Einblatt (Friedenslilie) giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 3,096 fanden dies hilfreich
Einblatt (Friedenslilie)
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Einblatt ist für Katzen und Hunde eindeutig giftig, das Vergiftungsrisiko für Pferde ist bisher nicht erforscht.

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Giftiger Wirkstoff sind unlösliche Calciumoxalate, die bei Kontakt mit Schleimhäuten sofort Reizungen und Schmerzen auslösen.

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Typische erste Vergiftungsanzeichen sind starke Mundschmerzen, übermäßiger Speichelfluss und Erbrechen.

Häufige Fragen

Ist Einblatt (Friedenslilie) giftig für Menschen?

Mundschleimhautreizungen, brennende Schmerzen im Mund- und Rachenraum, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden (Gering)

Ist Einblatt (Friedenslilie) giftig für Katzen?

Starke Mundreizungen, brennende Schmerzen an Zunge, Lippen und Mundschleimhaut, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden (Mäßig)

Ist Einblatt (Friedenslilie) giftig für Hunde?

Identisch zu Katzen: Mundreizungen, brennende Schmerzen im Mundbereich, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden (Mäßig)

Ist Einblatt (Friedenslilie) giftig für Pferde?

Vergiftungsrisiko und mögliche Symptome sind bisher nicht ausreichend erforscht, Vorsicht ist geboten (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Mundschleimhautreizungen, brennende Schmerzen im Mund- und Rachenraum, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden

Katzen
Mäßig

Starke Mundreizungen, brennende Schmerzen an Zunge, Lippen und Mundschleimhaut, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden

Hunde
Mäßig

Identisch zu Katzen: Mundreizungen, brennende Schmerzen im Mundbereich, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden

Pferde
Gering

Vergiftungsrisiko und mögliche Symptome sind bisher nicht ausreichend erforscht, Vorsicht ist geboten

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, insbesondere Blätter und austretender Pflanzensaft
VergiftungswegExposition erfolgt über Kontakt von Pflanzenteilen/Saft mit Schleimhäuten (z. B. Mund) oder Verschlucken
Giftige InhaltsstoffeUnlösliche Calciumoxalate

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen verhindern und betroffene Person/Tier von der Pflanze entfernen
  • • Spülen Sie den Mundraum mit reichlich kaltem Wasser, um vorhandene Calciumoxalatkristalle zu entfernen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, da dies Schleimhautreizungen weiter verschlimmern kann

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn starke anhaltende Schmerzen, Atembeschwerden oder andauerndes Erbrechen auftreten
  • • Wenn größere Mengen an Pflanzenteilen verschluckt wurden
  • • Wenn Symptome auch nach Mundspülung länger als 30 Minuten anhalten

Prävention

  • • Stellen Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Katzen, Hunden und kleinen Kindern auf
  • • Tragen Sie bei Schnittarbeiten Handschuhe, um Kontakt mit dem reizenden Pflanzensaft zu vermeiden
  • • Informieren Sie alle Haushaltsmitglieder über die Giftigkeit der Pflanze

Behandlung & Prognose

  • • Medikamentöse Behandlung von Schmerzen und Schleimhautreizungen durch Arzt/Tierarzt
  • • Gabe von ausreichend Flüssigkeit zur Linderung von Magen-Darm-Reizungen
  • • Bei schweren Verläufen Überwachung der Atemwege zur Früherkennung von Schwellungen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameSpathiphyllum
AliasnamenMauna Loa Friedenslilie
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeGering
Zielorgane
MundschleimhautRachenSpeiseröhreMagen
Wirkmechanismus

• Scharfe unlösliche Calciumoxalatkristalle dringen bei Kontakt in Schleimhäute ein und verursachen akute Reizungen und Schmerzen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Vergiftungsrisiko ist bisher nicht ausreichend erforscht, Aufnahme von Pflanzenteilen sollte unbedingt vermieden werden
Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Aufgrund der enthaltenen Calciumoxalate ist ebenfalls von einer Giftigkeit auszugehen, Vorsicht ist geboten
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Kalla (Calla) Zantedeschia aethiopica
Optisch ähnlich durch große weiße Hochblätter und aufrechte Blütenstände; Unterschied: Kalla hat breitere pfeilförmige Blätter, beide Arten sind giftig
Flamingoblume Anthurium andraeanum
Gehört ebenfalls zu den Aronstabgewächsen mit ähnlicher Blattform; unterscheidet sich durch meist rote, pinke oder orange statt weißer Hochblätter
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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