Echte Pfingstrose giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 946 fanden dies hilfreich
Echte Pfingstrose
1

Alle Teile der Pfingstrose sind giftig, Blüten und Samen weisen die höchste Reizwirkung bei Verzehr auf.

2

Nach Aufnahme treten in der Regel nur leichte Magen-Darm-Beschwerden auf, schwere Vergiftungen sind unbekannt.

3

Bei Vergiftung reicht eine symptomatische Therapie, schwerwiegende Folgen sind nicht zu erwarten.

Häufige Fragen

Ist Echte Pfingstrose giftig für Menschen?

Reizerscheinungen des Magendarmtraktes wie Bauchschmerzen, leichtes Erbrechen oder Durchfall nach Verzehr von Blüten oder Samen (Gering)

Ist Echte Pfingstrose giftig für Katzen?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet (Gering)

Ist Echte Pfingstrose giftig für Hunde?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet (Gering)

Ist Echte Pfingstrose giftig für Pferde?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Reizerscheinungen des Magendarmtraktes wie Bauchschmerzen, leichtes Erbrechen oder Durchfall nach Verzehr von Blüten oder Samen

Katzen
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet

Hunde
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet

Pferde
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es werden ähnliche Magen-Darm-Reizungen wie bei Menschen erwartet

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, besonders Blüten und Samen
VergiftungswegOraler Verzehr von Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffePalbinon (Triterpen); Peonin (Flavonoid); Albiflorin R1 (Monoterpenoid-Glycosid); Benzoylpaeoniflorin (Monoterpenoid-Glycosid); 8-Debenzoylpaeoniflorin (Monoterpenoid-Glycosid); Lactiflorin (Monoterpenoid-Glycosid); Oxypaeoniflorin (Monoterpenoid-Glycosid); Paeonidanin A-E (Monoterpenoid-Glycosid); Paeoniflorigenon (Monoterpenoid-Glycosid); Paeoniflorin (Monoterpenoid-Glycosid); Paeonilacton A-C (Monoterpenoid-Glycosid); Pyrethrin I & II (Pyrethrin); Casuariin (Tannin); Casuarictin (Tannin); 5-Desgalloylstachyurin (Tannin); Gallsäure (Polyphenol)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Verzehr umgehend beenden, verbliebene Pflanzenteile aus der Mundhöhle entfernen
  • • Kleine Mengen stilles Wasser zur Verdünnung verabreichen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, solange es nicht von medizinischem Personal empfohlen wird

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei anhaltendem Erbrechen, heftigen Bauchschmerzen oder blutigem Durchfall
  • • Bei Verzehr sehr großer Mengen an Pflanzenteilen bei Kleintieren oder kleinen Kindern
  • • Bei Unsicherheit über die aufgenommene Menge oder auftretende unklare Symptome

Prävention

  • • Pfingstrosen außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren pflanzen
  • • Nach Kontakt mit der Pflanze vor dem Verzehr von Lebensmitteln gründlich die Hände waschen
  • • Blüten, Blätter und Samen der Pflanze nicht für Speisen oder Getränke verwenden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (z. B. Ausspülen der Mundhöhle mit Wasser)
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Erbrechen und Durchfall
  • • Bei schweren Verläufen medizinische oder tiermedizinische Betreuung aufsuchen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NamePaeonia officinalis L. (Synonyme: Paeonia femina Deesf., Paeonia peregrina Koch)
AliasnamenGemeine Pfingstrose、Bauern-Pfingstrose、Garten-Pfingstrose、Pfingstrose
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
MagenschleimhautDarmschleimhautMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Reizung der Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes durch enthaltene giftige Inhaltsstoffe nach oraler Aufnahme

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Mögliche Magen-Darm-Reizungen nach Verzehr größerer Mengen an Pflanzenteilen, keine bekannten tödlichen Verläufe
Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen): Keine bekannten Vergiftungsfälle, geringe Toxizität auch für diese Tierarten bestätigt
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Pfingstrosen-Arten Paeonia spp.
Optisch sehr ähnlich, alle bekannten Paeonia-Arten weisen eine vergleichbare geringe Toxizität auf, keine toxikologisch relevanten Unterscheidungsmerkmale vorhanden
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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