Weissblütiges Gottesauge giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,193 fanden dies hilfreich
Weissblütiges Gottesauge
1

Die gesamte Pflanze ist giftig, enthält Calciumoxalat-Raphide und Nitrate, kann bei Kontakt starke Hautreaktionen auslösen.

2

Bei Hunden führt der Kontakt zu vesikulopustulösen Haut- und Schleimhautläsionen, bei Rindern kann Nitratvergiftung zum Tod führen.

3

Vögel sind besonders stark von der Vergiftung betroffen, die Toxizität ist für sie als sehr hoch einzustufen.

Häufige Fragen

Ist Weissblütiges Gottesauge giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Kontakt besteht potenzielles Risiko für Kontaktdermatitis durch Pflanzensaft. (Gering)

Ist Weissblütiges Gottesauge giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Katzen verfügbar. (Ungiftig)

Ist Weissblütiges Gottesauge giftig für Hunde?

Kontaktdermatitis mit vesiko-pustulösen Haut- und Schleimhautläsionen, Juckreiz, Erythem, Schwellung, Exsudation; bei Aufnahme möglicherweise Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie bis Kreislaufkollaps. (Mäßig)

Ist Weissblütiges Gottesauge giftig für Pferde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Pferde verfügbar. (Ungiftig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Kontakt besteht potenzielles Risiko für Kontaktdermatitis durch Pflanzensaft.

Katzen
Ungiftig

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Katzen verfügbar.

Hunde
Mäßig

Kontaktdermatitis mit vesiko-pustulösen Haut- und Schleimhautläsionen, Juckreiz, Erythem, Schwellung, Exsudation; bei Aufnahme möglicherweise Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie bis Kreislaufkollaps.

Pferde
Ungiftig

Keine spezifischen Toxizitätsdaten für Pferde verfügbar.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegHaut-/Schleimhautkontakt, orale Aufnahme
Giftige InhaltsstoffeCalciumoxalat-Kristalle (Raphide); Dicarbonsäuren; Nitrate; Polysaccharide (Glykoproteine mit hohem Kohlenhydratanteil)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Umgehend Kontakt mit der Pflanze beenden, betroffene Hautstellen mit reichlich Wasser und Seife gründlich abwaschen
  • • Bei Augenkontakt sofort 10-15 Minuten mit klarem Wasser ausspülen
  • • Bei oraler Aufnahme umgehend Mund mit Wasser ausspülen, kein Erbrechen herbeiführen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Anzeichen von Kontaktdermatitis (Schwellung, Rötung, Juckreiz, Blasenbildung)
  • • Bei oraler Aufnahme größerer Mengen der Pflanze
  • • Bei Auftreten von Erbrechen, Bauchschmerzen, Apathie oder Kreislaufbeschwerden

Prävention

  • • Kontakt mit der Pflanze generell vermeiden
  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren und Kindern aufbewahren
  • • Bei Arbeiten in der Nähe der Pflanze Schutzhandschuhe tragen

Behandlung & Prognose

  • • Symptomatische Therapie entsprechend der vorliegenden Beschwerden
  • • Bei Methämoglobinämie: Langsame intravenöse Gabe von 1%iger Methylenblau-Lösung (Rind: 9 mg/kg, nach 30 Minuten ggf. wiederholen)
  • • Initiale intravenöse Gabe von Vitamin C (20 mg/kg), anschließend 3-mal täglich 30 mg/kg oral verabreichen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameTradescantia fluminensis Vell.; Tradescantia albiflora Kunth
AliasnamenDreimasterblume、Rio-Dreimasterblume
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenUngiftig
HundeMäßig
PferdeUngiftig
Zielorgane
HautSchleimhäuteKreislaufsystemMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Calciumoxalat-Raphide verursachen bei Kontakt mechanische Reizungen von Haut und Schleimhäuten

• Nitrate führen bei oraler Aufnahme zur Bildung von Methämoglobin, beeinträchtigen den Sauerstofftransport im Blut

• Pflanzensaft induziert zellvermittelte Immunreaktionen, die zu Kontaktdermatitis führen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig +++, Aufnahme kann zu schneller tödlicher Vergiftung führen
Rinder (Färsen): Nitratvergiftung nach Aufnahme auf Weiden, kann innerhalb von 1-2 Stunden zum Tod führen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Tradescantia-Arten Tradescantia spp.
Gehören zur gleichen Gattung, haben ähnliches Blattaussehen und weisen ebenfalls Toxizität auf
Callisia-Arten Callisia spp.
Gehören zur selben Familie Commelinaceae, teilen optische Merkmale und enthalten teilweise dieselben giftigen Inhaltsstoffe
Commelina-Arten Commelina spp.
Zählen zur Familie der Commelinaceae, ähnliche Wuchsform, Verwechslungsgefahr durch gleiche Habitatpräferenz
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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