Garten-Wolfsmilch giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 3,559 fanden dies hilfreich
Garten-Wolfsmilch
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Alle milchsafthaltigen Pflanzenteile sind giftig, die toxischen Terpene bleiben auch bei Lagerung und Trocknung unverändert.

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Bei Einnahme treten unter anderem blutige Durchfälle, Krämpfe und Kreislaufstörungen auf, Augenkontakt führt zu schweren Entzündungen.

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Giftstoffe können bei Kühen über die Milch ausgeschieden werden und diese für den Konsum ungeeignet machen.

Häufige Fragen

Ist Garten-Wolfsmilch giftig für Menschen?

Blutige Diarrhoe, Erbrechen, Kolik, Taumeln, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, blutiger Harn. Bei Augenkontakt starke Konjunktivitis und Hornhautentzündung. (Stark)

Ist Garten-Wolfsmilch giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen. (Mäßig)

Ist Garten-Wolfsmilch giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen. (Mäßig)

Ist Garten-Wolfsmilch giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Blutige Diarrhoe, Erbrechen, Kolik, Taumeln, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, blutiger Harn. Bei Augenkontakt starke Konjunktivitis und Hornhautentzündung.

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen.

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen.

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Daten in der verfügbaren Quelle aufgeführt, es wird jedoch von vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei anderen Säugetieren ausgegangen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, die Milchsaft enthalten
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, direkter Augenkontakt mit dem giftigen Milchsaft, ggf. Hautkontakt mit dem Milchsaft
Giftige InhaltsstoffeIngenolester; Phorbolester; Euphol; Terpene

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Einnahme: Kein Erbrechen herbeiführen, umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen
  • • Bei Augenkontakt: Sofort mit reichlich lauwarmem Wasser mindestens 15 Minuten gründlich ausspülen
  • • Bei Hautkontakt: Betroffene Hautstellen umgehend mit Seife und Wasser waschen, kontaminierte Kleidung sofort entfernen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Haustiere oder Nutztiere die Pflanze möglicherweise eingenommen haben
  • • Wenn nach Kontakt Symptome wie Erbrechen, blutige Diarrhoe, Krämpfe oder Bewusstseinsstörungen auftreten
  • • Bei Augenkontakt von Tieren mit dem Pflanzenmilchsaft

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern, Haustieren und Nutztieren aufbewahren
  • • Beim Umgang mit der Pflanze Handschuhe und Augenschutz tragen, um Kontakt mit dem Milchsaft zu vermeiden
  • • Weiden für Nutztiere regelmäßig auf Vorkommen von Garten-Wolfsmilch überprüfen und ggf. beseitigen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination zur Entfernung verbliebener Pflanzenreste
  • • Symptomatische Therapie nach geltenden medizinischen Notfallprotokollen
  • • Überwachung von Kreislauffunktionen, Herzrhythmus und Flüssigkeitshaushalt
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEuphorbia peplus L.
AliasnamenKleine Wolfsmilch、Radiumkraut、Krebskraut、Milchkraut
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
VerdauungstraktHerz-Kreislauf-SystemNierenAugenMund- und Rachenschleimhäute
Wirkmechanismus

• Giftige Terpene (Diterpene, Triterpene) reizen Schleimhäute stark und beeinträchtigen Herz- sowie Kreislauffunktionen

• Die giftigen Inhaltsstoffe werden durch Lagerung und Trocknung der Pflanze nicht abgebaut, bleiben dauerhaft toxisch

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig +++: Bereits geringe Aufnahmemengen führen zu schweren, möglicherweise tödlichen Vergiftungen
Rind: Vergiftung auch durch kontaminiertes Dürrfutter möglich. Symptome: Kolik, Erbrechen, blutige Diarrhoe, blutiger Harn, Muskelzittern, Taumeln. Giftstoffe werden über die Milch ausgeschieden, die rötlich verfärbt oder geschmacklich verändert sein kann
Schaf: Bei Aufnahme von Frischpflanzen treten starke Schwellung und Entzündung der Maulschleimhaut, Speichelfluss und Diarrhoe auf. Meist erfolgt vollständige Erholung nach Weidewechsel
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Wolfsmilch-Arten Euphorbia spp.
Optisch teilweise sehr ähnlich, alle Arten enthalten giftigen Milchsaft, Unterscheidungsmerkmale liegen vor allem in Blattform und Wuchshöhe
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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