Drachenwurz giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,191 fanden dies hilfreich
Drachenwurz
1

Die gesamte Pflanze (insbesondere Blätter und Beeren) enthält giftige Calciumoxalat-Kristalle und lösliche Oxalsäuren.

2

Bei Aufnahme treten Schleimhautreizungen, Blutungen, Atembeschwerden und bei hohen Dosen Organschäden auf.

3

Die Pflanze ist sehr stark giftig für Vögel, bereits geringe Mengen können tödlich wirken.

Häufige Fragen

Ist Drachenwurz giftig für Menschen?

Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Blutungen an Zahnfleisch, Magen-Darm-Trakt und Gebärmutter, Atemnot durch Rachenödem, Schluckbeschwerden durch Kehlkopfödem, bei hohen Dosen Krämpfe, Ataxie, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierenschäden. (Mäßig)

Ist Drachenwurz giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet. (Gering)

Ist Drachenwurz giftig für Hunde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet. (Gering)

Ist Drachenwurz giftig für Pferde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Blutungen an Zahnfleisch, Magen-Darm-Trakt und Gebärmutter, Atemnot durch Rachenödem, Schluckbeschwerden durch Kehlkopfödem, bei hohen Dosen Krämpfe, Ataxie, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierenschäden.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten vorhanden, vergleichbare Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen werden erwartet.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, insbesondere Blätter und reife Beeren
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Kontakt von Pflanzensaft mit Schleimhäuten
Giftige Inhaltsstoffenadelförmige Calciumoxalat-Kristalle (Raphide); lösliche Oxalsäuren und deren Salze

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Spülen Sie Mund und Rachen mit reichlich kaltem Wasser aus, falls Pflanzenteile aufgenommen wurden.
  • • Entfernen Sie restliche Pflanzenteile umgehend aus Mund und unmittelbarem Umfeld.
  • • Geben Sie kleine Mengen calciumhaltiger Flüssigkeiten (z. B. Milch) zur Bindung von Oxalsäure.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Anzeichen von Atemnot, starken Rachenschwellungen oder sichtbaren Blutungen.
  • • Bei Auftreten von Krämpfen, Bewusstseinsstörungen oder anhaltendem Erbrechen.
  • • Wenn größere Mengen der Pflanze von Kindern, Haustieren oder Vögeln aufgenommen wurden.

Prävention

  • • Halten Sie die Pflanze fern von Kindern, Haustieren und vor allem Vögeln.
  • • Markieren Sie wildwachsende Exemplare in Gärten oder auf Wanderwegen, um versehentlichen Verzehr zu vermeiden.
  • • Verwechseln Sie die Pflanze nicht mit dem optisch ähnlichen, deutlich giftigeren Gefleckten Aronstab.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (ggf. Magenspülung bei frischer Aufnahme großer Mengen, Entfernung restlicher Pflanzenteile).
  • • Symptomatische Therapie: Analgetika gegen Schmerzen, ggf. Antihistaminika, bei starken Schleimhautschwellungen Glukokortikoide.
  • • Bei sehr hohen aufgenommenen Dosen: Calciumsubstitution sowie unterstützende Behandlung von Leber- und Nierenschäden.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameCalla palustris L.
AliasnamenSchlangenkraut、Schweinsohr、Schweinekraut、Schlangenwurzel
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
SchleimhäuteAtemwegeMagen-Darm-TraktLeberNiereHerz
Wirkmechanismus

• Nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle verursachen mechanische Reizungen und Verletzungen von Schleimhäuten bei Kontakt.

• Lösliche Oxalsäuren binden freies Calcium im Körper, was zu Hypocalciämie führen kann.

• Giftstoffe lösen Entzündungen und Ödeme im Rachen- und Kehlkopfbereich sowie Blutungen im Magen-Darm-Trakt aus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig (+++), bereits geringe Mengen der Pflanze können tödlich verlaufen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gefleckter Aronstab Arum maculatum
Optisch sehr ähnlich, beide gehören zur Familie der Aronstabgewächse und haben pfeilförmige Blätter. Der Gefleckte Aronstab ist deutlich giftiger als die Drachenwurz.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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