Berglorbeer giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 3,851 fanden dies hilfreich
Berglorbeer
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Die gesamte Pflanze ist giftig, die Wirkstoffe beeinträchtigen Herz, Skelettmuskulatur und Nervensystem.

2

Besonders Weidetiere wie Pferde, Schafe und Ziegen sind bei Verzehr akut gefährdet.

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Bei jedem Verdacht auf Vergiftung ist umgehend ein Arzt oder Tierarzt zu konsultieren.

Häufige Fragen

Ist Berglorbeer giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, es sind aber ähnliche Symptome wie bei Tieren (Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Nervenausfälle) zu erwarten. (Stark)

Ist Berglorbeer giftig für Katzen?

Toxizität unbekannt, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Berglorbeer giftig für Hunde?

Toxizität unbekannt, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Berglorbeer giftig für Pferde?

Akute Verdauungsstörungen, übermäßiger Speichelfluss, Appetitlosigkeit, Durchfall, Kolik, Schwäche, Koordinationsverlust, Beinlähmung, schwache Herzrate, Koma und Tod bei schwerer Vergiftung. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Keine spezifischen Daten verfügbar, es sind aber ähnliche Symptome wie bei Tieren (Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Nervenausfälle) zu erwarten.

Katzen
Gering

Toxizität unbekannt, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Hunde
Gering

Toxizität unbekannt, bei Verdacht auf Verzehr umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Pferde
Stark

Akute Verdauungsstörungen, übermäßiger Speichelfluss, Appetitlosigkeit, Durchfall, Kolik, Schwäche, Koordinationsverlust, Beinlähmung, schwache Herzrate, Koma und Tod bei schwerer Vergiftung.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegVerzehr von Pflanzenteilen, seltener Hautkontakt mit irritierendem Pflanzensaft
Giftige InhaltsstoffeGrayanotoxin I (Acetylandromedol, Andromedotoxin, Rhodotoxin); Grayanotoxin II (Andromedenol); Grayanotoxin III (Andromedol); Grayanotoxine IV bis XXI; Rhodojaponine; Grayanosid A; Pierosid A

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Verzehr unverzüglich stoppen, betroffene Person/Tier an einen sicheren Ort bringen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, da hohes Risiko für Aspirationspneumonie besteht
  • • Aufbewahrung von vorhandenen Pflanzenresten zur Identifikation durch Fachpersonal

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jedem nachgewiesenen oder vermuteten Verzehr von Pflanzenteilen
  • • Auftreten von Symptomen wie übermäßigem Speichelfluss, Schwäche, Herzrhythmusstörungen oder Atemnot
  • • Bei Bewusstseinstrübung, Lähmungserscheinungen oder Kolik bei Weidetieren

Prävention

  • • Pflanze nicht in Weidegebieten oder Gehegen von Haustieren und Nutztieren anpflanzen
  • • Regelmäßige Kontrolle von Weiden auf Vorkommen der Pflanze und umgehende Entfernung
  • • Kinder über die Giftigkeit der Pflanze aufklären, Verzehr von unbekannten Pflanzen verbieten

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination nach ausdrücklicher ärztlicher/tierärztlicher Anweisung
  • • Symptomatische Therapie mit Analgetika, Antibiotika bei nachgewiesener Aspirationspneumonie
  • • Intravenöse Gabe von 20% Lipidlösung (1,5 ml/kg Körpergewicht innerhalb von 5 Minuten) nach fachlicher Anweisung
  • • Gabe von Atropin bei nachgewiesener Bradykardie
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameKalmia latifolia
AliasnamenMountain Laurel、Breitblättrige Kalmie
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenGering
HundeGering
PferdeStark
Zielorgane
HerzMagen-Darm-TraktNervensystemAtemwege
Wirkmechanismus

• Grayanotoxine stören die normale Funktion von Skelettmuskulatur, Herzmuskulatur und Nervenzellen

• Vergiftungssymptome treten in der Regel innerhalb weniger Stunden nach Verzehr auf

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Schaf und Ziege: Fressen die Pflanze gerne, schwere tödliche Vergiftungen sind auch bei geringer Aufnahme möglich
Rind: Symptome treten innerhalb von 6 Stunden auf und dauern 1-2 Tage, hohes Risiko für Aspirationspneumonie
Vögel: Sehr stark giftig +++, tödliche Vergiftungen bereits bei Aufnahme kleiner Mengen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Kalmia-Arten Kalmia spp.
Optisch für Laien kaum unterscheidbar, alle Arten sind ebenfalls stark giftig
Catawba-Rhododendron Rhododendron catawbiense
Gehört zur selben Familie, hat ähnliche Blattform, ebenfalls stark giftig, unterscheidet sich bei Blüte durch Blütenfarbe
Japanische Lavendelheide Pieris japonica
Gleiche Familie, ähnliche Wuchsform, stark giftig, hat kleinere, glänzendere Blätter als der Berglorbeer
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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