Echtes Johanniskraut giftig?

Die ganze Pflanze ist giftig, besonders Blüten und Blätter; die Toxizität bleibt zu ca. 20% auch in Dürrfutter erhalten.
Der Hauptgiftstoff Hypericin löst bei allen betroffenen Tierarten vor allem Fotosensibilisierung mit Hautläsionen aus.
Pferde reagieren besonders empfindlich auf eine Vergiftung, mit erhöhtem Infektionsrisiko und schweren neurologischen Symptomen.
Häufige Fragen
Ist Echtes Johanniskraut giftig für Menschen?
Keine spezifischen Daten zu Humanvergiftungen in der vorliegenden Datenbank verfügbar; bei versehentlicher Aufnahme ärztlichen Rat einholen. (Gering)
Ist Echtes Johanniskraut giftig für Katzen?
Fotosensibilisierung mit ulzerativer und exsudativer Dermatitis an sonnenexponierten, unpigmentierten Hautstellen, Appetitlosigkeit, Unruhe, ggf. Krämpfe. (Mäßig)
Ist Echtes Johanniskraut giftig für Hunde?
Fotosensibilisierung mit ulzerativer und exsudativer Dermatitis an sonnenexponierten, unpigmentierten Hautstellen, Appetitlosigkeit, Unruhe, ggf. Krämpfe. (Mäßig)
Ist Echtes Johanniskraut giftig für Pferde?
Besonders hohe Empfindlichkeit: Hautläsionen mit erhöhtem Infektionsrisiko, Appetitlosigkeit, Koordinationsstörungen, Taumeln, Koma, ggf. Krämpfe. (Mäßig)
Giftigkeitsdetails
Keine spezifischen Daten zu Humanvergiftungen in der vorliegenden Datenbank verfügbar; bei versehentlicher Aufnahme ärztlichen Rat einholen.
Fotosensibilisierung mit ulzerativer und exsudativer Dermatitis an sonnenexponierten, unpigmentierten Hautstellen, Appetitlosigkeit, Unruhe, ggf. Krämpfe.
Fotosensibilisierung mit ulzerativer und exsudativer Dermatitis an sonnenexponierten, unpigmentierten Hautstellen, Appetitlosigkeit, Unruhe, ggf. Krämpfe.
Besonders hohe Empfindlichkeit: Hautläsionen mit erhöhtem Infektionsrisiko, Appetitlosigkeit, Koordinationsstörungen, Taumeln, Koma, ggf. Krämpfe.
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Betroffenes Tier sofort aus direkter Sonneneinstrahlung in einen dunklen Schatten oder Stall bringen.
- • Weitere Aufnahme von Johanniskraut umgehend verhindern, ggf. Pflanzenreste aus Maul und Fell entfernen.
- • Keine Medikamente ohne tierärztliche Anweisung verabreichen.
Sofort Tierarzt rufen
- • Wenn Hautrötungen, Ödeme oder schwarze Krusten an sonnenexponierten Hautstellen auftreten.
- • Bei Anzeichen von Appetitlosigkeit, Unruhe, Krämpfen oder Koordinationsstörungen.
- • Nach nachgewiesener Aufnahme größerer Mengen Johanniskraut, insbesondere bei Pferden.
Prävention
- • Weideflächen regelmäßig auf Johanniskraut untersuchen und Befall umgehend beseitigen.
- • Heu und Futtermittel auf Verunreinigungen mit Johanniskraut prüfen, da die Toxizität auch getrocknet erhalten bleibt.
- • Tiere mit bekannter Aufnahme der Pflanze für mindestens 48 Stunden vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Behandlung & Prognose
- • Dekontamination und symptomatische Therapie gemäß geltender Notfallprotokolle.
- • Gabe von Antibiotika kombiniert mit Glukokortikoiden (lokal oder parenteral), Zink-Lebertran-Paste und Niacin nach tierärztlicher Anweisung.
- • Antihistaminika sind nur wenig wirksam und sollten nur nach ausdrücklicher Empfehlung des Tierarztes eingesetzt werden.
Professionelle Toxikologie
• Der toxische Wirkstoff Hypericin führt nach Aufnahme und nachfolgender Sonneneinstrahlung zu Fotosensibilisierung, die schwere Hautschäden und systemische Symptome auslöst.
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Datenquellen
Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.