Christusdorn giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 2,130 fanden dies hilfreich
Christusdorn
1

Alle milchsaftführenden Pflanzenteile sind giftig, die Inhaltsstoffe werden durch Lagerung oder Trocknung nicht zerstört.

2

Vergiftungen führen bei Einnahme zu Magen-Darm-Beschwerden, bei Augenkontakt zu Entzündungen bis zu vorübergehender Blindheit.

3

Die Pflanze wird wegen ihres stechenden Geruchs und Dornen nur selten von Tieren gefressen.

Häufige Fragen

Ist Christusdorn giftig für Menschen?

Gastroenteritis, Mundschleimhautverletzungen, Kolik bei Einnahme; bei Augenkontakt Keratokonjunktivitis, vorübergehende Blindheit (Mäßig)

Ist Christusdorn giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Augenschäden bei Kontakt mit Milchsaft (Mäßig)

Ist Christusdorn giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Augenschäden bei Kontakt mit Milchsaft (Mäßig)

Ist Christusdorn giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Kolik bei Einnahme größerer Mengen (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Gastroenteritis, Mundschleimhautverletzungen, Kolik bei Einnahme; bei Augenkontakt Keratokonjunktivitis, vorübergehende Blindheit

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Augenschäden bei Kontakt mit Milchsaft

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Augenschäden bei Kontakt mit Milchsaft

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, erwartete Symptome entsprechen denen bei Menschen: Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen, Kolik bei Einnahme größerer Mengen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle milchsafthaltigen Pflanzenteile
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Kontakt des Milchsafts mit Schleimhäuten (Augen, Mund) oder verletzter Haut
Giftige InhaltsstoffeTerpene (Diterpene); Ingenolester; Phorbolester; Milliamine A-G

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Aufnahme: Mund sofort gründlich mit kaltem Wasser ausspülen, kein Erbrechen herbeiführen
  • • Bei Augenkontakt: Augen sofort mindestens 15 Minuten mit lauwarmem fließendem Wasser ausspülen, dabei Augenlider offen halten
  • • Bei Hautkontakt: Betroffene Stellen umgehend mit Seife und reichlich Wasser abwaschen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei anhaltenden Schmerzen, Rötungen oder Sehstörungen nach Augenkontakt
  • • Bei Auftreten von Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen nach oraler Aufnahme
  • • Wenn größere Mengen der Pflanze von Menschen oder Tieren aufgenommen wurden

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern, Hunden, Katzen und Weidetieren aufstellen
  • • Bei Schnitt oder Pflege unbedingt Einweghandschuhe tragen, um Kontakt mit dem Milchsaft zu vermeiden
  • • Abgeschnittene Pflanzenteile sofort sicher entsorgen, sodass sie nicht von Tieren gefressen werden können

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination der betroffenen Körperstellen (Mund, Haut, Augen)
  • • Symptomatische Therapie entsprechend der auftretenden Beschwerden nach ärztlicher/tierärztlicher Anweisung
  • • Ggf. Gabe von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEuphorbia milii Des Moul. ex Boiss.; Euphorbia bojeri Hook.; Euphorbia splendens Bojer ex Hook.
AliasnamenDornenkrone
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
MundschleimhautMagen-Darm-TraktBindehautAugenhornhaut
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Diterpene reizen alle Schleimhäute stark und führen zu Entzündungen und Gewebeschäden

• Die giftigen Terpene werden durch Lagerung oder Trocknung der Pflanze nicht abgebaut und behalten ihre volle Wirksamkeit

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster): Hohes Vergiftungsrisiko bei Aufnahme, erwartete Symptome sind Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Entzündungen und Kolik
Vögel: Vergiftungsgefahr bei Aufnahme, auch kleine Mengen des Milchsafts können schwerwiegende Schleimhautschäden verursachen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Wolfsmilch-Arten Euphorbia spp.
Viele Vertreter der Gattung Euphorbia sehen sich optisch ähnlich und enthalten alle giftigen Milchsaft, eine Unterscheidung ist für Laien oft schwierig.
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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