Wachsblume giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 4,721 fanden dies hilfreich
Hoya lanceolata Wall. ex D.Don subsp. bella (Hook.) D.H.Kent
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Die gesamte Pflanze ist giftig, sie enthält Pregnanglykoside mit herzglykosidähnlicher Wirkung und potenzielle Neurotoxine.

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Für Ziervögel wie Wellensittiche ist die Pflanze extrem giftig, selbst geringe Mengen können tödlich verlaufen.

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Bei Hunden und Katzen sind nach Verzehr bisher nur leichte Magen-Darm-Beschwerden dokumentiert worden.

Häufige Fragen

Ist Wachsblume giftig für Menschen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen, bei Verdacht auf Verzehr unverzüglich ärztlichen Rat einholen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Katzen?

Bisher nur milde bis mittlere Magen-Darm-Symptome nach Verzehr nachgewiesen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Hunde?

Bisher nur milde bis mittlere Magen-Darm-Symptome nach Verzehr nachgewiesen. (Gering)

Ist Wachsblume giftig für Pferde?

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Verdacht auf Verzehr sofort Tierarzt kontaktieren. (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen, bei Verdacht auf Verzehr unverzüglich ärztlichen Rat einholen.

Katzen
Gering

Bisher nur milde bis mittlere Magen-Darm-Symptome nach Verzehr nachgewiesen.

Hunde
Gering

Bisher nur milde bis mittlere Magen-Darm-Symptome nach Verzehr nachgewiesen.

Pferde
Gering

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert, bei Verdacht auf Verzehr sofort Tierarzt kontaktieren.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegVerzehr von Pflanzenteilen, bei empfindlichen Personen/Tieren auch Reizungen durch Kontakt mit Pflanzensaft möglich.
Giftige InhaltsstoffePregnane und Pregnanglykoside; Unbekanntes Neurotoxin (nachgewiesen bei der verwandten Art Hoya australis); Steroidsaponine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Verzehr sofort stoppen, verbliebene Pflanzenteile schonend aus dem Maul des Betroffenen entfernen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, außer es wird explizit durch einen Arzt/Tierarzt angeordnet
  • • Falls das Tier bei Bewusstsein ist, kleine Mengen frisches Wasser zur Verfügung stellen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn das Tier Vergiftungssymptome wie Tremor, Krämpfe, Durchfall oder Erbrechen zeigt
  • • Bei Verzehr größerer Mengen auch bei fehlenden sofortigen Symptomen
  • • Besonders bei Ziervögeln unverzüglich Kontakt aufnehmen, auch bei Verzehr sehr kleiner Mengen

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren, insbesondere Ziervögeln, aufstellen
  • • Abgefallene Blätter und Blüten sofort aufsammeln und fachgerecht entsorgen
  • • Verwechslung mit ähnlichen giftigen Pflanzen vermeiden, die Pflanze ggf. klar kennzeichnen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination von Haut/Maul bzw. medizinische Magen-Darm-Entgiftung durch Fachpersonal
  • • Symptomatische Therapie je nach aufgetretenen Beschwerden
  • • Bei Herz- oder Nervensymptomen entsprechende unterstützende Medikamentengabe
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHoya lanceolata Wall. ex D.Don subsp. bella (Hook.) D.H.Kent
AliasnamenHoya bella Hook.
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerzmuskelZentrales Nervensystem
Wirkmechanismus

• Pregnanglykoside binden an Herzglycosid-Rezeptoren am Herzmuskel und wirken ähnlich wie Herzglykoside

• Unbekannte Neurotoxine können Schädigungen des zentralen Nervensystems verursachen

• Steroidsaponine reizen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts stark

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Ziervögel (insbesondere Wellensittiche): Sehr stark giftig, Symptome: Torticollis, breitbeiniges Sitzen, Fallen von der Stange, Schwanken, gespreizte Flügel, Flugschwierigkeiten, Ganzkörpertremor, dunkelgrüner Kot, kann tödlich verlaufen.
Rinder und Schafe: Verzehr kann zu Muskeltremor, Ataxie, Kollaps und klonisch-tonischen Krämpfen führen, Todesfälle sind dokumentiert.
Schildkröten und Jemenchamäleon: Ungiftig, keine bekannten Vergiftungserscheinungen nach Verzehr.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Hoya carnosa-Arten Hoya carnosa-Verwandte
Optisch sehr ähnlich, alle Arten weisen ein vergleichbares Toxizitätspotenzial auf.
Seidenpflanzen Asclepias sp.
Gehören zur selben Pflanzenfamilie, sind ebenfalls giftig und werden aufgrund ähnlicher Blattform häufig verwechselt.
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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