Wüstenrose giftig? Ja - was jetzt zu tun ist

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 2,383 fanden dies hilfreich
Wüstenrose
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Wüstenrose ist giftig für Katzen, Hunde und Pferde, schon kleine Mengen lösen meist Erbrechen aus.

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Die Giftwirkung beruht auf digitalisähnlichen Steroidglykosiden, die das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen.

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Es gibt keine bestätigten Tiervergiftungsfälle in Literatur, aber die Pflanze ist keinesfalls als Futter geeignet.

Häufige Fragen

Ist Wüstenrose giftig?

Ja. Wüstenrose (Adenium obesum) gilt als giftig und ist vor allem für Katzen, Hunde und Pferde riskant. Typische Symptome sind Erbrechen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen. (Giftig)

Ist Wüstenrose giftig für Menschen?

Keine bestätigten Vergiftungsfälle bekannt, bei Einnahme werden Magen-Darm-Beschwerden und Herzrhythmusstörungen vermutet. (Gering)

Ist Wüstenrose giftig für Katzen?

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen (Gering)

Ist Wüstenrose giftig für Hunde?

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen (Gering)

Ist Wüstenrose giftig für Pferde?

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine bestätigten Vergiftungsfälle bekannt, bei Einnahme werden Magen-Darm-Beschwerden und Herzrhythmusstörungen vermutet.

Katzen
Gering

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen

Hunde
Gering

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen

Pferde
Gering

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, tödlicher Verlauf bei hohen Dosen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile gelten als potenziell giftig. Bisher sind keine Tiervergiftungsfälle in der Literatur beschrieben, die Pflanze ist nicht als Futter geeignet.
VergiftungswegVergiftungen treten hauptsächlich durch Verschlucken von Pflanzenteilen auf. Kontakt mit dem klebrigen Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen.
Giftige InhaltsstoffeHerzaktive Steroidglykoside (digitalisähnliche Glykoside)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen unterbinden, sichtbare Reste aus dem Maul des Tieres entfernen.
  • • Kein Erbrechen selbst herbeiführen, ohne vorherige Rücksprache mit einem Tierarzt.
  • • Ein Stück der Pflanze zur eindeutigen Identifizierung für den Tierarzt aufbewahren.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn das Tier nachweislich Teile der Wüstenrose verschluckt hat.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie anhaltendem Erbrechen, Durchfall oder auffälligem Puls.
  • • Auch bei Aufnahme größerer Mengen ohne sofort sichtbare Symptome unverzüglich konsultieren.

Prävention

  • • Die Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern aufstellen.
  • • Keine Pflanzenteile als Futter für Tiere jeglicher Art verwenden.
  • • Schnittabfälle der Pflanze sofort sicher entsorgen, um versehentliche Aufnahme zu vermeiden.

Behandlung & Prognose

  • • Symptomatische Therapie durch den Tierarzt, unter anderem Magenentleerung und Gabe von Aktivkohle.
  • • Längere Überwachung des Herzrhythmus, um unregelmäßige Schläge frühzeitig zu erkennen.
  • • Gabe von herzaktiven Medikamenten bei nachgewiesenen Herzrhythmusstörungen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAdenium obesum
AliasnamenWüstenazalee、Falsche Azalee、Impalalilie、Kudulilie
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerz-Kreislauf-System
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Steroidglykoside hemmen die Natrium-Kalium-Pumpe in Herzzellen und stören so den normalen Herzrhythmus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen): Keine bestätigten Vergiftungsfälle bekannt, die Pflanze ist aber ungeeignet als Futter.
Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Einstufung als schwach giftig, Einnahme kann Magen-Darm-Beschwerden und Herzrhythmusstörungen auslösen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Adenium-Arten Adenium spp.
Optisch fast nicht zu unterscheiden, enthalten ebenfalls herzaktive Glykoside und haben die gleiche Giftstufe.
Indische Azalee Rhododendron simsii
Wird gelegentlich mit der Wüstenrose verwechselt, ist aber deutlich giftiger (stark giftig) und enthält Grayanotoxine als Wirkstoffe.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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