Gelbe Taglilie giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 3,996 fanden dies hilfreich
Gelbe Taglilie
1

Die gesamte Pflanze ist für Katzen sehr stark giftig, auch geringe Verzehrmengen sind lebensgefährlich.

2

Ohne sofortige aggressive Flüssigkeitstherapie tritt bei Katzen innerhalb von 24-48 Stunden tödliches Nierenversagen auf.

3

Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Hemerocallis- und Lilium-Arten, die ebenfalls für Katzen hochgiftig sind.

Häufige Fragen

Ist Gelbe Taglilie giftig für Menschen?

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Menschen gemäß vorliegender Daten. (Ungiftig)

Ist Gelbe Taglilie giftig für Katzen?

1. Phase (1-3h nach Aufnahme): Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Futterverweigerung, Apathie. Magen-Darm-Symptome klingen nach 2-6h ab und täuschen Besserung vor. 2. Phase (12-30h nach Aufnahme): Vermehrte Harnausscheidung, danach Dehydrierung. Ohne Therapie folgt nach 24-48h ausbleibende Harnausscheidung, später Krampfanfälle durch Urämie und Tod. (Sehr stark)

Ist Gelbe Taglilie giftig für Hunde?

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Hunde gemäß vorliegender Daten. (Ungiftig)

Ist Gelbe Taglilie giftig für Pferde?

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Pferde gemäß vorliegender Daten. (Ungiftig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Menschen gemäß vorliegender Daten.

Katzen
Sehr stark

1. Phase (1-3h nach Aufnahme): Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Futterverweigerung, Apathie. Magen-Darm-Symptome klingen nach 2-6h ab und täuschen Besserung vor. 2. Phase (12-30h nach Aufnahme): Vermehrte Harnausscheidung, danach Dehydrierung. Ohne Therapie folgt nach 24-48h ausbleibende Harnausscheidung, später Krampfanfälle durch Urämie und Tod.

Hunde
Ungiftig

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Hunde gemäß vorliegender Daten.

Pferde
Ungiftig

Keine bekannten toxischen Wirkungen auf Pferde gemäß vorliegender Daten.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze (Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten, Pollen)
VergiftungswegAufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen, bei Katzen auch Aufnahme von Pollen während der Fellpflege nach Kontakt mit der Pflanze
Giftige InhaltsstoffeUnbekanntes Toxin; Saponine: Hemerosid A und B (in oberirdischen Pflanzenteilen); Naphthalenderivat: Hemerocallin (Stypandrol, in Wurzelzellextrakten)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort alle verbliebenen Pflanzenteile aus Maul und Umgebung des Tieres entfernen
  • • Kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt, geben Sie keine Hausmittel ohne ärztliche Anweisung
  • • Notieren Sie Zeitpunkt und ungefähre Menge des verzehrten Pflanzenteils für den Tierarzt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn eine Katze auch nur geringe Mengen der Pflanze verzehrt oder Kontakt zu Pollen hatte
  • • Wenn Symptome wie Erbrechen, Speichelfluss oder Apathie nach Kontakt mit der Pflanze auftreten
  • • Wenn Anzeichen von Dehydrierung oder verminderter Harnausscheidung beobachtet werden

Prävention

  • • Stellen Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Katzen auf
  • • Achten Sie darauf, dass kein Pollen der Pflanze auf Oberflächen landet, die Katzen berühren können
  • • Informieren Sie sich über giftige Haustierpflanzen vor dem Kauf von Zimmer- oder Gartenpflanzen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (Erbrechen auslösen, Aktivkohlegabe) unter tierärztlicher Aufsicht
  • • Aggressive Flüssigkeitstherapie mit NaCl-Lösung (2-3facher Erhaltungsbedarf) innerhalb der ersten 24 Stunden nach Aufnahme für 1-3 Tage
  • • In der anurischen Phase: Peritoneale Lavage oder Hämodialyse
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHemerocallis lilio-asphodelus L.; Hemerocallis flava L.
AliasnamenZitronentaglilie、Gelbe Hemerokallis
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenSehr stark
HundeUngiftig
PferdeUngiftig
Zielorgane
NierenMagen-Darm-TraktZentralnervensystem (bei fortgeschrittener Urämie)
Wirkmechanismus

• Toxische Substanzen schädigen die Nierentubuli von Katzen irreversibel ohne frühzeitige Therapie

• Akkumulation toxischer Metaboliten führt zu anurischem Nierenversagen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Katze: Sehr stark giftig, bereits geringe Verzehrmengen führen ohne adäquate Therapie innerhalb von 3-7 Tagen zum tödlichen Nierenversagen
Hund: Keine bekannten toxischen Wirkungen nach Verzehr gemäß vorliegender Daten
Pferd: Keine bekannten toxischen Wirkungen nach Verzehr gemäß vorliegender Daten
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Taglilien-Arten Hemerocallis spp.
Optisch sehr ähnlich, ebenfalls sehr stark giftig für Katzen, Unterscheidung oft nur durch Fachleute möglich
Echte Lilien-Arten Lilium spp.
Teilweise ähnliche Blütenform, ebenfalls extrem giftig für Katzen, führen ebenfalls zu tödlichem Nierenversagen
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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