (alle Pflanzenteile) ist toxisch.
VergiftungswegHauptsächlich durch orale Einnahme, Hautkontakt kann bei empfindlichen Personen zusätzlich Reizungen verursachen (allgemeine Empfehlung).
Giftige InhaltsstoffeHerzwirksame Steroidglycoside (Bufadienolidderivate wie Hellebrigenin, Helleborogenon); Kardiotoxische Alkaloide (z. B. Celliamin, Sprintillamin); Steroidsaponine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Unterbrechung des Kontakts zur Pflanze, entfernen Sie verbliebene Pflanzenreste vollständig aus dem Mund des Betroffenen.
  • • Keine selbstständige Induktion von Erbrechen ohne ausdrückliche Anweisung eines Arztes oder Tierarztes.
  • • Halten Sie den Betroffenen ruhig und notieren Sie sich Menge und Zeitpunkt der möglichen Einnahme für das Fachpersonal.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jeder nachgewiesenen oder vermuteten Einnahme der Pflanze, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.
  • • Beim Auftreten von Symptomen wie Erbrechen, blutiger Diarrhoe, Atembeschwerden oder Krämpfen.
  • • Bei Bewusstseinsstörungen, unregelmäßigem Puls oder Herzrhythmusstörungen.

Prävention

  • • Halten Sie die Pflanze grundsätzlich außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren.
  • • Verwechseln Sie die Pflanze nicht mit essbaren Wildpflanzen, achten Sie bei der Wildpflanzensammlung auf eindeutige Merkmale.
  • • Tragen Sie bei direktem Kontakt mit der Pflanze ggf. Schutzhandschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Gabe von Aktivkohle nach ärztlicher/tierärztlicher Anweisung)
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden und Herzrhythmusstörungen.
  • • Kontinuierliche Überwachung der Herzfunktion und des allgemeinen Gesundheitszustands.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHelleborus foetidus L.
AliasnamenDungwurz、Bärenfuß
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenStark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerz-Kreislauf-SystemZentrales Nervensystem
Wirkmechanismus

• Die toxischen Inhaltsstoffe wirken kardiotoxisch, reizen den Magen-Darm-Trakt stark und beeinträchtigen die Funktionsweise des zentralen Nervensystems.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Wiederkäuer: Latenzzeit von 12 Stunden, Symptome umfassen starken Speichelfluss, Zähneknirschen, Wiederkäuestörungen, Tympanie, blutige Diarrhoe, epileptiforme Anfälle, Tod nach 3-4 Tagen möglich.
Schwein: Starkes Erbrechen, blutige Diarrhoe, Tod nach 3-4 Tagen unter Auftreten von Krämpfen und Lähmungen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Nieswurz-Arten Helleborus spp.
Alle Arten der Gattung Helleborus sind optisch ähnlich und ebenfalls toxisch. Unterscheidungsmerkmale liegen vor allem in Blütenfarbe und Wuchshöhe.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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