Mexikanische Dreimasterblume giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 2,799 fanden dies hilfreich
Mexikanische Dreimasterblume
1

Die gesamte Pflanze enthält nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle (Raphide) als Hauptgiftstoff.

2

Für Vögel besteht eine sehr starke Giftigkeit, die bereits bei geringer Aufnahme lebensgefährlich ist.

3

Der Pflanzensaft löst bei Hunden schmerzhafte Kontaktdermatitis und ggf. systemische Vergiftungssymptome aus.

Häufige Fragen

Ist Mexikanische Dreimasterblume giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten bekannt, Reizungen von Haut und Schleimhäuten nach Kontakt werden vermutet. (Gering)

Ist Mexikanische Dreimasterblume giftig für Katzen?

Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, Vorsicht bei Kontakt oder Aufnahme empfohlen. (Gering)

Ist Mexikanische Dreimasterblume giftig für Hunde?

Vesiko-pustulöse Haut- und Schleimhautläsionen, Juckreiz, Rötung, Schwellung, Exsudation; ggf. Kreislaufkollaps, Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie. (Mäßig)

Ist Mexikanische Dreimasterblume giftig für Pferde?

Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, Vorsicht bei Weideaufnahme von verwandten Arten empfohlen. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Daten bekannt, Reizungen von Haut und Schleimhäuten nach Kontakt werden vermutet.

Katzen
Gering

Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, Vorsicht bei Kontakt oder Aufnahme empfohlen.

Hunde
Mäßig

Vesiko-pustulöse Haut- und Schleimhautläsionen, Juckreiz, Rötung, Schwellung, Exsudation; ggf. Kreislaufkollaps, Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie.

Pferde
Gering

Keine bestätigten Vergiftungsfälle dokumentiert, Vorsicht bei Weideaufnahme von verwandten Arten empfohlen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGesamte Pflanze
VergiftungswegHaut-/Schleimhautkontakt mit Pflanzensaft, orale Aufnahme von Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeCalciumoxalat-Kristalle (Raphide); Dicarbonsäuren; Polysaccharide; Stickstoffverbindungen

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei Hautkontakt: Betroffene Stelle sofort mit reichlich lauwarmem Wasser gründlich abwaschen.
  • • Bei oraler Aufnahme: Mundhöhle gründlich ausspülen, keine selbstständige Erbrechensinduktion ohne ärztliche Anweisung.
  • • Bei ersten Anzeichen von Rötung, Schwellung oder Atembeschwerden unverzüglich einen Arzt/Tierarzt kontaktieren.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Auftreten von Hautläsionen, Juckreiz oder Schleimhautreizungen nach Kontakt mit der Pflanze.
  • • Anzeichen von Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie oder Kreislaufbeschwerden nach oraler Aufnahme.
  • • Bekannte Aufnahme von größeren Mengen an Pflanzenteilen bei Haustieren oder Weidetieren.

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren, Vögeln und Kleinkindern platzieren.
  • • Bei Pflegearbeiten Handschuhe tragen, um Kontakt mit dem Pflanzensaft zu vermeiden.
  • • Weiden mit Vorkommen von Tradescantia-Arten für Weidetiere unzugänglich machen.

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung einer symptomatischen Therapie nach geltenden Notfallrichtlinien.
  • • Bei Methämoglobinämie: Langsame intravenöse Gabe von 1%iger Methylenblau-Lösung (9 mg/kg bei Rindern, Wiederholung nach 30 Minuten möglich).
  • • Gabe von Vitamin C: Initial 20 mg/kg intravenös, anschließend 30 mg/kg oral, 3-mal täglich.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameTradescantia pallida (Rose) D.R.Hunt
AliasnamenPurpur-Dreimasterblume、Purpurkönigin
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeMäßig
PferdeGering
Zielorgane
HautSchleimhäuteKreislaufsystemMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle verursachen mechanische Reizungen von Haut und Schleimhäuten.

• Aufgenommene Stickstoffverbindungen führen bei Weidetieren zu tödlicher Nitratvergiftung.

• Zellvermittelte Immunreaktionen lösen bei Hunden die charakteristische Kontaktdermatitis aus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig (+++), Aufnahme von geringen Mengen führt schnell zu lebensgefährlichen Vergiftungen.
Rinder / Färsen: Tödliche Nitratvergiftung innerhalb von 1-2 Stunden nach Aufnahme größerer Mengen auf befallenen Weiden.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Dreimasterblumen-Arten Tradescantia spp.
Sehr ähnliches Wuchsbild und Blattform, unterscheiden sich hauptsächlich durch Blütenfarbe und Wuchshöhe.
Callisia-Arten Callisia spp.
Gehören zur selben Familie, weisen ähnliche Blatttexturen auf und enthalten teilweise die gleichen giftigen Inhaltsstoffe.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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