Oleander (Rosenlorbeer) giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 3,785 fanden dies hilfreich
Oleander (Rosenlorbeer)
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Alle Pflanzenteile (auch getrocknet) und teilweise daraus hergestellter Honig sind hochgiftig.

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Die Giftigkeit beruht auf herzaktiven Steroidglykosiden, die Herzrhythmusstörungen bis zur Herzlähmung auslösen können.

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Pferde und Enten reagieren besonders empfindlich auf Oleandergifte, tödliche Verläufe sind auch durch getrocknete Blätter dokumentiert.

Häufige Fragen

Ist Oleander (Rosenlorbeer) giftig für Menschen?

Erbrechen, Kolik, ggf. blutiger Durchfall, Schleimhautreizung, beschleunigte Atmung, erweiterte Pupillen, Herzrhythmusstörungen, kalte Extremitäten, Tod durch Herzlähmung im schweren Fall (Sehr stark)

Ist Oleander (Rosenlorbeer) giftig für Katzen?

Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Kolik, Apathie, Depression, Herzrhythmusstörungen, möglicher Tod (Sehr stark)

Ist Oleander (Rosenlorbeer) giftig für Hunde?

Apathie, Erbrechen, Unterkühlung, verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen, in dokumentierten Fällen vollständige Erholung nach 4 Tagen Therapie (Sehr stark)

Ist Oleander (Rosenlorbeer) giftig für Pferde?

Unruhe, Schwäche, verlangsamter Herzschlag mit oder ohne Rhythmusstörungen, Kolik, Muskelzittern, sehr hohes Risiko für tödliche Verläufe (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Erbrechen, Kolik, ggf. blutiger Durchfall, Schleimhautreizung, beschleunigte Atmung, erweiterte Pupillen, Herzrhythmusstörungen, kalte Extremitäten, Tod durch Herzlähmung im schweren Fall

Katzen
Sehr stark

Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Kolik, Apathie, Depression, Herzrhythmusstörungen, möglicher Tod

Hunde
Sehr stark

Apathie, Erbrechen, Unterkühlung, verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen, in dokumentierten Fällen vollständige Erholung nach 4 Tagen Therapie

Pferde
Sehr stark

Unruhe, Schwäche, verlangsamter Herzschlag mit oder ohne Rhythmusstörungen, Kolik, Muskelzittern, sehr hohes Risiko für tödliche Verläufe

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile (frisch oder getrocknet), gelegentlich auch daraus hergestellter Honig. Blätter enthalten ca. 1% Glykoside, höchster Gehalt während der Blütezeit, in roten Blüten höher als in weißen.
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Verkostung von Pflanzenteilen, Konsum von kontaminiertem Honig oder selbst hergestelltem Oleandertee
Giftige InhaltsstoffeOleandrin; Nerigosid; Odorosid A; Gentiobiosyloleandrin; Glucosyloleandrin; weitere herzaktive Steroidglykoside

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Oleanderteilen verhindern, Mund von Rückständen reinigen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen ohne ausdrückliche ärztliche/tiermedizinische Anweisung
  • • Menge der aufgenommenen Pflanzenteile und Aufnahmezeitpunkt genau notieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jedem Verdacht auf Aufnahme von auch nur kleinen Mengen Oleander
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie oder unregelmäßigem Herzschlag
  • • Bei bekanntem Kontakt von Tieren mit Oleanderpflanzen oder getrockneten Oleanderabfällen

Prävention

  • • Oleander außerhalb der Reichweite von Kindern, Haustieren und Weidetieren pflanzen
  • • Getrocknete Oleanderabfälle sicher entsorgen, sodass keine Tiere darauf zugreifen können
  • • Keine Getränke, Speisen oder Kräutermischungen zubereiten, die Oleanderteile enthalten

Behandlung & Prognose

  • • Entgiftung durch Aktivkohle und Abführmittel kurz nach Aufnahme
  • • Medikamentöse Behandlung von Herzrhythmusstörungen unter ständiger Überwachung
  • • Unterstützende Therapie zur Stabilisierung von Kreislauf und Atemfunktion
Notfall? PlantFun öffnen für KI-SofortberatungApp laden

Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameNerium oleander
AliasnamenRosenlorbeer、Rose-Bay
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
HerzMagen-Darm-TraktZentrales Nervensystem
Wirkmechanismus

• Herzaktive Steroidglykoside hemmen die Na+/K+-ATPase in Herzmuskelzellen, was zu Störungen der Erregungsbildung und -leitung im Herzen bis zur vollständigen Herzlähmung führt

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel (insbesondere Enten, Schwäne): Sehr empfindlich, tödliche Vergiftungen durch Aufnahme von nur wenigen getrockneten Oleanderblättern sind dokumentiert
Rinder: Vergiftungssymptome umfassen Unruhe, Schwäche, verlangsamten Herzschlag, Kolik und Muskelzittern
Meerschweinchen: Regelmäßig gemeldete Vergiftungsfälle nach Aufnahme von kleinen Mengen Oleanderteilen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gelber Oleander Thevetia peruviana
Optisch sehr ähnlich zum gewöhnlichen Oleander, ebenfalls sehr stark giftig. Unterscheidet sich vor allem durch seine gelben statt rosa/weißen Blüten und größeren, fleischigen Früchten.
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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