Orientalischer Lebensbaum giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 2,166 fanden dies hilfreich
Orientalischer Lebensbaum
1

Alle Pflanzenteile sind hochgradig giftig für Mensch und viele Tierarten

2

Vergiftungen führen zu Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfen sowie Leber- und Nierenschäden

3

Pferde, Ziegen und Schafe sind besonders betroffen, bei Rindern sind keine Vergiftungsfälle bekannt

Häufige Fragen

Ist Orientalischer Lebensbaum giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten im Datensatz aufgeführt. Bei Einnahme werden Gastroenteritis, Krämpfe sowie Leber- und Nierenschäden erwartet. (Sehr stark)

Ist Orientalischer Lebensbaum giftig für Katzen?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten bekannt, die Pflanze gilt als hochgiftig für Katzen. Bei Verdacht sofort einen Tierarzt konsultieren. (Sehr stark)

Ist Orientalischer Lebensbaum giftig für Hunde?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten bekannt, die Pflanze gilt als hochgiftig für Hunde. Bei Verdacht sofort einen Tierarzt konsultieren. (Sehr stark)

Ist Orientalischer Lebensbaum giftig für Pferde?

Gastroenteritis, Krämpfe, Leber- und Nierenschädigung mit erhöhter oder verringerter Harnausscheidung, treten vor allem nach Fressen von Zweigen auf (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Keine spezifischen Daten im Datensatz aufgeführt. Bei Einnahme werden Gastroenteritis, Krämpfe sowie Leber- und Nierenschäden erwartet.

Katzen
Sehr stark

Keine spezifischen Vergiftungsdaten bekannt, die Pflanze gilt als hochgiftig für Katzen. Bei Verdacht sofort einen Tierarzt konsultieren.

Hunde
Sehr stark

Keine spezifischen Vergiftungsdaten bekannt, die Pflanze gilt als hochgiftig für Hunde. Bei Verdacht sofort einen Tierarzt konsultieren.

Pferde
Sehr stark

Gastroenteritis, Krämpfe, Leber- und Nierenschädigung mit erhöhter oder verringerter Harnausscheidung, treten vor allem nach Fressen von Zweigen auf

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile
VergiftungswegHauptsächlich orale Aufnahme durch Fressen von Pflanzenteilen. Hautkontakt kann bei empfindlichen Personen leichte Reizungen verursachen.
Giftige InhaltsstoffeÄtherisches Öl mit dem Monoterpen Thujon; Tropolonen; Lignanderivat Picatsäure; Bitterstoffe; Gerbstoffe

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Aufnahme sofort den Mund mit klarem Wasser ausspülen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, es sei denn, dies wird von Fachpersonal empfohlen
  • • Aufgenommene Pflanzenteile zur Identifizierung aufbewahren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn eine Einnahme der Pflanze durch Haustiere oder Nutztiere bestätigt oder vermutet wird
  • • Wenn Symptome wie Erbrechen, Krämpfe oder unregelmäßige Harnausscheidung auftreten
  • • Wenn größere Mengen der Pflanze aufgenommen wurden

Prävention

  • • Pflanzen von Zugang zu Tieren (insbesondere Pferden, Ziegen, Schafen) fernhalten
  • • Abgeschnittene Zweige sicher entsorgen, damit Tiere nicht daran fressen können
  • • Die Pflanze bei Vorhandensein von Kleinkindern oder Tieren im Haushalt nicht anpflanzen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination unter ärztlicher/tierärztlicher Aufsicht, z. B. Gabe von medizinischer Kohle
  • • Symptomatische Therapie zur Behandlung von Entzündungen, Krämpfen und Organschäden
  • • Langfristige Überwachung von Leber- und Nierenfunktion
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameThuja orientalis L.; Platycladus orientalis (L.) Franco
AliasnamenMorgenländischer Lebensbaum
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktLeberNierenNervensystem
Wirkmechanismus

• Toxische Inhaltsstoffe wie Thujon reizen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und lösen Entzündungen aus

• Sie schädigen Leber- und Nierengewebe, was Störungen der Harnausscheidung verursacht

• Thujon wirkt auf das Nervensystem und löst Krämpfe aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Besonders hohes Vergiftungsrisiko nach Aufnahme von Zweigen, schwere Organschäden möglich
Ziege: Mehrere Vergiftungsfälle nach Aufnahme von Pflanzenteilen dokumentiert
Schaf: Mehrere Vergiftungsfälle nach Aufnahme von Pflanzenteilen dokumentiert
Rind: Bisher keine bekannten Vergiftungsfälle nach Aufnahme der Pflanze
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Thuja-Arten Thuja spp.
Optisch sehr ähnlich zum Orientalischen Lebensbaum, alle Arten der Gattung sind ebenfalls giftig
Lawsons Scheinzypresse Chamaecyparis lawsoniana
Ähnliche Wuchsform und Nadelstruktur, ebenfalls giftig, unterscheidet sich durch weichere hellere Nadeln
Echte Zypresse Cupressus sempervirens
Teilweise ähnliche Wuchsform, ebenfalls giftig, besitzt kleinere dunkelgrüne Nadeln und ist meist säulenförmig
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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