Wachsblume giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 990 fanden dies hilfreich
Wachsblume
1

Die gesamte Pflanze ist giftig, für Ziervögel besteht das Risiko sehr schwerer, tödlicher Vergiftungen.

2

Bei Hunden und Katzen treten nach Einnahme bisher nur harmlosere Magen-Darm-Symptome auf.

3

Bei Verdacht auf Vergiftung ist sofort eine tierärztliche Dekontamination und symptomatische Therapie erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Wachsblume giftig für Menschen?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Menschen verfügbar, bei Einnahme unverzüglich ärztlichen Rat einholen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Katzen?

Bisher nur Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen oder Durchfall nachgewiesenen nach Einnahme von Pflanzenteilen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Hunde?

Bisher nur Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen oder Durchfall nachgewiesenen nach Einnahme von Pflanzenteilen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Pferde?

Keine spezifischen Symptome für Pferde dokumentiert, bei Einnahme unverzüglich tierärztlichen Rat einholen. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Menschen verfügbar, bei Einnahme unverzüglich ärztlichen Rat einholen.

Katzen
Gering

Bisher nur Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen oder Durchfall nachgewiesenen nach Einnahme von Pflanzenteilen.

Hunde
Gering

Bisher nur Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen oder Durchfall nachgewiesenen nach Einnahme von Pflanzenteilen.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Symptome für Pferde dokumentiert, bei Einnahme unverzüglich tierärztlichen Rat einholen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegHauptsächlich Aufnahme durch Verschlucken von Pflanzenteilen, selten Reizungen bei Kontakt mit Schleimhäuten.
Giftige InhaltsstoffePregnane; Pregnanglykoside; Unbekanntes Neurotoxin (nachgewiesen bei verwandter Hoya australis); Steroidsaponine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen verhindern, betroffenes Lebewesen von der Pflanze fernhalten.
  • • Mundhöhle von verbliebenen Pflanzenteilen reinigen, keine selbstständige Erbrechensauslösung ohne medizinische Anweisung.
  • • Ein Stück der Pflanze aufbewahren, um sie dem Arzt/Tierarzt zur Identifizierung vorzulegen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Pflanzenteile aufgenommen wurden, auch wenn noch keine Symptome auftreten.
  • • Bei Auftreten von Beschwerden wie Erbrechen, Zittern, Koordinationsstörungen oder Krämpfen.
  • • Insbesondere bei Ziervögeln, Rindern oder Schafen sofort nach festgestellter Einnahme kontaktieren.

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren, Weidetieren, Ziervögeln und kleinen Kindern aufstellen.
  • • Beim Umgang mit der Pflanze bei empfindlichen Personen Handschuhe tragen, um Schleimhautreizungen zu vermeiden.
  • • Verwechslungsgefahr mit ähnlichen giftigen Arten beachten, Pflanzen eindeutig kennzeichnen.

Behandlung & Prognose

  • • Medizinische Dekontamination z.B. durch Gabe von Aktivkohle, wenn die Einnahme noch nicht lange zurückliegt.
  • • Symptomatische Therapie entsprechend den auftretenden Beschwerden z.B. Krampflöser oder Flüssigkeitstherapie.
  • • Überwachung der Herzfunktion bei schweren Fällen, da Inhaltsstoffe ähnlich wie Herzglykoside wirken.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHoya linearis Wall. ex D.Don
AliasnamenLineare Wachsblume、Wachspflanze
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerzmuskelNervensystem
Wirkmechanismus

• Pregnane und Pregnanglykoside binden an Herzglycosid-Rezeptoren am Herzmuskel, Wirkung ähnlich wie Herzglykoside.

• Ein unbekanntes Neurotoxin (bei verwandten Hoya-Arten nachgewiesen) schädigt das Nervensystem.

• Steroidsaponine reizen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und lösen so Verdauungsbeschwerden aus.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder und Schafe: Giftig, Symptome: Muskeltremor, Ataxie, Kollaps, klonisch-tonische Krämpfe, tödliche Vergiftungen möglich.
Ziervögel (z.B. Wellensittich): Sehr stark giftig, Symptome: Torticollis, Koordinationsstörungen, Zittern, dunkelgrüner Kot, tödlicher Verlauf möglich.
Schildkröten und Jemenchamäleon: Ungiftig, keine nachgewiesenen Vergiftungsfälle bekannt.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Hoya carnosa-Arten Hoya carnosa
Sehr ähnliches Aussehen, gehören ebenfalls zu den Hundsgiftgewächsen und sind teilweise giftig.
Seidenpflanzen Asclepias sp.
Ähnliche Wuchsform bei jungen Pflanzen, gehören ebenfalls zu den Hundsgiftgewächsen und sind stark giftig.
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Verwandte giftige Pflanzen

Oleander
Oleander
Nerium oleander
Sehr stark giftig (Severe)
Gewöhnlicher Hundsgift
Gewöhnlicher Hundsgift
Apocynum cannabinum
Stark giftig (High)
Kleines Immergrün
Kleines Immergrün
Vinca minor
Mäßig giftig (Moderate)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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