Wiesen-Goldhafer giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,295 fanden dies hilfreich
Trisetum flavescens (L.) P.Beauv.
1

Die gesamte Pflanze ist giftig, die Toxine bleiben auch im getrockneten Dürrfutter aktiv

2

Sie enthält calcinogene Glykoside und Vitamin D3, die zu Kalziumablagerungen im Gewebe führen

3

Bei Pferden und Wiederkäufern löst sie die chronische enzootische Kalzinose aus

Häufige Fragen

Ist Wiesen-Goldhafer giftig für Menschen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle beim Menschen dokumentiert (Ungiftig)

Ist Wiesen-Goldhafer giftig für Katzen?

Keine verifizierten Daten zur Toxizität für Katzen vorhanden (Unbekannt)

Ist Wiesen-Goldhafer giftig für Hunde?

Keine verifizierten Daten zur Toxizität für Hunde vorhanden (Unbekannt)

Ist Wiesen-Goldhafer giftig für Pferde?

Verminderte Milchleistung, Apathie, Kyphose, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Bewegungsunlust, Druckempfindlichkeit der Vorderbein-Beugesehnen, erhöhte Herzfrequenz, abdominal betonte Atmung, ggf. tastbare Verhärtung von Digitalarterien und Aorta abdominalis (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle beim Menschen dokumentiert

Katzen
Unbekannt

Keine verifizierten Daten zur Toxizität für Katzen vorhanden

Hunde
Unbekannt

Keine verifizierten Daten zur Toxizität für Hunde vorhanden

Pferde
Mäßig

Verminderte Milchleistung, Apathie, Kyphose, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Bewegungsunlust, Druckempfindlichkeit der Vorderbein-Beugesehnen, erhöhte Herzfrequenz, abdominal betonte Atmung, ggf. tastbare Verhärtung von Digitalarterien und Aorta abdominalis

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze, sowohl frisch als auch getrocknet im Dürrfutter
VergiftungswegOrale Aufnahme beim Fressen auf kontaminierten Weiden oder über verunreinigtes Heu
Giftige InhaltsstoffeVitamin D3; Calcinogene Glykoside des aktiven Metaboliten 1,25-Dihydroxycholecalciferol (1,25-OH-D3)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entfernen Sie das betroffene Tier umgehend von der Weide mit Wiesen-Goldhafer
  • • Stellen Sie uneingeschränkten Zugang zu frischem, sauberem Trinkwasser sicher
  • • Dokumentieren Sie alle beobachteten Symptome für den behandelnden Tierarzt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn das Tier Symptome wie Bewegungsunlust, Apathie oder auffällige Atmung zeigt
  • • Wenn bekannt ist, dass das Tier größere Mengen der Pflanze gefressen hat
  • • Bei ungewöhnlichen Veränderungen des Bewegungsapparats oder der Futteraufnahme

Prävention

  • • Kontrollieren Sie Weiden in Alpen- und Voralpenregionen regelmäßig auf Vorkommen von Wiesen-Goldhafer
  • • Vermeiden Sie die Ernte von Heu aus Beständen mit hohem Anteil dieser Grasart
  • • Überprüfen Sie gekauftes Dürrfutter auf Verunreinigungen mit Wiesen-Goldhafer

Behandlung & Prognose

  • • Es gibt keine spezifische Therapie für Vergiftungen mit Wiesen-Goldhafer
  • • Der Tierarzt kann unterstützende Maßnahmen zur Linderung der Symptome durchführen
  • • Eine frühe Diagnose verhindert irreversible Kalziumablagerungen im Gewebe
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameTrisetum flavescens (L.) P.Beauv.
AliasnamenGold-Grannenhafer、Goldhafer
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUnbekannt
HundeUnbekannt
PferdeMäßig
Zielorgane
BewegungsapparatHerz-Kreislauf-SystemDigitalarterienAorta abdominalisBeugesehnen der Vordergliedmaßen
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen calcinogenen Glykoside erhöhen die Kalziumaufnahme im Körper deutlich

• Es kommt zu Ablagerungen von Kalzium in Weichteilen, Arterien und Sehnen

• Die Toxine bleiben auch nach Trocknung der Pflanze im Futter voll wirksam

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen): Hohes Vergiftungsrisiko, Auftreten der gleichen Symptome wie bei Pferden inklusive verminderter Milchleistung und Gewebeverkalkungen
Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen): Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungsrisiken verfügbar
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere ungiftige Süßgräser Verschiedene Arten der Familie Poaceae
Optische Ähnlichkeit zu vielen essbaren Weidegräsern; Wiesen-Goldhafer zeichnet sich durch seine charakteristische goldgelbe Rispenfärbung aus
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Verwandte giftige Pflanzen

Taumel-Lolch
Taumel-Lolch
Lolium temulentum
Stark giftig (++) für Weidetiere und Menschen
Johnsongras
Johnsongras
Sorghum halepense
Giftig (+) bei Frost- oder Trockenstress für Weidetiere
Knäuel-Glanzgras
Knäuel-Glanzgras
Phalaris aquatica
Giftig (+) für Weidetiere, verursacht Nervenschäden

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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